auto-reporter.net: Gebündelte Fahrerassistenz im Ford Focus

Dieses Thema im Forum "Ford News" wurde erstellt von Newsbot, 18.08.2011.

  1. #1 Newsbot, 18.08.2011
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    </br>[​IMG]Was Fahrerassistenzsysteme inzwischen alles können, demonstrierte Ford u.a. im Rahmen seiner „Future of Safety Tour“. Ein entsprechender Musterknabe der Marke ist der Ford Focus. Er hat Fahrerassistenzsysteme in einem in dieser Fahrzeugklasse einmaligen Umfang an Bord. Ein ganzes Bündel von Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen lässt erleben, wie eines Tages vermutlich alle Pkws von solchen Systemen profitieren. Basis solcher hilfreichen Assistenz sind optische Sensoren (Kameras an Front und Heck), Radarsensoren im Frontgrill, Infrarot-Laser-Sensoren im Gehäuse der Frontkamera und Ultraschall-Parksensoren. Es ist, als strecke das Auto nach allen Seiten verschiedene Fühler aus, um das Fahren sicherer zu machen. Beim Versuch, in gebotener Kürze einen Überblick über alle im Ford Focus installierten Assistenzsysteme und deren jeweilige Funktion zu vermitteln, darf die „Rangordnung“ der Systeme sicher einmal außen vor bleiben. Sich aufs richtige Verhalten jedes Verkehrsteilnehmers verlassen zu können, bleibt oberstes Gebot. Dazu gehört auch das Einhalten einer gewählten Fahrspur. Sensoren und Kameras des Fahrspurassistenten sorgen dafür, dass das Auto eine markierte Fahrspur einhält. Auf ein durch Unachtsamkeit beginnendes Überfahren der Markierung macht ein Vibrieren im Lenkrad aufmerksam. Registriert die Frontkamera ein möglicherweise ungewolltes Verlassen der Fahrspur, wird das Zurücklenken in die Fahrspur sogar durch einen kurzzeitigen leichten Lenkeingriff der elektrischen Servolenkung unterstützt (Fahrspurhalte-Assistent). Kommt es zunehmend zu Abweichungen von der Fahrspur, schließt das System „Driver Alert“, der Müdigkeitswarner, auf Konzentrationsmangel beim müden Fahrer. Auf dem Multifunktionsdisplay wird eine Fahrpause eingefordert, und es gibt ein akustisches Warnsignal. Auffahrunfälle kann ein spezielles Warnsystem (Forward Alert) verhindern, das auf Radarerkennung eines vorausfahrenden Fahrzeugs basiert. Genutzt wird dazu das Radar der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage. Kommt es zu einem kritischen Abstand, sodass ein Auffahrunfall droht, wird das Bremssystem gewissermaßen in eine Art Alarmbereitschaft versetzt und es gibt eine visuelle und akustische Warnung. Nimmt der Fahrer daraufhin den Fuß vom Gas, ist zu vermuten, dass er Herr der Lage ist. Das System reagiert dann lediglich mit moderater Bremsverzögerung. Das fürs Auffahrwarnsystem genutzte Frontradar ist Diener zweier Herrn. Darauf basiert auch die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, die ermöglicht, bei einer eingestellten Geschwindigkeit stets auch den gebührenden Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug durch automatische Anpassung an dessen Geschwindigkeit zu wahren.Nutzt der Fahrer das „Speed Limiter System“, den Geschwindigkeitsbegrenzer, kann er sicher sein, nie die eingestellte Geschwindigkeit zu überschreiten; es sei denn auf einer Gefällestrecke. Eine üblicherweise per Tempomat eingestellte Geschwindigkeit lässt sich dagegen jederzeit durch Gasgeben überschreiten. Bei innerstädtischer Verkehrsdichte mit meist zu knappen Sicherheitsabständen der Fahrzeuge ist das „Active City Stop System“ von Nutzen. Per Laser (in der Frontkamera neben dem Innenspiegel) werden Abstand und Differenzgeschwindigkeit zum vorausfahrenden Fahrzeug erfasst. 100-mal in der Sekunde (!) errechnet das System die Verzögerung, die nötig wäre, um ein Auffahren zu verhindern. Bremst der Fahrer nicht situationsgerecht, sodass es am Ende zu einem Crash käme, greift bei Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h der „City-Stop“ mit selbsttätigem Bremsen ein. Beträgt die Differenzgeschwindigkeit zwischen den Fahrzeugen weniger als 15 km/h, kann das System eine Kollision vermeiden. (Im Praxistest hat der Autor erlebt, wie das System mit einer schroffen Notbremsung sogar das Auffahren auf ein stehendes (!) Hindernis in letzter Sekunde verhinderte.)Die Frontkamera hat eine Mehrfachfunktion. Sie erfasst auch stationäre runde Verkehrsschilder (Tempolimits, Überholverbote und deren Aufhebungszeichen), die im Multifunktionsdisplay des Bordcomputers abgebildet werden. Der Fahrer ist also stets über die augenblickliche Schildersituation im Bilde. Noch aber ignoriert die Kamera elektronische „Schilder“, die sich über der Fahrbahn befinden wie etwa bei Verkehrsbeeinflussungsanlagen entlang von Autobahnen. Zur gebündelten Fahrerassistenz im Ford Focus gehört mehr. Beispielsweise der Fernlicht-Assistent, der zur besseren Ausleuchtung der Fahrbahn immer dann selbständig auf Fernlicht umschaltet, wenn die Frontkamera erfasst, dass kein entgegenkommendes Fahrzeug geblendet werden kann. Und es gibt das automatisch blinkende (!) Notbremslicht, das Nachfolgende auffälliger warnt. Nicht weniger nützlich ist eine Einrichtung, die man sich eigentlich längst in allen Autos wünschte. Sie wurde (nicht sonderlich glücklich) Toter-Winkel-Assistent getauft. Das System bezieht seine Informationen von zwei speziellen Mehrkanal-Radarsenoren jeweils rechts und links im hinteren Stoßfänger und warnt den Fahrer mit einem Leuchtpunkt in den Außenspiegeln, wenn sich ein Fahrzeug im Bereich des toten Winkels in der benachbarten Spur befindet. Bei der Ford-Präsentation der Fahrerassistenzsysteme war zu erfahren, dass ein Toter-Winkel-Assistent durchaus „bezahlbar“ sei. Wenn das so ist, sollte es am längsten gedauert haben, dass er nicht zum Serienstandard gehört. Er dürfte wichtiger sein als elektrisch wegklappbare Außenspiegel. Mit dem Einpark-Assistenten schließlich scheint der Focus seine Hingabe bei der Fahrerassistenz krönen zu wollen. Das Auto parkt halbautomatisch ein. Wenn eine entsprechende Taste am Armaturenbrett gedrückt und an einer Parklücke längst zur Fahrbahn mit moderater Suchgeschwindigkeit (bis 30 km/h) vorbeigefahren wird, signalisiert der Parkpilot auf dem Multifunktionsdisplay, ob die Lücke ausreicht. Ein Rechner ermittelt, von welchem Punkt die Rückwärtsfahrt in die Parklücke habautomatisch erfolgt. Von da an lässt der Fahrer das Lenkrad los, gibt nur noch dosiert Gas und folgt fortan den kurzen Anweisungen auf dem Display. Es ist sicher Übungssache, wie probeweise versuchte Einparkmanöver auf Fords Berliner Testparcours erkennen ließen, ob das halbautomatische Parken so zügig abläuft, dass nachfolgende Fahrzeuge nicht mehr als unvermeidlich behindert werden. Wurde die Sicherheit gewonnen, dass dem Parkpilot absolut zu vertrauen ist, dürfte halbautomatisches Einparken schnell genug ablaufen, um mit einem Parkprofi mithalten zu können. Wie schnell sich Fahrerassistenzsysteme in Pkws aller Klassen durchsetzen, hängt nicht zuletzt von ihrem Preis ab, der das Auto verteuert. Schon heute gehen optionale Sonderausstattungen für Pkws erheblich ins Geld. Diesen Trend dürfte ein ganzes Bündel von Assistenzsystemen noch verstärken. Eiserner Grundsatz muss auf jeden Fall bleiben, dass der Fahrer – wie letztlich auch beim Navigationssystem – stets die Verantwortung behält. Bliebe dieser Grundsatz nicht gültig, müssten sich Verkehranwälte wohl darauf einstellen, einfältige Klienten zu vertreten, die behaupten, nicht sie hätten einen Fehler gemacht, sondern irgendein Assistenzsystem, auf das sie sich verlassen hätten. (Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel )
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    Quelle: auto-reporter.net
     
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