2.0 DOHC läuft plötzlich extrem schlecht

Diskutiere 2.0 DOHC läuft plötzlich extrem schlecht im Ford Sierra Forum Forum im Bereich EU Modelle; Hallo Sierra-Freunde, der Motor meines Turnier läuft seit einigen Tagen sehr schlecht (eigentlich kann man von "laufen" nicht mehr reden...)....

  1. #1 Jörg01, 05.02.2007
    Jörg01

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    Hallo Sierra-Freunde,


    der Motor meines Turnier läuft seit einigen Tagen sehr schlecht (eigentlich kann man von "laufen" nicht mehr reden...). Der Fehler trat urplötzlich auf.
    Da ich mir eine mehrstündige Fehlersuche in der Werkstatt z.Z. ersparen muss, würde ich mich über hilfreiche Tipps aus der Ford-Gemeinde freuen.

    Nach einer Autobahnfahrt (ca. 100 km lang, mal bis 180 km/h, die letzten 40 km 100-140 km/h, also normaler Fahrbetrieb) fuhr der Wagen auf der Landstraße noch 2 km ganz normal. Dann verschluckte er sich beim Gasgeben und nahm schlecht Gas an. Ich hielt an, worauf hin er ausging. Er ließ sich sofort wieder starten, war aber nur durch ständiges Gasgeben am Laufen zu halten. Anfahren war nur ab 2.000-2.500 RPM möglich. Während der nächsten 2 km (Fahrt nach Hause) ruckelte der Motor, hatte deutlich weniger Leistung und ging im Leerlauf ohne "Pumpen" aus.

    Folgendes habe ich seitdem kontrolliert:
    - defekte Dichtung zwischen Krümmer und Hosenrohr erneuert;
    - Verteilerkappe und -finger gereinigt und innen mit Kontaktspray besprüht;
    - Zündkabel, Kerzenstecker und Zündspule auf Beschädigung und Korrosion überprüft und mit
    Kontaktspray besprüht;
    - die meisten Mehrfachstecker im Motorraum
    auf Korrosion überprüft und mit Kontaktspray besprüht;
    - Kerzen gewechselt. Alle 4 waren gleichmäßig verrußt !! Keine Schweißperlen, Nässe o.ä.
    - Motorstart mit abgezogenem Lambdasondenstecker;
    -
    Motorstart mit abgezogenem Stecker des Drosselklappenpoti;
    - Batterie für 90 Min. abgeklemmt, um Speicher im Steuergerät zu resetten;
    ALLES ohne Erfolg :traurig:

    Ein Kfz-Meister sagte mir heute morgen per Ferndiagnose, dass auffgrund der gleichmäßig verrußten Kerzen die Zündanlage in Ordnung sein müsse und der Fehler irgendwo in der Gemischregulierung liegt. Aber Wo ??

    Außerdem finde ich merkwürdig, dass die Benzinpumpe bei eingeschalteter Zündung permanent läuft. Lt. meinem Ford-Buch müsste sie sich nach ca. 1 Sekunde abschalten, ansonsten soll ein Kabeldefekt vorliegen. Ich kann die Pumpe und deren Kabel nicht finden. Liegt sie vielleicht doch im Tank ?

    Über Antworten von DOHC-Kennern würde ich mich sehr freuen :rolleyes:
     
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  3. #2 Fordbergkamen, 05.02.2007
    Fordbergkamen

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    Hallo,
    wann ist denn das letzte Mal der Spritfilter gewechselt worden?
    Sprit haste ja auch noch drin?
    MfG
    Dirk
     
  4. #3 Jörg01, 05.02.2007
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    Keine Ahnung zum letzten Spritfilterwechsel, habe den Wagen vor 7 Mon. und 15.000 km gekauft. Lief bisher problemlos.
    Tankanzeige steht vor Reserve.
    Aber, ...die verrußten Kerzen zeigen mir eher ein zu fettes Gemisch, oder !?
     
  5. #4 Cossy115, 05.02.2007
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    Hallo Jörg,
    soweit ich das gehört habe ist bei ständig laufender Spritpumpe das Motorsteuergerät defekt.Oder der Stecker vom Steuergerät.Ich würde mal Probeweise ein anderes Steuergerät Probieren.Bekommst Du bei X-Bay hinterhergeschmissen.Die Spritpumpe sitzt im Tank,der grosse Spritfilter hinten am Unterboden.Du kannst auch mal den Kurbelwellenpossitionssensor kontrollieren ob das Kabel richtig drauf sitzt und die Anschlüsse sauber sind. Der sensor sitzt in der Nähe vom Ölfilter,am besten auf ne Hebebühne fahren.
    Gruss Udo
     
  6. #5 Jörg01, 06.02.2007
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    Hallo Udo,

    der Steuergerätestecker ist OK (keine Korrosion, fester Sitz). Der Stecker des Kurbelwellenpositionssensors sitzt fest. Auf Korrosion konnte ich ihn wegen der Dämmerung nicht mehr prüfen.
    Wenn ich den Fehler finden sollte, werde ich es hier posten.

    MfG, Jörg
     
  7. #6 Jörg01, 07.03.2007
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    Hallo DOHC-Fahrer,

    hier ein Zwischenbericht zum oben beschriebene Motorproblem:

    Einen Tag nach meiner letzten Meldung im Forum wollte ich zur Werkstatt fahren, um die Fehlercodes aus dem KAM-Speicher des EEC-IV - Steuergerätes auslesen zu lassen (zur Machbarkeit bzw. Unlust einiger Werkstätten später !). Der Wagen lief erwartungsgemäß extrem schlecht.....1 km. Danach fuhr er plötzlicjh wieder VÖLLIG NORMAL. Da die freie Werkstatt das notwendige Lesegerät mit Software nicht hatte, konnten die Fehler nicht ausgelesen werden, die Fehlersuche ohne Fehler habe ich mir erspart.

    Der gewohnt gute Lauf des Motors dauerte ca. 2 Wochen an, dann trat der Fehler wieder auf (Ruckeln während der Fahrt, schlechte Gasannahme, deutlich weniger Leistung, kein gleichmäßiger Leerlauf, wollte immer ausgehen). Und wieder nach etwa 90 km Autobahnfahrt mit wechselnden Geschwindigkeiten zwischen 80 und 170 km/h , also ohne Motorüberlastung. Währen der 2 Wochen vorher hatte ich mehrere solcher Autobahnfahrten - ohne Probleme.

    In der nächsten Werkstatt (FORD) sagte man mir, dass bei meinem 92er nichts ausgelesen werden kann, da er keinen 9-poligen Stecker hat. Für gut 30 € wurde Nebenluft im Bereich des Leerlaufregelventils/Zusatzluftschieber festgestellt.
    Zuhause habe ich die Stelle dann gefunden. Es war ein gebrochener Gummi - O-Ring im Stutzen des Schlauches, der unterhalb des Leerlaufregelventils sitzt und zur Luftkammer führt. Außerdem hatte sich die Kreuzschlitzschraube der Kunststoffhalterung gelöst, die den Stutzen in sein Gehäuse drückt. Seltsam nur, dass der Ford-Mechaniker das nicht gesehen hat, da er alle Teile abgebaut und sich angesehen hat...
    Nach Erneuerung des O-Rings und zusätzlicher Abdichtung mit Hylomar ist der Leerlauf wieder absolut stabil :)

    Geblieben ist der schlechte Lauf während der Fahrt. Das Anfahren ist nur bei ca. 1500-2000 Umdrehungen möglich (die arme Kupplung !), Gas geben nach dem Gangwechsel ist nur mit sehr wenig Gas möglich (Verkehrshindernis), ansonsten geht der Motor sofort stark mit der Drehzahl runter.

    Gestern habe ich eine freie Werkstatt gefunden, die die Fehlercodes auslesen konnte. Sie hatte ein Adapter vom 3-poligen Stecker des Sierra zum 9-poligen Stecker des Lesegerätes (ähnlich einem Druckeranschluss). Geht also doch !!!

    Ergebnis (2 Fehler):
    - Lambdasonde,
    - Drosselklappenpositionssensor/-potentiometer.

    Letzteres habe ich heute gegen ein Gebrauchtteil gewechselt. Praktisch kein Erfolg.

    Morgen kaufe ich eine gebrauchte Lambdasonde und weitere Sensoren. Ich denke, dass es sich nur um eine Kleinigkeit handelt, da der Motor vorher absolut problemlos lief.
    Über Tipps oder Hinweise würde ich mich freuen.

    MfG, Jörg.
     
  8. RB

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    Hast du schon mal den kleinen Gummischlauch der Kurbelgehäusentlüftung untersucht? Ich meine nicht den am Ansaugkrümmer, sondern unten beim Auspuffkrümmer. Da ist eine Metallschelle drum. Original ist das Teil rot, wird durch Hitze dunkelbraun und rissig, Folge Falschlufft. Das Neuteil ist blau und hält mehr Hitze aus.
    Hast du schon das Massekabel der L-Sonde am PCM Stecker überbrückt?
    So weit ich weiß, kann man bei dir den Grundleerlauf einstellen im Code60 mit dem Diagnosegerät, da wird auch der Wert für den Drosselklappenpoti neu festgelegt.
    Dein Auspuff ist fei, Staudruck mal messen.
     
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  10. #8 cranedriver66, 16.03.2007
    cranedriver66

    cranedriver66 Guest

    Hallo was macht Dein Sierra, läuft er wieder normal?????
    Wenn nicht, besorg Dir auf dem Schrott einen MAP-sensor, der war es bei mir nämlich, war das letzte Bauteil was ich nach Lambdasonde, Drosselklappensensor und Leerlaufregler gewechselt habe!!!:tanzend:

    LG cranedriver66
     
  11. #9 Jörg01, 24.09.2011
    Jörg01

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    Stimmt, es war der MAP-Sensor. Kurz nachdem ich die Leckage am Luftmengenmesser beseitigt hatte, gab mir ein befreundeter Kfz-Mechaniker den Tipp. Erst wollte ich es nicht glauben, da lt. diverser Reparaturanleitungen der Sensor in Ordnung ist, wenn man den Schlauch abzieht, sich dann die Drehzahl ändert, man den Daumen auf das Schlauchende legt und sich die Drehzahl wieder ändert. Da dies alles der Fall war, sollte der Sensor somit also funktionieren. Nach dem Austausch gegen ein Gebrauchtteil lief der Wagen wieder wie früher, bis ich ihn wegen des Rostes und bevorstehenden TÜVs abmelden musste.
    Ergebnisse:
    1.) Es waren 2 Fehler. Welcher zuerst auftrat und ob der andere Fehler durch den ersten verursacht wurde, kann ich nicht sagen.
    2.) Der in der Literatur verbreitete Daumen-Schnelltest des MAP-Sensors taugt nur, wenn man wissen will, ob der Sensor überhaupt funktioniert. Er zeigt nicht, ob der Sensor auch exakt funktioniert.

    Vielen Dank an alle, die geantwortet haben !!
     
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