Eine etwas längere Geschichte, wie man eine Focus kauft ;O)

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  1. #1 focuspaps, 05.06.2006
    focuspaps

    focuspaps Guest

    Unser neuer Focus oder wie man gekonnt ein Auto kauft

    Als wir 2001 unseren ersten Ford Focus kauften, hat mich das Auto von Anfang an beeindruckt. Anlaß zum Kauf war wieder einmal ein größerer Defekt an unserem schon etwas älteren Opel Vectra. Auch meine Frau hatte von dem Auto, das uns wohl finanzell ruinieren wollte, die Nase endgültig voll.

    Und just an diesem Tag las ich in der Zeitung einen Artikel mit der Überschrift „Ford Focus rettet den guten Ruf der deutschen Wertarbeit“. In der ADAC-Pannenstatistik (oder wars der TÜV-Bericht?) hatte der mir bis dahin nicht besonders aufgefallene Focus als erstes deutsche Auto seit 14 Jahren am besten abgeschnitten. Also fuhr ich mit dem Opel-Schrott zum Ford-Händler und war erst einmmal sehr erstaunt, dass mich der Verkäufer sofort wiedererkannte. Immerhin hatte ich mein letztes Auto bei ihm so vor 15 Jahren gekauft, und zwar einen Ford Fiesta Diesel, ebenfalls aufgrund eines Artikels in der ADAC-Zeitung, in dem der „Fistel“, wie ihn meine Frau später liebevoll nannte, als das „5-Liter-Auto“ bezeichnet worden war.

    Also gaben wir damals meinen – ähem – Opel Manta GT/E in Zahlung und hatten ehe wir uns versahen nach ein paar Monaten Lieferzeit einen Nagler vor der Türe.

    Wir waren mit den beiden Fiesta Diesel – einen davon zerstörte ein LKW – immer höchst zufrieden. Sie waren nicht nur besonders sparsam, sondern auch extrem zuverlässig. Einen Spritverbrauch von unter 4 Litern hat uns damals kaum jemand geglaubt, aber das war auf längeren Strecken tatsächlich so: 3,8 Liter auf 100 km! Und das 1984.

    Nach 16 Jahren, etwa 400.000 Kilometern und einigen Rostproblemem trennten wir uns vom Fiesta und kauften ... eben den besagten Opel Vectra. Naja, Schwamm drüber, jeder macht mal einen Fehler.

    Aber nun wieder zurück zu unserem ersten Ford Focus und zu „meinem“ Verkäufer. Zunächst mußte ich ihm mitteilen, welche Eigenschaften der Wagen möglichst nicht haben sollte. Meine Frau und ich (?) hatten entschieden, dass der Wagen weder Schwarz noch Weiß, kein Kombi und kein Diesel sein sollte. Aber einen CD-Player sollte er haben. Der Verkäufer stellt daraufhin fest, dass sich die Auswahl dadurch erheblich verringert hatte. Also marschierten wir in den Betriebshof und er zeigte mir einen Focus Futura in einer wunderschönen, glänzenden grünen Metallicfarbe. Mit Funk-Fernbedienung (sehr praktisch), Leichtmetallfelgen (geil), CD-Radio (Bombensound!), Sportfahrwerk (Straßenlage wie Klebstoff) und Klimaanlage. Eine Klimaanlage hatte vorher keines unserer Autos.

    Wir haben den Wagen gekauft.

    Und zweieinhalb Jahre später den zweiten. Der war nicht ganz so gut und trübte unseren guten Eindruck mit einigen kleineren Fehlern, insbesondere schien er in der Elektrik ein paar Macken zu haben (vier Birnen für die Hauptscheinwerfer in zwei Jahren, hin und wieder ein unmotiviertes Aufleuchten der Handbrems- bzw. Batteriewarnleuchten, gelegentlich unwilliges Starten). Aber da ein Ford Focus keine Macken zu haben hat, waren wir ihm irgendwann etwas beleidigt. Und fassten eine teuflischen Plan: Wir wollten ein neues Auto! Einen Ford Fusion! Oder einen Fiesta? Nein, der wurde von meiner Frau nach einer extrem kurzen Sitzprobe abgelehnt. Zu unbequem.

    Nun, in einem waren sich alle Familienmitglieder nach eingehender Besichtigung aller Modelle einig: Im Vergleich zum neuen Focus sah der „Alte“ irgendwie besser aus. Der hatte aufgrund seiner dreieckigen, akzentuierten Scheinwerfer und seiner Haifisch-Front den bösen Blick. Und der hatte uns allen immer gut gefallen. Außerdem war uns der Innenraum, vor allem das futuristische Armaturenbrett ans Herz gewachsen.

    Der Neue sah dagegen irgendwie langweilig aus. Aber größer. Für unsere beiden Jüngsten, die beide bereits um die 1,90 m groß waren, ein klarer Vorteil. Im Fusion konnte sie übrigens auch sehr gut sitzen. Aber ich wollte kein Auto, das irgendwie eine Mixtur aus Kleinwagen und Kleintransporter war, und habe mich ausnahmsweise mal durchgesetzt. Es sollte ein Focus werden.

    Meine Liebste entschied daraufhin folgendes: „Der neue hat vier Türen, keine Aschenbecher und wird Bahama-Blau.“ Ende der Diskussion. Alles andere durfte ich aussuchen. Immerhin.

    Also begab ich mich zum unserem Ford-Händler und suchte unseren Verkäufer auf (man erinnert sich: von dem war bereits die Rede). Der fand unsere Idee auch gut und empfahl uns einen Focus Fun, ebenfalls mit Klimaanlage, CD-Player usw..

    Es gab nur ein kleines Hindernis: Das Fahrzeug sollte glatt 20.000 Euro kosten! Eine solch satten Preis hatte ich nicht erwartet. Bo. Da konnte man ja auch einen Golf oder einen Astra kaufen. Nein, einen Astra nicht (siehe unsere Vectra-Erfahrungen), aber einen Golf.

    Nur, warum einen Golf? Der sieht ja noch viel langweiliger aus, und die Aufpreisliste ist ellenlang. Außerdem stehen die VW-Werkstätten jedenfalls in unserer Gegend in dem Ruf, gelegentlich ziemlich arrogant mit den Kunden umzugehen.

    Nunja, dachten wir, dann wollen wir vom Ford-Händler aber für unseren etwas über 2 Jahre alten Wagen noch satt Kohle sehen. Denkste. Mit beinahe 60.000 Kilometer auf dem Buckel stand der grade mal etwas über 2 Jahre alte Wagen mit schlaffen 6.300 Euro in der Liste! Doch halt, war da nicht just vor ein paar Tagen im Fernsehen ein Werbespot gelaufen, in dem Ford versprach, für Gebrauchtwagen eine Aufschlag von bis zu 6.000 Euro zu zahlen?

    Das war die Rettung. Beim Kauf eines neuen Focus zahlten die Ford-Werke zwar nicht 6.000, aber immerhin 2.700 Euro drauf! Jetzt sah die Finanzierung doch schon etwas freundlicher aus.

    Also machte sich der Familienvater an die Arbeit. Es mussten Preislisten her, Prospekte, einfach alles an Informationen, was man über den Focus kriegen konnte. Das war, glauben Sie mir, eine ganze Menge.

    Dann wurde das Internet nach Testberichten und ähnlichem durchforstet. Zu meiner Überraschung konnte ich keinen Bericht finden, in dem der neue Focus im Vergleich zu anderen Autos der Kompaktklasse Sieger geworden wäre. Beim alten Focus war das seinerzeit ganz anders gewesen. Der hatte Golf und Konsorten ganz gehörig verblasen. Der neue war zwar immer gut, immer vorn dabei, aber eben nicht an der absoluten Spitze.

    Ein wenig enttäuscht war ich schon. Gut, er war wieder ein klasse Auto geworden. Mit einem allergiegetestenen Innenraum. Aber bin ich Alergiker? Noch nicht. Beim Crashtest schlug der Ford alle Mitkonkurrenten. Nett, aber ich kaufe mir kein Auto, um es gegen eine Wand zu fahren. OK, das Fahrwerk war anscheinend immer noch der beste Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort. Außerdem hat der Focus den größten Kofferraumin seiner Klasse. Reicht das, um ihn allen seine Konkurrenten vorzuziehen?

    Den Ausschlag gab dann der Motor. Man konnte einen brandneuen Diesel kaufen, dessen Verbrauchswert nach Werksangaben mit 4,7 Liter im Mix geradezu sensationell niedrig waren. Und der die Euro4-Norm ohne Rußpartikelfilter erfüllte. Trotzdem reichten die 90 PS für knapp 180 km/h Höchstgeschwindigkeit. 215 nm Drehmoment waren auch nicht ohne.

    In der Summe seiner Eigenschaften hatten wir damit doch das für unsere Zwecke beste Auto der Welt gefunden.

    Als nächstes war zu entscheiden, welche Ausstattungsvariante es den sein sollte. Bei Ford gibt es immer sogenannte Editionsmodelle. Ich denke, das sind so etwas wie standardisierte Ausstattungsvorschläge. Die waren immer biliger als wenn man sich seine Ausstattung einzeln in einen blanken Focus einrichten würde.

    Zur Auswahl standen die Editionsmodelle Ambiente, Fun, Connection, Sport, Ghia und Titanium, wobei letzere unsere Preisvorstellungen ein klein wenig überschritten und daher aus der Wertung fielen. Der Ambiente allerdings war uns zu mager ausgestattet, weshalb wir uns auf den Fun konzentrierten. Der hatte eigentlich alles was man so braucht. Nur leider keine Leichtmetallfelgen. Die würden über 700 Euro Aufpreis kosten. Dafür gibt’s beim Reifenhändler um die Ecke ja Reifen inclusive LM-Felgen!

    Was hatte eigentlich der Connection zu bieten? Der war schon ein wenig teuerer. Aber mit Leichtmetallfelgen. Und Keyfree-System. Genau, man musste ihn nicht mehr wie in der Steinzeit mit einem Schlüssel öffnen. Nein, man geht einfach auf den Wagen zu, der erkennt seinen Meister und öffnet sich. Das war ja mal ein geiles Gimmik. Der Innenraum war mit Aluminium-Dekor versehen. Das konnte der ansonsten innen recht dunkle Wagen sehr gut gebrauchen. Und da war noch mehr: Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Wahnsinn. Man musste nur in seinem Handy die Bluetooth-Verbindung aktivieren, und schon war man vernetzt! Ganz ohne Kabel.

    Aber alle diese Dinge waren nichts im Vergleich zum sereienmäßigen Bordcomputer! Ein Bordcomputer mit Verbrauchsanzeige! So etwas hatte vorher noch keiner unserer Wagen. Damit stand endgültig fest, dass es ein Ford Focus Connection sein muss! Kostenpunkt: alles in allem knapp 22.000 €. Wenn man berücksichtigt, dass der billigste Focus etwa 14.600 € kostet, belaufen sich die Extras auf über 7.000 €!

    Die Farbe sollte Bahama-Blau sein. Das ist allerdings eine etwas auffällige Färbung. Ich weiß ja nicht genau wie blau die Bahamas sind, aber darf ein Auto so blau sein? Und außerdem hatte diese Farbe eine entscheidenden Nachteil: Man konnte die Innenausstattung nicht zweifarbig bestellen. Es war die einzige Farbe, bei der das nicht vorgesehen war. Dabei hätte der Wagen mit beigen Sitzen so gut ausgesehen. Dieses Problem führte zu ein paar unbedeutenden Disputen zwischen uns Eheleuten, aber mit kräftiger Hilfe unserer Kinder (wir sprechen uns noch!) blieb es bei BB, insbesondere da wir uns schon vorher schon geeinigt hatten, dass die übrigen Farben nicht in Betracht kämen. Rot ist doof, Weiß schmutz zu sehr, Schwarz ist keine Farbe, das Grün zu dunkel und das Gelb zu schreiend, Hellblau war schon unser bisheriger Wagen, Dunkelblau war Schwarz zu ähnlich, Silber hat heutzutage jeder usw.

    So wurde die Bestellung aufgegeben und gut wars. Lieferzeit 6 bis 8 Wochen. Wir freuten uns schon.

    Leider rief uns unser Händler ein paar Tage später an und teilte uns mit, dass Bahamablau nicht mehr lieferbar sei. Wie bitte? Das war ja ein Hammer. Das macht mal meiner Frau glaubwürdig klar! Die meint doch ich hätte die Ford-Werke bestochen! Eine weitere Besichtigung der vorhandenen Fahrzeuge beim Händler und ein Rückruf bei meiner Frau brachte jedoch rasch die Entscheidung: „Er“ wird jetzt eben Grau. Aha. Auch gut. Von mir aus.

    Einige Tage später konnte ich zufällig einen grauen Focus in Natura bewundern. Eine Superfarbe, wenn man mal davon absieht, dass selbst ein nagelneues Auto, wenn diese Farbe mit ein klein wenig Staub bedeckt ist, schon ziemlich alt aussieht. Genauer gesagt sogar uralt. Nein, das war keine Farbe, sondern Körperverletzung.

    Was nun? Gab es noch eine Möglichkeit, die Farbe umzubestellen? Der Wagen war doch wohl noch nicht in Arbeit? Ein Anruf beim freundlichen Händler brachte Klarheit: Es war möglich. Nur, welche Farbe blieb uns noch, die einigermaßen vernünftig aussah? Mal ruhig überlegen:

    Weiß: nein
    Schwarz: nein!
    Blau, hell oder Dunkel: auch nicht

    Um es abzukürzen: alle Farben waren irgendwie witzlos. Wir wollten das herrliche Grün unseres ersten Focus wieder haben! Das gabs leider nicht mehr.

    Die Dame des Hauses hatte sich mittlerweile genervt aus der Diskussion ausgeklinkt, Es war nun am Schreiber dieser Zeilen, eine definitive Entscheidung zu treffen. Farblos konnte das Auto schließlich nicht ausgeliefert werden. Ein kurzer, letzter Blick auf die Farbpalette, nein sicherheitshalber doch ein längerer, und es gab nur eine Lösung: Tango-Metallic. Das war überhaupt die allerallerbeste Farbe für dieses Auto. Einfach schick. Wer es nicht weiß: Tango-Metallic ist ein tiefes, glänzendes Rot mit einem kleine Orange-Einschlag! Ja, Sie haben richtig gelesen! Rot! Das ist, bzw. das war also der Stand der Dinge.

    Das Auto ist mittlerweile eingetroffen. Und es sieht in Tango-Metallic einfach gut aus. Hervorragend passt auch der beige Innenraum, der dem Fahrzeug einen vornehmen Touch gibt. Und das Alu-Dekor sieht ebenfalls sehr gediegen aus. Mittlerweile sind wir mit dem Fahrzeug etwas über 1.000 km gefahren und können ein sehr positives vorläufiges Urteil fällen.

    Der Dieselverbrauch liegt im Moment laut Bordcomputer bei 5,1 Liter auf 100 km. Der 1.6-Liter-Motor zieht bei niedrigen Drehzahlen recht ordentlich und kann auch beim Beschleunigen aus dem Stand bis etwa 4.000 Umdrehungen mit unserem vorherigen 100 PS starken Benziner gut mithalten. Vor allem an Steigungen macht sich das höhere Drehmoment positiv bemerkbar (215 nm gegenüber 145 beim Vorgänger). Allerdings geht ihm bei höheren Drehzahlen der Saft aus. Während es auf der Autobahn bis 160 km/h noch relativ flott zur Sache geht, dauert eine weitere Geschwindigkeitserhöhung bei Vollgas schon sehr viel länger.

    Der Komfort ist eindeutig besser als beim Vorgänger, ganz zu schweigen von den zahlosen elektronischen Spielereien, insbesondere beim Keyfree-System und dem Bordcomputer.
    Gehörigen Spass macht auch die Sprachsteuerung des Audio-Systems und des Handys. Ich lasse mein Handy und den Funkschlüssel einfach in meinem Koffer. Das Handy verbindet sich bei aktiviertem Bluetooth automatisch mit der Freisprechanlage. Zum Telefonieren muss man sich jetzt nur noch mit der Stimme der Dame unterhalten, die irgendwo in unserem Auto wohnt ;O) . Wie aus der Betriebsanleitung ersichtlich ist, gibt es noch diverse Einstellungsmöglichkeiten, die wir im Laufe der Zeit noch genauer anschauen werden.

    Sehr empfehlenswert ist für Menschen mit Rückenproblemem die optionale Rückenwirbelstütze, die sich sehr gut individuell anpassen lässt. Selbst nach 8 Stunden nur durch kurze Pausen unterbrochener Autofahrt hatten weder ich noch meine Frau irgendwelche Rückenschmerzen.

    Der Kofferraum ist merklich größer geworden, der Innenraum jedoch wohl kaum. Unsere Kinderlein – die beiden jüngsten sind an die 1,90 m groß -, meinen jedoch, im neuen Wagen besser sitzen zu können.

    Insgesamt können wir sagen, dass der Wagen genauso ist, wie wir es erhofft und erwartet haben. Jetzt muss er nur noch 10 jahre und etwa 300.000 km ohne nennenswerte Defekte durchalten, dann wäre es das ideale Auto!
     
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  3. #2 M.Reinhardt, 05.06.2006
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    schön geschrieben-Respekt!
    Ich wünsche Euch das Beste mit dem Neuen.Nur ganz so billig wie der 1,6 l. Diesel wird der Focus die 300.000 km. nicht erreichen.All die schönen Gimmicks die in die Autos verbaut werden sind so lange schön wie sie funktionieren-was nicht drin ist geht auch nicht kaputt (klingt hausbacken-ist aber so).Der 87er war ein Minimalistenauto und weckte morgens die halbe Nachbarschaft aber er war anspruchslos, absolut zuverlässig und macht schon aufgrund seiner geringen Kosten Spass.Bei 22.000 Euronen (sind mindestens das dreifache des Preises Eures verblichenen) sind die Ansprüche
    höher und auch die längste Garantiezeit geht mal vorbei.Okay-ich will nicht unken (by the way-der alte Focus gefiel mir auch besser),die Entscheidung keinen Opel (haben die auch hübsche Modelle?) oder nen Golf (Eine Zusammenstellung aus in Billiglohnländern gefertigten,mängelbehafteten Komponenten zu überhöhtem Preis) zu nehmen ehrt Euch.
    Was ich schade finde ist das Autos wie der Dacia Logan (ich weiss,sieht nach nix aus und fährt mit Renault-Technik) aus dem Ausland kommen müssen.
    Wer macht sich schon Gedanken darüber dass,würde er aufs Auto verzichten (können),jeder Monat nur drei Arbeitswochen hätte (sprich ein Vierteljahr mehr Zeit für die Familie oder für eigene Neigungen haben).Das heisst,inzwischen kostet ein gut genutztes Auto einen Wochenverdienst je Monat (wenn das Auto bezahlt ist).Bei einem Neuwagen mit einem Wertverlust von annähernd 10.000 Euro im ersten Jahr wird diese Rechnung noch deutlicher ausfallen.
    Keine Panik! Ich schreibe nicht für Greenpeace-ich ärgere mich nur über die (Auf)Preispolitik der deutschen Hersteller.Ich denke es sollte möglich sein, sein Auto so zu bestellen wie man es im Rahmen des angebotenen Zubehörs haben möchte ohne damit vermeintlich günstige Ausstattungspakete für Andere zahlen zu müssen.Wenn ich schon nen guten Sound ab Werk haben will, warum gibt es das Top Radio nur mit der Top-Ausstattung (ich wollte doch gar keine Lederausstattung)?
    Da fehlt es etwas an Flexibilität.Im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten (USA) hätte,zumindest vor 20 Jahren, kein Hersteller damit ne Chance gehabt.Klar.man muss etwas länger auf sein Auto warten aber stehen nicht
    genug vorproduzierte Einheiten in den Werken herum die kaum jemand will? Mit der Schaffung der Infrastruktur der Werke immer schneller liefern zu können,als könne sich jeder immer noch alle drei Jahre "nen Neuen" leisten hat sich die Autoindustrie ihr eigenes Grab geschaufelt.
    Es würde mich interessieren was der Focus den Ihr ursprünglich wolltet tatsächlich gekostet hätte-was hätte von den über 7000 € Zusatzausstattung eingespart werden können um Euch trotzdem glücklich zu machen?
    Das alles ist kein reines Ford-Problem,das ist bei den anderen auch so.Ich bin gespannt wie das weiter geht.Ich glaube mit der Minimal-Auto-Initiative
    hatten wieder mal Andere die Nase vorn.All die nachträglich flachgelegten Golfs haben kein Problem damit Superflops wie den für Minderheiten (gerne auch aus der Politik) entwickelten Phaeton zu bezahlen.
    So ein bischen mehr Kritikbewusstsein wünsche ich mir beim deutschen Kunden schon.
    Na,gut - das soll's mal gewesen sein.Ist alles auch bewusst provokativ geschrieben.Du hast ja jetzt Euer Auto und hast es Dir offenbar nicht leicht gemacht-viel Spass damit.

    Der Text ist lang aber das war Deiner auch-trotzdem danke fürs lesen.

    Ciao
     
  4. #3 focuspaps, 16.06.2006
    focuspaps

    focuspaps Guest

    Du hast Recht

    Wenn ich deine Ausführungen genau überdenke, muss ich dir Recht geben. Die Preispolitik der deutschen Hersteller ist ein Horror, und ich gestehe, dass wir ihr voll aufgesessen sind.

    Eigentlich hätte es ein ein Modell ohne Leichtmetallfelgen, Keyfree-System, Bluetooth und ähnlichem Schnickscnack auch getan, wenn es denn auch ein billigeres Modell mit einem Bordcomputer gegeben hätte.

    Gab's aber nicht. Und den wollte ich unbedingt. Der zweite Riesenposten in der Aufpreisliste ist der Diesel-Motor. Ein Aufpreis von zweieinhalb tausend Euro suggeriert ja, dass das Basismodell gar keinen Motor gehabt haben dürfte.

    Ich denke mal, der kleine Benziner mit Klimaanlage und CD-Radio wäre für etwa 16.000 Euro zu haben gewesen. Und wenn ich bedenke, dass wir für das selbe Geld drei Fiat Panda in Grundausstattung bekommen hätten... aber der Vergleich stellt sich nicht.

    Wir sind Focus-Fans ;)
     
  5. #4 M.Reinhardt, 18.06.2006
    M.Reinhardt

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    Hi!

    Erstmal danke für Deine Ehrlichkeit-nicht jeder hätte so reagiert!
    Wenn es für nen Denkanstoss gereicht hat,habe ich ja mein Ziel erreicht.Es ist ja auch nicht falsch bisweilen aus dem Bauch heraus zu entscheiden und wenn Du mit Deiner Entscheidung glücklich wirst gönne ich Dir das von Herzen auch wenn damit die Rechnung des Herstellers leider aufgegangen ist.

    Manchmal mutet die Anschaffung eines Autos an wie wenn sich Opa und Oma für den dreimal teureren Schrank aus Massiv-Eiche entscheiden der mindestens 30 Jahre später noch an die Enkel vererbt werden soll-den aber bis dahin keiner mehr haben will.
    Ich selbst habe folgendes erlebt: Ich hatte mir einen 280 Mercedes Kombi gebraucht und ca. 8 Jahre alt mit weniger als 100.000 km gekauft.Bis auf Leder hatte er fast Vollausstattung.
    Neupreis 1993: 98000 DM. Als ich ihn übernahm (Top-Zustand) kostete er mich nach acht Jahren 33.000 Euro (inkl. einer inzwischen für reichlich Geld zusätzlichen Spur-Verbreiterung mit entsprechenden Reifen,Felgen und Eintragungen-sowie nem Satz Winterrädern auf Alu-Felgen).
    Ich habe das Auto jetzt,aufgrund eines weiteren Weges zum Job und der Spritpreisentwicklung,also aus Kostengründen schweren Herzens verkaufen müssen.Der erzielte Preis lag nicht einmal mehr bei 4000 Euro.
    Das Auto war nach wie vor in tadellosem Zustand - gefahren bin ich damit ca. 75.000 km. Für den Wertverlust hätte ich sicher besseres anstellen können.
    Was würdest Du für Dein Schmuckstück in 2 Jahren noch bekommen?

    Okay-das soll reichen,ich will nichts Mies machen.Aber nachdenklich macht das schon.

    Nichts für ungut-und viel Spass noch-Gruss,Micha
     
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