Der Preis der Geschwindigkeit

Diskutiere Der Preis der Geschwindigkeit im Allgemeines Forum im Bereich Ford Forum; Nachdem ich diese Reportage http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/1030/geschwindigkeit.jsp gesehen hatte habe ich aus Interesse...

  1. #1 Lord Arakhor, 12.09.2012
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    Nachdem ich diese Reportage

    http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2011/1030/geschwindigkeit.jsp


    gesehen hatte habe ich aus Interesse mal vor kurzem einen Test mit meinem Focus gemacht.

    Fahrzeug/Motordaten

    Focus MK 1 - Tunier
    1250 KG
    manuelle 5-Gang-Schaltung

    80 km/h @ 2000 UPM
    120 km/h @ 3250 UPM

    1,6 Liter Otto
    Zetec SE
    Hubraum: 1596 ccm
    Zylinder: 4
    Ventile: 16
    Nennleistung: 74 KW /100,64 PS @ 6000 UPM



    Testdurchführung:

    1. Vollgetankt bis zum zweiten Abschalten der Zapfpistole

    2. 25 Kilometer Autobahnfahrt zum Warmfahren, da ansonsten die erste Testfahrt den deutlich erhöhten Warmlaufverbrauch mit drin hätte.

    3. Vollgetankt bis zum zweiten Abschalten der Zapfpistole

    4. Durchführung der ersten Testfahrt: Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h

    5. Rückkehr zur Tankstelle nach dem Ende der ersten Testfahrt

    6. Vollgetankt bis zum zweiten Abschalten der Zapfpistole - Verbrauchsermittlung

    6. Durchführung der zweiten Testfahrt: Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h

    7. Rückkehr zur Tankstelle nach dem Ende der zweiten Testfahrt

    8. Vollgetankt bis zum zweiten Abschalten der Zapfpistole - Verbrauchsmessung


    Konditionierung:

    Motor durch 25 KM Autobahnfahrt auf Betriebstemperatur gebracht, Tankstelle und Durchführungszeit so gewählt das keine Wartezeiten an der Tankstelle entstanden, während denen der Motor abkühlt und die Betriebstemperatur verlassen hätte. Klimaanlage und Licht aus. Fenster geschlossen.

    Teststrecke: Die Teststrecke war für beide Testfahrten absolut identisch, was auch durch den Tageskilometerzähler bestätigt wurde. Es wurde auf der selben Autobahn gefahren, nach 50 Kilometer Autobahn wurde umgedreht. Insgesamt muss auf dieser Strecke das Fahrzeug 18 mal auf Reisegeschwindigkeit beschleunigt werden.

    Tankstelle --> 5 Kilometer Überland --> 50 Kilometer Autobahn --> 50 Kilometer Autobahn zurück --> 5 Kilometer Überland zurück --> zurück an der selben Tankstelle. Gesamtdistanz: 110 Kilometer pro Testfahrt = 220 Kilometer ingesamt.


    Allgemeine Hinweise, Tempo 80 Testfahrt: Um einen möglichst geringen Verbrauch zu erzielen wurde an der Vollastkurve gefahren (75 % Vollgas zur Vermeidung der Vollastanreicherung, Tempo 30 = 4 Gang, Tempo 40 = 5. Gang)
    Das Tempo wurde stur gehalten, egal wie dicht der 40 Tonner aufgefahren ist (hat mich dann auch brav überholt)




    Allgemeine Hinweise, Tempo 120 Testfahrt: Überlandfahrt ist auf 80 limitiert = Verbrauch für diese Strecke also identisch. Ebenfalls Fahren an der Volllastkurve (75 % Vollgas zur Vermeidung der Vollastanreicherung, Tempo 30 = 4 Gang, Tempo 40 = 5. Gang), diesmal jedoch hoch bis 120 statt 80.
    Auch dieses Tempo wurde während des gesamten Autobahnabschnitts stur gehalten.




    Nun zum Ergebnis: Nochmals weise ich daraufhin, das beide Fahrten mit bereits betriebswarmen Motor durchgeführt wurden, was die Verbräuche kräftig nach unten drückt da die Warmlaufphase wegfällt.


    Tempo 80: 5,02 Liter Super E5

    Tempo 120: 7,08 Liter Super E5


    Das sind satte 41,04 % Mehrverbrauch! :verrueckt:


    Zweifellos geht der Großteil dieses Mehrverbrauchs auf den drastisch erhöhten Luftwiderstand zurück. Da dieser sich bei doppelter Geschwindigkeit vervierfacht ist er - je nach Fahrzeug - ab etwa 60 km/h der mit Abstand stärke Fahrtwiderstand.

    Erschwerend kommt beim Benziner das hohe Drehzahlniveau dazu. 3250 UPM klingen eigentlich gar nicht so schlimm doch das sind immerhin 1250 UPM /75000 UPM pro Minute/Stunde mehr = 62,5 % mehr.


    Aktueller Spritpreis: 1,70 €


    Tempo 80:
    Kosten für 100 Kilometer: 8,53 €
    Kosten für 1000 Kilometer: 85,34 €
    Kosten für 10000 Kilometer: 853,4 €
    Kosten für 12000 Kilometer: 1024,08 €




    Tempo 120:
    Kosten für 100 Kilometer: 12,04 €
    Kosten für 1000 Kilometer: 120,36 €
    Kosten für 10000 Kilometer: 1203,60 €
    Kosten für 12000 Kilometer: 1444,32 €



    Mehrkosten 120 km/h
    100 Kilometer: 3,51 €
    1000 Kilometer: 35,02 €
    10000 Kilometer: 350,20 €
    12000 Kilometer: 420,24 €

    Ob diese Mehrkosten den Zeitvorteil wert sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Beachten sollte man lediglich, das mit weiter steigender Geschwindigkeit der Luftwiderstand immer stärker steigt... bei 160 ist der Verbrauch mit Sicherheit mehr als doppelt so hoch.




    5,02 Liter bei Tempo 80, ein hervorragender Wert für einen primitiven Saugbenziner. Hier zeigt sich aber auch das Dilema der Ottomotorenentwickler.

    Denn unter normalen Bedingungen

    20 km Arbeitsweg hin
    20 km Arbeitsweg zurück
    + Privatfahrten
    = 12000 Kilometer im Jahr - hart an der Dieselgrenze... in Zukunft darüber

    braucht der Benziner nämlich trotz Tempo 80 und unter Ausnutzung aller Spritspartechniken über 7 Liter. Neben dem technisch bedingten Mehrverbrauch versauen vor allem die deutlich strengeren Abgasvorschriften dem Benziner im Direktvergleich mit dem Diesel die Bilanz. Sofort nach dem Anlassen, muss der Otto nämlich den Kat schnellstmöglich auf Betriebstemperatur bringen... koste es was wolle und ohne Rücksicht auf Verluste.


    Während der 2 Liter Diesel eines Bekannten nach dem Kaltstart mit 800 UPM gemütlich rumort, rennt der Otto sofort mit fast 1500 UPM los.... und versaut sich damit binnen von Minuten jeglichen Kurzstreckenverbrauchsvorteil den er aufgrund der kleineren Maschine eigentlich haben sollte.
     
  2. #2 Mondeo-Driver, 12.09.2012
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    Die Ergebnisse kann ich nachvollziehen und auch bestätigen. Hab mit 100-110km/h Reisegeschwindigkeit einen Verbrauch von 5,5l "erfahren" ......
    gar nicht mal so schlecht für einen 14 Jahre alten Saugbenziner :lol: mit 1,8l und 116 PS als Turnier.
     
  3. Chef_2

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    Jup kann ich auch bestätigen ;) bei 80kmh braucht mein 1,8l Zetec 5,5 Liter :D

    Bei meinem Diesel bei 110kmh dümpelt der so bei 4,5 Liter rum.... das ganze hat nur ein Problem...

    Wenn ich mit meinem Diesel 80 Fahre, muss er gerade gehn... weil mit Berg ist da nimmer viel ---> Turbo ist abwesend

    Und wenn man Schalten muss, geht der verbrauch auch wieder hoch...
     
  4. #4 Kletterbuxe, 12.09.2012
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    Gerade wenn ich weite Strecken fahre (300km +) dann ist es mir die halbe Stunde auch nicht wert, da 20 € mehr zu verballern, aber 80 auf der Autobahn???
    Da muss man ja Angst um sein Leben haben, mal abgesehen davon, dass man ein echtes Verkehrshindernis ist.
    Die Brummis fahren soooo dicht auf...ohne Ohropax & Sonnebrille gegen Hupe und Lichthupe geht da gar nix. :cooool:
    Und dass man geschnitten und ausgebremst wird muss man dann auch über sich ergehen lassen...den Stress hat man nicht, wenn man sich mit 90-110 in den fließenden Brummiverkehr einordnet...aber 80 ist nur theoretisch machbar...

    Aber danke für Rechnung & Versuchsdurchführung.
     
  5. Chef_2

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    Naja... ich hab da auch scho 1 Ar.... getroffen...

    Der war recht weit weg... und ich mit meinen 115kmh (meine reisegeschw.) einen LKW überholt...

    Der depp fährt dich auf hubt wie auch immer... überholt mich... fährt vor mich und bremst mich aus...

    normal sollte man diese Leute gl. anzeigen.... weil das ist nötigung!
     
  6. #6 Fordbergkamen, 12.09.2012
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    Moin,
    deine Messfahrt finde ich super! Ich habe selbst schon solch einen Verbrauch "erfahren", allerdings sind die Messdifferenzen auf deinen kurzen Umlauf doch erheblich. Da müsste schon über einen längeren Zeitraum ausgewertet werden.
    MfG
    Dirk
     
  7. Rathi

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    Ich finde Deine Bemühungen auch äußerst lobenswert! :top1:
    Allerdings fehlt mir so ein bischen der Sinn dahinter.
    Sollen wir jetzt alle 80 fahren und die, die es sich leisten können nur 120?
    Daß mehr Geschwindigkeit mehr Sprit fordert war mir auch vorher klar.
     
  8. Chef_2

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    Das Problem ist... die meisten wissen es... aber einmal auf der Autobahn, fehlt die selbstbeherrschung. Menschliche entscheidungen belaufen sich meistens auf emutionen und nicht auf intelligenz.

    Demzufolge ist das Benzin noch viel zu billig! Weil die, die mit 130+ fahren und So. morgens mit dem Auto zum Bäcker fahren sind die, die am meisten an der Tanke stehn und motzen...

    Wenn man aber genau den Leuten erklären möchte, dass wenn sie ihre fahrweise ändern, sparen würden... das interessiert nicht.... diesem Leute wünsche ich von ganzen Herzen, das der Liter bald 3,50€ kostet!
     
  9. #9 cryptkeeper, 12.09.2012
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    Ja, eigentlich sollte jedem Menschen klar sein, dass niedrigere Geschwindigkeiten auch weniger Spritverbrauch bedeuten. Leider ist in Deutschland, selbst bei Selbstbeherrschung, kaum ein Topwert in Sachen Minimalverbrauch zu erreichen.

    Wir fahren mindestens 2mal im Jahr zur Verwandtschaft nach Österreich. Etwa 400km deutsche Seite, dann nochmal 400km auf österreichischen Autobahnen. Waren letzte Woche mit dem Fusion meiner Freundin auf Reise und fahren dann etwa 120 bis 130km/h, sowohl in Deutschland als auch in Österreich. Trotzdem verbrauchen wir (egal mit welchem Fahrzeug) auf deutschen Autobahnen 1 bis 1,5 Liter mehr. Warum???

    Leider gibt es immernoch viel zu viele Menschen, denen selbst Benzinpreise jenseits der 1,70 EUro Marke recht egal sind. Von Wirtschaftskriese ist auf deutschen Autobahnen kaum etwas zu merken. Als normaldenkender Autofahrer hat man also nur die Möglichkeit sich entweder hinter dem LKW voll einzubremsen, oder ist gezwungen zu beschleunigen, bevor der nächste Audi in den Kofferraum reinschlüpfen will. Und genau das kostet Sprit...

    Auf österreichischer Seite passiert es eher selten, dass ein Autofahrer die zugelassenen 130km/h auf der Autobahn überschreitet und wenn, dann um 10 bis 20 km/h. Wenn man die Möglichkeit besitzt, ungebremst und ohne unnötigen Beschleunigungsaktionen dahinzugleiten, fährt man einfach mit Optimalwerten.

    Achja, wir waren im Ösiland mit knapp unter 5 Liter Super unterwegs. Bei Benzinpreisen von 1,49 Euro fast schon schade, dass wir nur einmal tanken mussten *g*. Dafür war der Tank dann in Deutschland recht flott leer und wir waren von den 1,78 Euro wieder einmal schockiert...
     
  10. #10 Spiderx2, 13.09.2012
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    Die Höhe des Benzinpreises als Alibi für ein Spritsparendes Verhalten herazuziehen ist ein zweischneidiges Schwert.

    Nehmen wir einmal an das eine Million Autofahrer die Super 95 E5 tanken ihre Fahrweise so anpassen das diese einen Verbrauch von 6 Litern auf 100 km Verbauchen das wäre dann ein Geamtverbrauch von 6.000.000 Liter sagen wir bei einem Benzinpreis von 1,76 wären das dann 10.560.000 Euro an Benzinkosten.
    Sagen wir das diese 1.000.000 Autofahrer nun so fahren das ihr Verbrauch auf 7,5 Liter auf 100 km ansteigt das wären dann 13.200.00 Euro an Benzinkosten.
    Die Differenz wäre dann 2.640.000 Euro .
    Nun gehe wir mal davon aus das in Deutschland so 50.000.000 Autos fahren würden (genaue Zahl ist mitnicht bekannt).
    Dann wäre die Differenz zwischen 6 und 7,5 Litern Verbrauch 132.000.000 Euro und wenn alle Autofahrer mit 6 Litern fahren würden wäre dies eben die Finazielle Ersparnis welche aber dem Ölkonzernen fehlt und die Folge davon wäre wohl das der Benzinpreis noch weiter steigt und der Autofahrer nichts spart bzw. möglicherweise noch mehr für den Liter Benzin zahlen muss .

    Somit ist der Autofahrer im jeden Fall im Nachteil.

    Nun ist es aber so das der Grossteil nicht Spritsparend fahren will oder kann.
    z.B.

    Nehme ich mich selbst einmal als Beipsiel.
    Mein privaten Abläufe sind aus Notwendigkeit so organisiert so das für bestimmte Sachen ein bestimmter Zeitrahmen zur Verfügung steht .
    Die Zeit für meinen Weg zur Arbeit ist so kalkuliert das ich bei normalem Verkehr und einer Geschwindigkeit von 120 km/h dort pünktlich ankomme.
    Ist diese Geschwindigkeit für einen Teil der Strecke nicht möglich so muss ich die Geschwindigkeit auf dem anderen Streckenteil erhöhen um im Zeitrahmen zu bleiben,dadurch habe ich ein Mehrverbrauch und höhere Kosten.
    Würde ich jetzt in Kauf nehmen zu spät zur Arbeit zu kommen wäre das für mich ein finazieller Verlust im Verdienst den ich mir nicht leisten kann.
    Komme ich pünktlich und musst dafür die 120 km/h stark überschreiten habe ich natürlich auch einen Verlust durch den Mehrverbrauch der aber so minimal wäre so das der Verdienstausfall da mehr ins Gewicht fallen würde.
     
  11. #11 Mondeo-Driver, 13.09.2012
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    Ich hab zB kein Problem damit mit 120-130 über die Bahn zu "schleichen" :) ......
    Nur der Audi bzw BMW der mit >160 hintermir angeflogen kommt hat das Problem, aber das ist nicht mein Problem sondern seins :D .....
    .... aber das werden dann GEschäftsreisende sein die schnell von Firma A nach Firma B kommen müssen und Zeit ist schließlich Geld und wer hat schon Geld ? ;)
    Aber dann maulen die rum wenn die erwischt werden (ich wünschte das würde öfter mal passieren)
     
  12. #12 Fischmeister, 13.09.2012
    Zuletzt bearbeitet: 13.09.2012
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    Ich glaub du hast die Marktwirtschaft nicht verstanden. Die Nachfrage bestimmt den Preis. Geht die Nachfrage zurück, geht der Preis runter und nicht hoch. Erst wenn die Leute viel davon wollen, kann man die Preise anziehen.

    Deine zweite Ausführung ist die Grundlage der Physik. Da heißt es: Was man an Kraft spart, muss man an Weg zulegen. Dieses Verhältnis, was auch in der anderen Richtung gilt, begleitet jeden Menschen sein ganzes Leben. Man muss immer etwas opfern, um etwas anderes zu bekommen. Aber dafür hat der Mensch die Möglichkeit bekommen, nach Prioritäten zu entscheiden. Sonst würde man dauernd in der Zwickmühle stecken.
     
  13. #13 Spiderx2, 13.09.2012
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    Mag schon sein das ich die Marktwirtschaft nicht vertsanden habe ,aber Fakt ist das der Benzinpreis auch bei sinkender Nachfrage steigen wird bzw. gestiegen ist .
     
  14. #14 Andreas_S., 13.09.2012
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    Hallo zusammen

    Benzinpreis und Marktwirtschaft. Ein guter Witz. So lange die Energieversorgung keinem richtigen Wettbewerb unterliegt, wird der Preis nur eine Richtung kennen.

    Der Versuch ist gut und sehr anschaulich. Er mag absolut nicht präzise genug sein, da die Anzahl der Wiederholungen einfach nicht reicht, aber die Tendenz ist eindeutig.

    Ich habe etwa 20 km einfachen Weg zum Arbeitsplatz.
    1km innerorts
    7km Landstraße (davon 1km 70km/h und 6km mit 100km/h)
    7km Autobahn (ohne Limit)
    3km Landstraße (70km/h)
    2km innerorts

    Da kann ich auf der Autobahn nur Geld verlieren, aber keine Zeit gewinnen.
     
  15. #15 Kletterbuxe, 13.09.2012
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    Du kennst Fakten der Zukunft? Klasse Sache!
    Wann ist denn die Nachfrage mal gesunken? Kann mich jetzt nur an 2008/09/10 erinnern, und da ist auch der Benzinpreis gefallen...der war ja schon mal auf 1,70 oder so...und während der Kriese auf 1,50 € (bitte nicht auf genaue Zahlen festnageln...es geht mehr um die Relationen)

    Das geschilderte Problem steht und fällt mit deiner Kalkulation. Ist schon klar, dass man ständig 130 fahren muss, um nen 100er Schnitt zu schaffen, wenn die Zeit gleich bleiben soll, weil man ja auch mal ausgebremst wird, oder es einfach nicht voran geht.
    Aber würdest du einfach 10 min eher aufstehen und diese 10 min auch eher losfahren erübrigt sich jegliche Diskussion um "Rasen gegen den Verdienstausfall".
     
  16. #16 dridders, 13.09.2012
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    was fuer Notwendigkeiten sollten das sein, das keine 5min Zeit bleiben?
    Ich fuer meinen Teil habe einen Weg von 65km einfach zur Arbeit, davon etwa 45km Autobahn. Frueher 130, heute 90-100 (jeweils Tacho) zwischen/hinter den LKWs. Ergebnis: von umgerechnet 9l auf unter 7,5l runter. Selbst bei CNG spare ich damit taeglich 1,20 EUR, bzw. im Monat ueber 24 Euro. Bei Benzin waeren es wohl ueber 50 Euro im Monat. Zeitverlust liegt bei 5-10 Minuten je Strecke, was vorher 50min waren sind jetzt halt 60. Rushhour ist der Zeitverlust auch spuerbar geringer als in "Ruhezeiten", gerade zur Rushhour verliert man kaum was, da man links permanent am Bremsen ist, selbst bei 130.
    Zeit wieder rein fahren die ich vorher auf der Strecke verloren habe kann man doch eh vergessen. Ich mag mal die Zeit wieder rein fahren die mich ein ueberholender LKW gekostet hat, das sind aber auch Peanuts. Wenn aber auch nur ein kleinerer Stau auf der Strecke ist kann ich eh alles vergessen. Wenn der dann womoeglich noch in der Naehe vom Ziel kommt erstrecht. Ergo muss ich so oder so entsprechend Zeit fuer einen moeglichen Stau einplanen und frueher los fahren. In meinem Fall z.B. min. 50% Sicherheitsfaktor um ggue. meinem Arbeitgeber ein gutes Gewissen zu haben, da ich einen normalen Stau so noch ausgeglichen bekomme.

    Die Geschichte Deutschland/Oesterreich macht nur deshalb einen Unterschied weil viele eben nicht vorausschauend fahren oder sich von schnellern eingeschuechtert fuehlen. Bei vorausschauender Fahrweise ist es kein Problem entsprechend ohne grosse Geschwindigkeitsaenderungen oder gar bremsen "hinzufliessen". Dafuer muss dann schonmal ein schnellerer vom Gas gehen... oder wenn er denkt er koennte jemanden wegdraengeln in die Eisen steigen. An anderer Stelle geht man halt selbst mal eben vom Gas und laesst noch einen durchziehen.
     
  17. Chef_2

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    Ja also selbst wenn ich strecken von 400km fahre.. ich fahre da meine 110 (nach Navi) und bin nur wenige Minuten später am Ziel....

    Ist also totaler Quatsch zu rasen...

    Zu den Spritpreisen.... Es wird nun recht wenig ausmachen, ob man 8 oder 6 Liter verbraucht... man muss sich hier eher fragen, wie die Weltnachfrage ist... und dann schaut mal, wie viel % vom Öl in Autos fließt... ja es ist der kleinste Teil!

    Zudem kommen hier die verkommenen Zigeuner an der Börse... die gehören alle nacheinander beseitigt! Vorallem die, die dann noch auf Lebensmittel zocken!

    Es ist komisch, dass wir 1,74€ zahlen... der €/$ kurs aber bei 1,30 ist....

    Der Rohölpreis ist bei 98$/Barrel

    Hier mal der Vergleich zu 2008:

    1,69€, Euro/Dollarkurs: 1,55, Barrel: 140$


    Ich wer das nun hier mal erläutern warum die Preise wirklich steigen! Ein Unternehmen (auch Öl-Konzerne) sind ein Wirtschaftliches Unternehmen... dieses muss auf Gewinn ausgelegt sein...

    Es ist Pro Jahr ein Gewinn von 10% erwünscht (sonst könnte man sein Geld auch anlegen)

    Gehen wir jetzt mal davon aus, dass unternehmen hat jetzt 1Mio. Gewinn im Jahr XY gemacht...

    Somit muss es im Jahr darauf 1.100.000 € machen also schon mal 100.000€ mehr.

    Im folgejahr sind es nun schon 1.210.000€

    Im Jahr darauf wären es 1.331.000€

    Rechnen wir nun mal 1.000.000 zu 1.331.000€... macht eine differenz von 331.000€ mehr in 2 Jahren... und ist klar, wer diese Gewinne bezahlt...

    Das problem ist, dass eine Wirtschaft nicht unendlich wachsen kann... somit bricht irgendwann alles zusammen bzw. es gibt eine Inflation.

    Ich bin mir nicht sicher, ob den Bürgern dieses Wirtschaftssystem überhaupt bewusst ist... es schimpft zwar jeder über die Politiker und über die Abzocker der Ölmultis... (ich auch)

    Aber die wirkliche tragweite überschauen die wenigsten... es interessiert auch niemand...

    Zu den Lösungen:

    1. wie bekommt man die Kriesen in den Griff.... jedenfalls nicht durch Geld ins System blasen dadurch fahren wir noch viel schneller an die Wand...

    Wenn ich nun in Raum stelle... wir sollten das Geld vernichten, das es in der Realwirtschaft nicht gibt, wird mich jeder erst mal fragend anschaun... aber überdenkt das mal.... Zinsen sind keine realwerte und existieren damit nur auf dem Papier.... hat nichts mit realwirtschaft zu tun!

    2. Unser Weltweites Finanzsystem ist auf "scheitern" aufgebaut. Es kann gar nicht anderst als nach einer gewissen Zeit zusammenbrechen....

    Bin jetzt wohl etwas vom Thema gekommen.... jedoch ist es zu einfach, immer nur zu schimpfen... man sollte zuerst mal das System hinterfragen und verstehen.
     
  18. Rathi

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    Ich bitte vielmals um Entschuldigung daß mein Bäcker eben nicht mit dem Fahrrad zu erreichen ist, außer die Brötchen solls erst zu Mittag geben.

    Dafür bin ich aber auch einer der seine 1,65 für Super 100 gerne zahlt. :D
     
  19. #19 Lord Arakhor, 13.09.2012
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    Richtig - wenn auch schlecht für die Umwelt - ist das ab einem Einkommens/Kostenfaktor viele Außendienstler gar nicht schnell genug fahren können.

    Übertrieben gesagt, auch wenn die Karre dann 25 Liter säuft ist das für die Firma immer noch billiger als wenn er 5 Minuten später beim Kunden ist.
     
  20. #20 Mondeo-Driver, 14.09.2012
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    Mondeo FLH MK3 2.0

    leider wahr :mies: ... aber um Verspätungen ggf anzukündigen gibts doch sowas wie ein Telefon oder haben die keine Freisprechlaberquatscheinrichtung im Benz/BMW-etc. ??
     
Thema:

Der Preis der Geschwindigkeit

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