Die lieben Radfahrer

Diskutiere Die lieben Radfahrer im Recht, Gesetz & Versicherung Forum im Bereich Ford Forum; Hallo liebe Gemeinde, hätte da mal eine Frage, die mich wirklich beschäftigt: Heute Morgen (vor Sonnenaufgang) kam mir auf einer schmalen...

  1. albelo

    albelo Benutzer

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    Hallo liebe Gemeinde,

    hätte da mal eine Frage, die mich wirklich beschäftigt:

    Heute Morgen (vor Sonnenaufgang) kam mir auf einer schmalen Landstraße ein Radfahrer ohne jedes Licht entgegen. Auch noch dunkel gekleidet - also wirklich perfekt getarnt. Ich bin zwar erschrocken, aber es ist gottseidank nichts passiert.
    Ein Kollege, dem ich das erzählt habe, meinte, dass vor allem ich das Glück hatte, denn bei einem Unfall mit Radfahrern oder Fußgängern hätte man immer mindestens zum Teil schuld.
    Kann das sein?

    Und um mich mal kurz über die radfahrenden Knalltüten auszulassen:

    Einige fahren "brettlbreit" auf der Straße, obwohl ein nagelneuer Radweg vorhanden ist - was oft ein Bremsmanöver nötig macht, um den Radler nicht zu gefährden. Ist die Benutzung wirklich freiwillig? Und was macht man, wenn der Radfahrer aus der falschen Richtung kommt? (Fahre öfters aus einer Einmündung, quere dabei einen Radweg, dessen Fahrtrichtung vorgeschrieben ist - mit Pfeilen auf Schild und Weg - aber leider halten sich wenige daran - da war es auch schon einmal ziemlich knapp, als plötzlich von rechts einer an mir vorrüber schoss...

    habt Ihr da Erfahrungen gemacht oder kennt die Rechtslage genau?

    Viele Grüße,

    albelo
     
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  3. #2 Bruce87, 29.02.2012
    Bruce87

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    Ja, sowas kenn ich auch :rasend:... wäre fast mal mit nem Radfaher sowie Jogger kollidiert :nene2:.

    Mein Sachstand ist auch, dass man bei sowas als Autofahrer immer mit dran ist. Kann ich allerdings in solchen Fällen nicht nachvollziehen :mies:.

    Liegt wahrscheinlich daran, dass man als Autofahrer auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen und auch mit deren Dummheit rechnen muss/soll :doh:.

    Am liebsten sind mir auch die Kamikaze-Fahrer, die ohne Licht von der falschen Seite kommen :entsetzt:. Da würde man im Falle eines Unfalls am liebsten Aussteigen und nochmal nachtreten :schlag:.
    Aber wir sind ja friedliebend :boesegrinsen:!

    Vielleicht kennt sich jemand mit der Thematik besser aus, würde mich jedenfalls auch über ne sackundige Antwort freuen.
     
  4. Syde

    Syde Regrooveable...

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    Also ich denke das hängt meist vom Einzelfall ab, in der Fahrschule (für LKW) haben uns die Fahrlehrer auch allerlei Horrorgeschichten über Radfahrer erzählt die klar schuld waren, der Autofahrer aber immer eine Teilschuld bekommt. Grundsätzlich ist auch ein Radfahrer ein Verkehrsteilnehmer und in dem Fall der Schwächere, deswegen wird er immer eine Art Bonus haben, aber keinen Freibrief.
    Man weiss aber das jeder Autofahrer, der sich auf ein Fahrrad schwingt, plötzlich ein ganz anderer ist, da werden rote Ampeln überfahren, Vorfahrten misachtet, etc... Ich persönlich halte mich eher im Hintergrund und verzichte lieber mal auf Vorfahrt oder Recht, als ein Verfahren zu riskieren. Deswegen rege ich mich nicht minder über dieses Pack auf, aber was nützt es?

    Beispiel aus persönlicher Erfahrung:
    Mir ist im letzten Jahr ein 15jähriger Bubi ins Auto gefahren, ich stand in einer Einmündung aus einer Spielstrasse und wollte in eine 30iger Zone rechts abbiegen. Damit ich das kann, muss ich um zu sehen ob etwas kommt, den FUSSweg blockieren (sehr sinnfreie Anordnung). Beim losfahren, liegt der plötzlich auf meiner Haube... Trotz ähnlicher Geschichten der Fahrlehrer, habe ich zweifelsfrei Recht bekommen. Er fuhr entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf einem ausgewiesenen Fussweg ohne Licht und ist in mich rein gefahren.
     
  5. #4 Andre1982, 29.02.2012
    Andre1982

    Andre1982 Guest

    Soweit ich weiss, ist die Benutzung des Radweges Pflicht.

    Aber um mich auch mal auszukotzen:

    Schlimm sind auch die Ars**löcher auf ihren Rennrädern.

    Wenn die immer zu zweit oder zu dritt nebeneinander auf der Straße herfahren.

    Da würd ich manchmal gerne runterschalten und reinbrettern.

    Vorallem wenn man dann nicht vorbeikommt.

    Ich hab schon oft das Fenster runter gemacht und meinen Unmut lautstark geäussert.

    Und dann zicken die Spinner noch rum.

    Irgendwann fahr ich die übern Haufen. Mit purer und voller Absicht.
     
  6. #5 Bruce87, 29.02.2012
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    Versteh die Leute nicht, die sich total in ihrer Rolle als Pkw-Fahrer und Radfahrer unterscheiden. Klar, ich bleib als Radfahrer auch nicht an jeder roten Ampel nachts stehen und warte bis es grün wird, genauso wenig mach ich aber auch bei ner gelben Ampel ne Gefahrenbremse.

    Ich für mein Teil achte als Radfahrer schon allein auf den Verkehr, weil mir meine Gesundheit teuer ist. Stichwort Ausfahrten: Auch als Radfahrer mal den Fuß vom Pedal nehmen, kann unangenehme Flugeinlagen verhindern, egal wer schuld ist. Gleiches gilt natürlich auch für mich als Autofaher :lol:.



    Einfach mal mehr Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen:
    1. Nicht Drängeln
    2. nicht den mittleren Fahrstreifen auf der AB blockieren, wenn rechts alles frei ist,
    3. Blinker und Spiegel nutzen(!)
    4. Auch mal beim Überholen warten können, um schnelleren Verkehr nicht aus zu bremsen
    5. weniger stark motorisierten Fahrzeugen aber auch die Chance zum überholen geben.
    6. einfach mal das Hirn einschalten
    7. Reißverschluss-Verfahren verinnerlichen ;)
    8. Nicht imemr auf dem eigen Recht bestehen.
    9. bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter ....
    Aber jetzt wieder Back to Topic :lol:.
     
  7. #6 Timo1986, 29.02.2012
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  8. albelo

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    Hi,

    danke für den Link, Timo!
    Das beantwortet schonmal die rechtliche Seite sehr gut.
    Was ich ich zu 100% unterschreibe, ist die Verpflichtung, auf den Schwächeren Acht zu geben. Jeder macht mal Fehler - die sollte man im Straßenverkehr schon mit einkalkulieren. Nur - was ich oft beobachte sind keine Fehler, sondern mutwilliger Leichtsinn.

    Ja - die nebeneinander fahrenden Möchtegern-Didi-Turaus bringen mich immer wieder mal zur Weißglut. Letztes Jahr ist auf der B299 ein regelrechter Stau entstanden, weil die Vollpfosten in ihrem Presswurst-Outfit sogar zu dritt nebeneinander fuhren! Sogar die Polizei fuhr in der Kolonne mit. Und ich rieb mir im Geiste schon die Hände, dass es den Vollpfosten jetzt mal an die Geldbörse geht.
    Nö!
    Sind auch an denen vorbei gezuckelt.... Wahrscheinlich Kollegen...

    Albelo
     
  9. #8 Andreas_S., 29.02.2012
    Andreas_S.

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    Hallo zusammen

    Es gibt Radwege mit und ohne Benutzungspflicht. Es wird im Moment sogar über eine generelle Aufhebung der Benutzungspflicht diskutiert. Nicht alles was neben der Fahrbahn für Kfz verläuft, ist ein Radweg.

    Alle Verkehrsteilnehmer sind gleichgestellt.

    Es gibt eine Sorgfaltspflicht gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern.

    Ihr müßt immer mit einem unbeleuchteten Hindernis rechnen. Ob Radfahrer oder was anderes. Wenn Ihr das Hindernis rammt, wart Ihr zu schnell oder nicht aufmerksam. Eine Teilung der Schuld ist hier aber anzunehmen.

    Beleidigungen gegen andere Verkehrsteilnehmer zeugen nicht gerade von ausgeprägten Regelkenntnissen und sind in der Beurteilung der Sachlage nicht förderlich.
     
  10. #9 Bruce87, 29.02.2012
    Bruce87

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    Doof nur, wenn der Radfahrer in dich reinbrettert z.B. bei Rausfahren aus der Ausfahrt (Stichwort: Langsames Raustasten)
     
  11. #10 Andreas_S., 29.02.2012
    Zuletzt bearbeitet: 29.02.2012
    Andreas_S.

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    Hallo Bruce

    Ist schon klar. Aber schaut Euch die einschlägigen Urteile mal an. Der Autofahrer wird kaum ungeschoren davonkommen.

    Es gibt wohl in jeder Gemeinde Ecken, die nicht sicher zu benutzen sind. Hof- und Grundstücksausfahrten sind oft völlig inakzeptabel.

    Meine Meinung zu diesem Thema, wie das gelöst werden kann: Gleiche Strafen für gleiches Vergehen inkl. Punkte auch für Radfahrer und Fußgänger. Falls kein Führerschein vorhanden ist muß halt entsprechend mehr verlangt werden. Kompensation mit Faktor X und Sperrvermerk, falls so jemand doch einmal den Führerschein machen möchte.

    Ich kümmer mich in einem Projekt in Hockenheim um vernünftige Radwege und habe mich doch ziemlich in die Vorschriften einarbeiten müssen. Das sind aber die baulichen Dinge, die Verkehrserziehung läuft über die Verkehrswacht.
     
  12. Pommi

    Pommi Guest

    Die Radwegpflicht ist seit ein paar Jahren nicht mehr. Warum, wieso, weshalb. Keine Ahnung. Ich benutze mit dem Fahrrad immer den Radweg. Selbst wenn der nur ein besserer Feldweg ist. Ausnahmen sind Schotterstrecken, da kommt man mit Rennräder nicht durch.

    Und schon früher durften Fahrradfahrer in Kolonnen und Sportfahrrädern nebeneinander fahren. Hintergrund: Was lässt sich einfacher überholen? 20 Fahrradfahrer mit 2 Meter Breite und 15 Meter Länge (sind z.b fast die Maße und Geschwindigkeit eines Traktors mit Anhänger) oder 20 Fahrradfahrer mit 1 Meter Breite und 50 Meter Länge? Das wäre bis auf die Breite 1 Sattelzug, der 2 andere mit Stange abschleppt. Der wäre auch nicht schneller.
     
  13. Syde

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    Richtig! :top1: Dabei rede ich nicht von Nachts mal über ne rote Ampel fahren, aber tagsüber in der Stadt auf vielbefahrenen Kreuzungen und am besten noch vor den Augen von Kindern, gehört der vom Rad und genauso viel Punkte aufs Konto, wie beim Autofahrer, schliesslich wollen sie ja alle Rechte, aber die Pflichten vernachlässigen viele.
    Weiss auch gar nicht warum, wie gesagt viele diese Jackyll und Hyde Mentalität aufweisen, wenn sie aufs Rad steigen, schliesslich gefährden sie ja nicht nur andere, sondern in erster Linie sich selbst.
    Wenn ich mit meinen Kids unterwegs bin versuche ich immer auch auf die Autofahrer zu achten, dass es hierbei trotzdem noch Vollpfosten gibt die motzen, brauch ich ja wohl nicht zu erwähnen.

    Absolut richtig, aber zwei bis drei Mittvierziger in 100% Polyester mit Trinkflaschen für ein ganzes Batalion, mit Rennhelmen, voller Montur und den teuersten Rennrädern, die schwatzend, ihre Bäuche auf der Stange hängend, mit 20km/h daher "rasen", sind wohl kaum als Kolonne zu bezeichnen :lol::) Und ich denke um den Typ Rennradfahrer ging es. :)
     
  14. #13 RedCougar, 29.02.2012
    Zuletzt bearbeitet: 29.02.2012
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    Anstatt über Radfahrer zu meckern, sollte man selbst mal wieder ne weile nur mit dem Rad unterwegs sein. Als mein Cougar wegen dem Motorschaden stand, hab ich so viele Kilometer mit dem Rad zurückgelegt, wie schon seit Teenie-Tagen nicht mehr.

    Ich könnt jetzt jede menge Lieder von Autofahrern singen, die dermaßen dicht an mir vorbeigefahren sind, die aus Seitenstraße hervorschossen und mich ein paar mal nur haarscharf verfehlt haben. Ich habe vorher auch manches mal über Radfahrer geschimpft, aber zwischenzeitlich sehe ich das doch wesentlich differenzierter. Heut schimpf ich (fast) nur noch, wenn kein Licht benutzt oder sich halsbrecherisch durch den Verkehr geschlängelt wird. Ansonsten heißt es bei mir: Leben und Leben lassen.



    PS. Vor 12 Jahren hat mein Sohn (damals 5) und mich - wir beide als Fußgänger unterwegs - mal ein Rennradfahrer über den Haufen gefahren. Ergebnis war bei meinem Sohn ein Schädelbruch und mein linker Augenhöhlenboden war neben Blutergüssen etc. zertrümmert, sowie einige Gesichtsnerven gequetscht. Glücklicherweise ist heute weder bei meinem Sohn noch bei mir etwas Wesentliches nachgeblieben und was ich damit sagen will: auch Radfahrer haben "schwächere" Verkehrspartner, auf die es heißt ein bissel Rücksicht zu nehmen. Nur mal so zum nachdenken an die "Rennradfahrer" ;)
     
  15. #14 HeRo11k3, 04.03.2012
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    Moin,

    Vor allem hatte der Unterbelichtete Glück, denn - Schuld hin oder her - ein Unfall zwischen Radfahrer und Autofahrer geht meist schlecht aus für den Radfahrer, ziemlich sicher deutlich schlechter als für den Autofahrer. BTDT, einmal selbst beteiligt, weil so eine Knalltüte spontan aus der Einfahrt kam und quer vor meiner Nase auf dem Radweg angehalten hat, einmal als Zeuge, wie an dem selben Radweg eine andere Knalltüte ohne zu schauen über den Radweg hinweg abgebogen ist und meinen Vordermann umgesemmelt hat.

    Zur Schuldfrage vermute ich, dass es in deinem Fall mindestens eine Teilschuld für dich gegeben hätte, da du mit unbeleuchteten Hindernissen auf einer Landstraße rechnen müsstest. (Bei den Funzeln, die nach StVZO leider noch an Fahrradlicht zugelassen sind, wäre ich mir nicht mal sicher, ob du ihn mit Licht besser gesehen hättest - oft sind die Reflektoren im Scheinwerferlicht besser zu sehen als die eigentliche Beleuchtung. Immerhin gibt es inzwischen bezahlbare (<100EUR) LED-Scheinwerfer für Fahrräder mit vernünftigem Licht und StVZO-Zulassung, die ich nur jedem Radfahrer empfehlen kann)

    Generell gilt: Ein motorisierter Verkehrsteilnehmer hat eine höhere Betriebsgefahr, die tendenziell eher zu einer Teilschuld führen kann - ebenso wie eine Geschwindigkeit oberhalb der Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn. Muss aber nicht, ganz krasse Gegenbeispiele sind sicherlich parkende/haltende Autos gegen Fahrräder.

    Die Radwegbenutzung ist nur dann verpflichtend, wenn der Radweg mit Blauschild gekennzeichnet ist und straßenbegleitend ist (was je nachdem wen man fragt schon nicht mehr der Fall ist, wenn der Radweg an einmündenden Straßen eine andere Vorfahrtsregelung als die Fahrbahn hat - typisch für Überland-Radwege) und auch ansonsten zumutbar ist (z.B. nicht alle 100m die Seite wechselt, überhaupt über einen abgesenkten Bordstein erreichbar ist, nicht zugeparkt ist, keine Ampelpfosten oder Plakatständer darauf stehen - es gibt da die bescheuertsten Konstruktionen)

    Verpflichtend ist idR dabei die Benutzung des rechtsseitigen Radwegs, es sei denn, der Radweg auf der linken Seite ist auch explizit mit Blauschild freigegeben.

    Den Kopf schütteln und ansonsten ignorieren. Oder der Polizei melden, dass an der Stelle doch bitte häufiger mal kontrolliert werden sollte. Gleichzeitig darauf hinweisen, dass generell weniger Radwege linksseitig freigegeben werden sollten, damit die Trantüten unter den Radfahrern sich endlich mal daran gewöhnen, dass das eben nicht die Normalität ist. Genausowenig wie die Tatsache, dass man schnellere Verkehrsteilnehmer ja hört und deswegen ohne zu schauen und ohne Zeichen zu geben vom rechten Fahrbahnrand links abbiegen kann... ich war bisher ca. fünfmal wirklich froh über meine guten Bremsen am Rad, einmal kam ein Fußgänger spontan auf die Straße gelaufen, dreimal halfen sie, die typischen Radweg-Unfälle mit PKWs zu entschärfen oder zu verhindern, und einmal hat ein älterer Herr das Glück gehabt, dass sein Fahrrad nicht mit meinem Bekanntschaft machen durfte.

    Alles weitere würde ich mir sparen, sonst endet das so wie die ganzen Oberlehrer, die mich regelmäßig anhupen, weil sie glauben, ein 50cm breiter Streifen roter Pflasterung mit S-Kurven um Bushaltestellen herum wäre ein Radweg, wo noch nichtmal die Straßenverkehrsbehörde sich traut, da Blauschilder aufzustellen.

    MfG, HeRo
     
  16. #15 Pommi, 04.03.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 04.03.2012
    Pommi

    Pommi Guest

    Nochmals in aller Deutlichkeit: Es gibt keine Pflicht mehr, einen Radweg zu benutzen. Ist vor ein paar Jahren abgeschafft worden. Und wie gesagt, selbst ich als Radfahrer kann es nicht verstehen. Muß man wohl auch nicht.

    Das Problem an den Schildern ist: Es muß bewiesen werden, dass die Gefahr auf der Straße höher ist als auf dem Radweg. Besonders an Kreuzungen und Einmündungen, da der Radweg meistens ausserhalb des Sichtbereichs des Autofahrers liegt.

    Diese Gefährdung wird aber selten bewiesen, sondern von der Stadt/Gemeinde einfach behauptet. Aus dem Grunde sind viele Zeichen unrechtmäßig aufgestellt.
     
  17. #16 Timo1986, 04.03.2012
    Timo1986

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    Hast du ne aktuelle Quelle dafür?

    ich bin der Meinung, wenn Radwege mit dem Zeichen 237, 240, 241 beschildert sind, müssen diese benutz werden.
     
  18. #17 Pommi, 04.03.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 04.03.2012
    Pommi

    Pommi Guest

    Im Grunde genommen schon. Aber ich vermute mal, das bei ca. 70% der Schilder ein Anwalt diese für Ungültig erklären lassen kann. Und zwar so, dass der Richter sagt: Das konnte sogar der Radfahrer sehen.

    Wie gesagt:

    1.) Es muss von der Stadt/Gemeinde bewiesen werden, dass der Radweg sicherer als die Fahrbahn ist. Meistens wird dies einfach nur behauptet. Es wird z. B. von 15.000 bis 20.000 Fahrzeugen pro Tag geredet. Das wird in Kleinstädten wohl seltenst erreicht. Höchstens mal auf einer querenden Bundesstraße wie die B3 zwischen Marburg und Kassel.

    2.) Der Radweg darf (ausser durch Einmündungen/Kreuzungen) nicht unterbrochen sein. Feldwege und Grundstückseinfahrten fallen da nicht darunter.

    3.) An den Auffahrten (Kreuzungen z. B.) muß der Bordstein abgesenkt sein.

    4.) Der Weg muß technisch in Ordnung sein. Ein Schlagloch hebt die Pflicht z. B. schon auf.

    Aber wie auch schon gesagt: Ich halte dies für Schwachfug. Besonders Nr. 1. Wir haben hier bei uns eine Walddurchfahrt. Ein funkelnagelneuer Radweg. Durch Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. Eben zur Fahrbahn, also noch nicht mal eine Regenrinne an den 2 Einmündungen. Und trotzdem fahren die Radfahrer auf der Straße.
     
  19. #18 HeRo11k3, 04.03.2012
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    Soweit ist das seit einigen Jahren richtig, aber wenn ein Zeichen dasteht und nicht erkennbar unrechtmäßig aufgestellt ist, muss noch immer der Radweg genutzt werden: http://www.verkehrsportal.de/stvo/anlage_2.php - Z 237 und folgende - die Radwegbenutzungspflicht ist also keinesfalls aufgehoben.

    Besonders schön an Stellen, an denen man schon einen oder mehrere Radweg-Unfälle miterlebt hat, die Stadt aber weiterhin meint "Andererseits ist aber die xxxstraße verkehrsmässig sehr stark belastet, dies insbesondere mit Lkw Verkehr. Zoll, Speditionen und die Autohäuser sind die Verursacher. Auch Busverkehr findet statt. Hier den Radverkehr auf der Straße zu führen halten wir für bedenklich."

    MfG, HeRo
     
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  21. albelo

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    Guten Morgen,

    wow - HeRo, Deine Beitraäge sind echt sehr interessant!
    Ich resümiere: Der "Stärkere" hat gegenüber dem "Schwächeren" eine gewisse Verantwortung, auch wenn der Schwächere so dumm ist, ohne Licht trotz Radweg auf der Straße in die verkehrte Richtung zu fahren.

    Ne- mal ernsthaft: Ich verstehe das und sehe das ein. Was mich aber aufbringt, ist die Tatsache, dass solche Leute andere in schreckliche Situationen bringen. Währen die also arglos durch die Gegend radeln, verursachen sie beim motorisierten Verkehrsteilnehmer Herzrasen und Schweißausbrüche.

    Gestern: Meinen Sohn vom Kino abgeholt, einen unbeleuchteten Radfahrer - gerade noch bemerkt - überholt und dabei kam ein anderer - ebenso unbeleuchteter Radfahrer entgegen. Das war eng!!!
    Ich war froh, dass nichts passiert ist, aber im nächsten Moment aber auch stinksauer. Was hätte da alles passieren können!

    Wenn ich dann daran denke, dass diese Batteriebetriebenen Fahrradbeleuchtungen für ein paar Euros zu haben sind, aber nicht die Dynamo-betriebene ersetzen darf!!!
    Wenn die potenziellen Selbstmörder dann wenigstens etwas reflektierendes tragen würden! Aber nööö - Schwarz ist eben todschick...

    Ich weiß ja nicht, wie die Radler in Eurer Gegend so drauf sind - aber hier in Mühldorf am Inn scheinen die beklopptesten rumzufahren....

    Herzlichst,

    Albelo
     
  22. #20 Fordbergkamen, 05.03.2012
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    Moin,
    von wegen Rücksichtnahme gegenüber schwächeren...
    Die Tage war ich als Fußgänger in Osnabrück unterwegs.
    Ruhige Nebenstrasse, ich gehe auf dem Gehweg als plötzlich ziemlich knapp links neben mir ein Radfahrer an mir vorbeifährt.
    Da war ich schon etwas sauer...
    Als ich dann den Kinderanhänger bemerkte, der zu mir nur noch im Millimeterbereich Luft hatte, bin ich richtig sauer geworden. Leider war der Depp schon aus meinem "Luftraum" verschwunden, bevor ich das alles richtig realisiert habe.
    MfG
    Dirk
     
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