Arbeitsunfall

Diskutiere Arbeitsunfall im Recht, Gesetz & Versicherung Forum im Bereich Ford Forum; Ich weiß, das gehört nicht ganz zu dem Thema Auto, geschweige denn zu Ford, aber interessant ist es schon (besonders für den Betroffenen)... Das...

  1. #1 Focus06, 29.12.2009
    Focus06

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    Ich weiß, das gehört nicht ganz zu dem Thema Auto, geschweige denn zu Ford, aber interessant ist es schon (besonders für den Betroffenen)...

    Das Problem:
    Auf der Betriebsweihnachtsfeier ist einer meiner Kollegen auf der Treppe gestürzt (auf der letzten Stufe abgerutscht).
    Der Fall wurde nicht ins Unfallbuch geschrieben, aber es gibt Zeugen für den Vorfall.
    Obwohl nun schon eine Wochen vergangen sind, hat mein Kollege noch immer Schmerzen im rechten Knöchel.

    Die Frage:
    Zählt das als Betriebsunfall?

    Um das noch vorweg zu nehem: besagter Kollege war als Fahrer eingeteilt und garantiert nüchtern. Ein Arzt wurde wegen des Vorfalls bisher noch nicht aufgesucht.

    Ich (und Rene) wären für eine schnelle Antwort echt dankbar! Also schon mal danke für alle Antworten :top1:
     
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  3. #2 Spiderx2, 29.12.2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.12.2009
    Spiderx2

    Spiderx2 Guest

    Ich antworte Dir einmal mit einem Text aus meinen Unterlagen.


    "
    Arbeitnehmer stehen auch auf dem Weg zu einer betrieblichen Weihnachtsfeier und auf dem Heimweg unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Allerdings nur, wenn kein Umweg aus privaten Gründen gemacht wird. Darauf weist der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) zur Adventszeit hin. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf die betriebliche Weihnachtsfeier selbst: Ereignet sich bei den Vorbereitungen oder während der Feier ein Unfall, so ist der Schaden unter bestimmten Voraussetzungen durch die Berufsgenossenschaften versichert. Der Ort der Feier spielt hingegen für den Versicherungsschutz keine Rolle. Voraussetzungen sind: Die Unternehmensleitung muss die Feier veranstalten, fördern oder zumindest ausdrücklich billigen. Der Unternehmer oder sein Beauftragter muss die Feier selbst besuchen. Außerdem muss die Veranstaltung allen Mitarbeitern offen stehen und von einem relevanten Anteil der Belegschaft auch besucht werden.
    In größeren Unternehmen gelten diese Grundsätze auch für Abteilungsfeiern. Alkoholkonsum kann zum Verlust des Unfallschutzes führen. Ist der Alkoholeinfluss nämlich die wesentliche Ursache für einen Unfall, so ist der entstandene Schaden nicht durch die Berufsgenossenschaften abgedeckt. Gerade bei Wegeunfällen ist dies ein Problem. Es empfiehlt sich daher, ein Taxi zu nehmen oder eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Für Letztere ist sogar ein Umweg zulässig. Wer während der Arbeitszeit Weihnachtsgeschenke kauft oder sich spontan mit Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt trifft, ist bei einem Unfall nicht durch die Berufsgenossenschaft versichert. Unfälle werden demnach nicht als Wege- oder Arbeitsunfälle anerkannt, wenn sie bei einer Tätigkeit geschehen, die rein private Motive hat. Darunter fällt zum Beispiel auch das Schmücken des Arbeitsplatzes aus eigenem Antrieb."



    Der Unfall hätte im Erste Hilfe/Unfallbuch dokumentiert werden müssen zwecks der Nachvollziehbarkeit.
    Warum/auf wessen Anweisung hin wurde dies nicht getan/versäumt?
    Der Verunfallte hätte gleich einen Arzt aufsuchen sollen bzw. der Arbeitgeber/Verantwortliche hätte ihn zu einem Arzt bringen lassen müssen.

     
  4. #3 MucCowboy, 29.12.2009
    MucCowboy

    MucCowboy Fahrer mit Hut :-)
    Moderator

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    1. Regelungen bei Betriebsunfällen sind Sache der jeweiligen Berufsgenossenschaft. Da Du uns die Branche nicht gesagt hast, kann man keine eindeutige Aussage für Dich treffen. Viele BGen decken Weihnachtsfeiern so ab wie im oben zitierten Text ausgesagt. Das muss aber nicht für alle gelten. Bitte mache Dich selbst oder über einen Betriebsrat darüber kundig.

    2. Der Arztbesuch wäre unmittelbar wichtig gewesen, mit oder ohne Unfallbuch-Eintrag. Jetzt ist es zu spät. Jetzt noch irgendwas rückwirgend geregelt zu bekommen, sehe ich als ziemlich aussichtslos an.

    Grüße
    Uli
     
  5. peto1

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    Mein rat währe, Als erstes spielt keine rolle unter welchen umständen der Unfall passiert ist, er oder sie sollte unbedingt so bald wie möglich zum Arzt und sich untersuchen lassen ,es gibt keinen frist dafür,auch wegen folge schäden, die Krankenkasse wird sowieso fragen zum vorfall stellen und dort wird das mit dem zuständigen stellen geklärt werden, dafür sind schlieslich versicherungen da, aber auf jedenfall zum Arzt gehen um Folgeschäden zu vermeiden, da gibt es keinen Frist dafür.
     
  6. #5 Spiderx2, 29.12.2009
    Spiderx2

    Spiderx2 Guest

    Wie es zu dem Unfall kam spielt schon eine Rolle wenn es um Ansprüche geht ,aber Du meinst wahrscheinlich den Arztbesuch damit.
     
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  8. #6 Carcasse, 29.12.2009
    Carcasse

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    Ich würde zum Arzt gehen und das Ganze so schildern: Bin bei der Feier XY ausgerutscht...dachte das wird schon wieder...wurde es doch nicht, deshalb bin ich jetzt hier. Hatte nix getrunken da ich der Fahrer war. blablabla

    Gleichzeitig sollte der Vorfall dem AG bzw. Vorgesetzten nachträglich mitgeteilt werden. Auch der nachfolgende Arztbesuch. Definitiv kommt kurzfristig ein "Anhörungsbogen" von der BG. Voraussetzung ist jedoch die Meldung des Unfalls.

    Und das der Unfall dienstlich passiert ist, sollte beim Artzbesuch angegeben werden.

    Und falls dein Kollege keinen "Mist gebaut" hat sollte Das auch anerkannt werden.

    Es ist schließlich alles erklärbar.
     
  9. #7 Focus06, 29.12.2009
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    Danke leute! Das hilft schon weiter. Kollege war heute auch beim Arzt, weiß aber nicht, was raus gekommen ist...
     
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