1. Gang lässt sich beim Rollen nicht einlegen

Diskutiere 1. Gang lässt sich beim Rollen nicht einlegen im Mondeo Mk1 Forum Forum im Bereich Ford Mondeo Forum; Hallo, ich habe mit dem Ford meines Vaters probleme. Zum Auto: Ford Mondeo Bj. 1993, 65 KW, 240 TKM Da ich viel mit der Motorbremse arbeite,...

  1. #1 Julian87, 18.03.2007
    Julian87

    Julian87 Guest

    Hallo,

    ich habe mit dem Ford meines Vaters probleme.

    Zum Auto: Ford Mondeo Bj. 1993, 65 KW, 240 TKM

    Da ich viel mit der Motorbremse arbeite, ist mir schnell aufgefallen das es fast unmöglich ist den 1. Gang einzulegen wenn das Fahrzeug noch rollt.
    Ich habe das heute nochmal genau ausprobiert, sobald der steht geht es relativ einfach, aber immernoch viel schwerer als alle Gänge. Und wenn ich noch rolle ist es fast unmöglich dne einzulegen, egal wieviel Kraft ich anwende.

    Weiß jemand woran dies liegen könnte?

    Julian
     
  2. #2 muheijo, 18.03.2007
    muheijo

    muheijo Guest

    frag mich nicht nach dem technischen hintergrund, aber das ist bei vielen (allen?) autos der fall:

    das zurückschalten vom 5. auf den 4., 3. und 2. macht ja vielfach sinn.
    aber wenn man dann im 2. gelandet ist, ist die geschw. so niedrig, daß man sich ein schalten in den 1. doch eigentlich schenken kann. ist man noch zu schnell, führt das doch nur zu einer unnötigen belastung des motors wegen hoher drehzahl.
    also, das zurückschalten vom 2. in den 1. gleich wieder abgewöhnen!

    gruß, muheijo
     
  3. #3 Julian87, 18.03.2007
    Julian87

    Julian87 Guest

    Hi,

    naja du könntest recht haben - aber darum gehts ja garnicht. Die Motorbremse benutze ich eigtl. nie mit dem 1. Gang - aber trotzdem will ich wissen woran es liegt. ;)

    Julian
     
  4. #4 Fordbergkamen, 18.03.2007
    Fordbergkamen

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    Hallo,
    ich vermute mal das sich die Syncronisierung so langsam auflöst.
    Probiere doch mal mit Zwischengas in den ersten zu schalten.
    1.) 2.Gang eingelegt.
    2.) In den Leerlauf schalten
    3.) Kupplung loslassen
    4.) Mit Gefühl kräftig Gas geben (Ideal ist es wenn der Motor bei Schritt 6 die Drehzahl hätte, den er mit dem ersten Gang bei der Geschwindigkeit haben würde.)
    5.) Kupplung treten
    6.) Den ersten Gang einlegen
    MfG
    Dirk
     
  5. #5 Julian87, 18.03.2007
    Julian87

    Julian87 Guest

    Hi,

    ich werde es mal ausprobieren ... nur was hat die Drehzahl mit der Schaltung zutun? Eigtl. garnichts.

    Julian
     
  6. #6 Fordbergkamen, 18.03.2007
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    Eine Menge....
    Kleine Getriebekunde:
    Für jeden Gang gibt es die Zahnradpäarchen, die ineinander greifen, nicht die Zahnräder als solche, sondern die Zahnräder haben seitlich Klauen dran, diese werden beim Schalten ineinander geschoben um dann entsprechend die Kraft zu übertragen.
    In diese Mimik ist die Syncronisierung mit eingebaut, das muss man mal am Modell gesehen haben, ist recht komplex aufgebaut und hier genau zu beschreiben sprengt den Rahmen, diese Syncronringe sind aus Messing, sie werden beim Schalten gegen das andere Zahnrad gedrückt und "bremsen" das zugeschaltete Zahnrad auf die Drehzahl des anderen, durch diese "Syncronisierung" ist der Drehzahlunterschied der Zahnräder "Null" und die Klauen können ineinander greifen, im Normalfall merkt man davon nichts.
    Schaltet man zu schnell, also wenn man den Gang mit Schwung reinhaut, schafft es die Syncronisierung in der Kurzen Zeit nicht die Räder abzubremsen und es knirscht, auch sehr gut zu merken am nicht syncronisierten Rückwärtsgang.
    Vor Einführung dieser Syncronringe, es gab PKW´S mit unsyncronisieten Getriebe,
    wurde mit Zwischengas gefahren.
    Das bedeutet beim Hochschalten doppelt Kuppeln, Z.B. vom 3. in den 4.---> kuppeln, Gang raus, Kupplung los lassen, Kupplung treten, 4. Gang.
    Das ganze begründet sich halt darin dass die Getrieberäder beim Gang einlegen auf gleiche Drehzahl gebracht werden müssen, um halt möglichst Geräuschlos schalten zu können. (Jedes Geräusch bedeutet einen extremen Verschleiß)
    Das Problem mit dem Zwischengas fahren könnte vielleicht mal auf dich zu kommen, wenn sich die Kupplung nicht mehr betätigen lässt, war früher häufig der Fall wenn der Kupplungszug gerissen ist.
    Dann kannst du dein Auto mit eingelegten 1 Gang starten, alles was dann folgt bedarf einer gewissen Übung!!, wenn du die richtige Geschwindigkeit erreicht hast um den 2.Gang zu wählen musst du den Motor auf eine neutrale Drehzahl halten, bei der der Motor weder antreibt, noch bremst, dann kannst du den Gang rausnehmen, etwas warten und den 2 Gang einlegen usw...
    Würde ich nicht gerade an Papa´s neuem Lieblingsauto probieren, aber es funktioniert.
    Hoffe mal ich konnte dir den Zusammenhang von Drehzahl und Schaltung ein wenig erläutern.
    MfG
    Dirk
     
  7. #7 Julian87, 18.03.2007
    Julian87

    Julian87 Guest

    Hi,

    ja das glaub ich dir aber ich meinte das im Zusammenhang wann ich den Schaltknüppel betätige und nicht wann ich einkuppel. Wenn ich den Schaltknüppel betätige dann ist es aus meiner Sicht doch egal bei welcher Drehzahl da ich ja sowieso die Kupplung getreten habe. Oder seh ich da was falsch?

    Julian
     
  8. #8 Fordbergkamen, 18.03.2007
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    Mein obiger Artikel bezieht sich nur auf das Einlegen von Gängen bei getretener Kupplung....
    Der Antriebsstrang hinter dem Getriebe gibt ja eine gewisse Drehzahl vor, der Motor wiederum seine eigene.
    Tritts du nun die Kupplung, hast du zwar keine Kraftübertragung mehr in dem Sinne, aber die Kupplung trennt ja auch nicht zu 100%, das ist ja auch der Grund warum man an der Ampel nicht den Fuß auf der Kupplung lassen soll, diese Restreibung plus die gesamte Schwungmasse des Getriebes ergibt die Drehzahl des Getriebes (Motorseitig), und diese zwei Drehzahlen werden durch die Syncronisierung in den Gleichlauf gebracht.
    Du solltest dir mal ein Getriebemodell ansehen, oder such mal im Internet.
    MfG
    Dirk
     
  9. #9 MucCowboy, 19.03.2007
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    Getriebekunde Teil 2 ;)

    Das Getriebe hat zwei Drehgeschwindigkeiten, die der Antriebswelle vom Motor und die der Abtriebswelle, die fest mit den Rädern verbunden ist. Ist ein Gang eingelegt, dann drehen sich die Wellen im festen, zu diesem Gang passenden Umdrehungsverhältnis. Trittst Du die Kupplung, dann wird die Antriebswelle nicht mehr vom Motor, sondern vom rollenden Wagen über die Zahnradverbindung angetrieben. Dann nimmst Du den Gang raus und die Antriebswelle verliert an Drehzahl, weil sie garkeinen Antrieb mehr hat. Die Abtriebswelle läuft weiterhin mit der zur Fahrgeschwindigkeit passenden Umdrehungszahl.

    Und nun versuchst Du, einen anderen Gang einzulegen. Bei einem höheren Gang ist die geringere Drehzahl der Antriebswelle i.d.R. kein Problem, da das auf die höhere Übersetzung gut passt - geringe Drehzahlunterschiede schluckt die Synchronisierung problemlos. Soll es aber ein niedriger Gang sein, muss die Synchronisierung sehr viel leisten, um die Antriebswelle auf die (für die gewünschte Übersetzung notwendige) höhere Umdrehungszahl zu bringen. Je kleiner der Übersetzungs-Unterschied zwischen den Gängen ist, desto besser geht das. Zwischen 1. und 2. Gang ist dieser Unterschied jedoch recht hoch. Damit dort das Synchronisieren klappt, darf sich die Abtriebswelle auch nicht mehr recht schnell drehen. Und das ist eben nur bei Fast-Stillstand oder Stillstand der Fall.

    Es ist weder notwendig noch für das Getriebe gut, den 1. Gang bei auslaufendem Fahrzeug "reinzupressen". Das solltest Du Dir besser abgewöhnen. Im Stillstand ist noch genug Zeit dafür. Und mit Gewalt-Aktionen am Schalthebel kannst Du das Getriebe auch schädigen.

    @Dirk: ich hab grad nachgesehen, beim MTX-75 ist auch der R-Gang synchronisiert.

    Grüße
    Uli
     
  10. #10 Fordbergkamen, 19.03.2007
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    Die Technik wird halt immer verbessert, bisher kannte ich Syncronisierte Rückwärtsgänge nur von EPS Getrieben im LKW, das hat den Sinn das sich das Getriebe elektronisch ansteuern lässt, was mit unsycronisierten Getrieben nicht möglich ist.
    Um ein Getriebe und die Vorgänge darin im Ganzen zu verstehen holt man sich am besten mal ein ausrangiertes Getriebe vom Schrotti und schraubt es auseinander.
    Wenn man das Innenleben gesehen hat schaltet man nachher mit viel mehr Gefühl.
    MfG
    Dirk
     
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