Friedrich und die Sekunde zur Ewigkeit

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  1. #1 Schmiddtchen, 02.09.2007
    Schmiddtchen

    Schmiddtchen MNRX

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    Etwas Nachdenkliches, geklaut von http://www.ffw-esslingen.de/diesunddas/friedrich.asp?IABTEILUNG=2&SABTEILUNG=Abteilung%20Berkheim&SABTEILUNGORT=Berkheimm


    Friedrich und die Sekunde zur Ewigkeit

    Da die Feuerwehren zumeist sehr unmittelbar mit dem Schrecken und Leiden eines Verkehrsunfalls konfrontiert werden, möchten wir an dieser Stelle über die gesamte Dramatik und auch die Grausamkeit eines Unfalles berichten.

    Leider entfallen ca. 48 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden auf Personen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren!

    Die häufigste Unfallursache ist überhöhte Geschwindigkeit; bei einem Drittel aller Fälle ist Alkohol im Spiel.

    An einem Freitag ereignen sich statistisch gesehen die meisten Unfälle mit Sachschäden, "todsicher" - im traurigsten Sinne des Wortes - ist man an einem Samstag zwischen 15 und 21 Uhr unterwegs.

    Unser "Hauptdarsteller" heißt Friedrich, doch genauso gut könnte er anders heißen - vielleicht genauso wie ...?

    Sekunde 0
    Friedrich fährt 90 km/h. Sein Auto wiegt 1.200 kg. Bei diesem Tempo stecken im Auto 38.226 kg Translationsenergie (nach vorne in Fahrtrichtung strebende Wucht).
    Das entspricht der Wucht einer aus 2.000 Meter Hohe abgeworfenen 250 kg Bombe, die mit einer Kraft (Gewicht) von 100 bis 300 Megapond (1 Megapond=1.000 kg) auf hartes Pflaster knallen würde. Friedrich tut von sich aus noch 2.230 kg Energie hinzu, weil er 70 kg wiegt und auch 90 km/h fährt. Soeben fährt er gegen einen Baum.

    Sekunde 0,1
    Das Zehntel einer Sekunde ist vorbei. Stoßstange und Kühlergrill sind eingedrückt, die Motorhaube beginnt sich zu kräuseln. Der Wagen hat etwa 5 km/h an Fahrt verloren. Friedrich fühlt sich deutlich nach vorne gedrängt. Neben seinem Gewicht, das mit 70 kg im Polster sitzt, hat er nun auch ein Gewicht nach vorne von 170 kg. Friedrich macht die Beine steif, um dieser Neuigkeit im wörtlichen Sinn entgegenzutreten. Und er drückt gegen das Lenkrad, damit es ihn nicht aus dem Sitz hebt. Mit den Beinen stemmt er rund 156 kg ab, mit den Armen stemmt er auch so 30 bis 35 kg. Er hätte nie geglaubt, dass er so stark ist, aber es gelang ihm, noch sitzen zu bleiben. Da kommt der zweite harte Stoß. Noch ehe er sich besinnen kann, ist sie vorbei, die

    Sekunde 0,2
    Die etwas härteren Teile des Fahrzeuges, Radaufhängung und Kühler, sind soeben am Baum angekommen; die Verbindungen mit dem Wagen reißen ab, denn der übrige Wagen fährt noch sehr schnell, insbesondere hinten mit dem Kofferraum.

    Friedrich fühlt jetzt einen mächtigen Schlag auf den Beinen, denn der Teil des Wagens, gegen den er sich mit den Füßen stemmt, wurde soeben auf etwa 60 km/h abgebremst. Mit den Beinen stemmt er 350 bis 420 kg ab. Wollte er jetzt noch sitzen bleiben, musste er mit den Armen 220 kg am Lenkrad ab stemmen, aber das schafft er nicht.

    Seine Kniegelenke geben nach, sie brechen einfach knirschend oder springen aus dem Gelenk. Und deutlich spürbare Gewalt zieht ihn mit seinem Gewicht von rund 140 kg auf einer Kreisbahn nach oben in die Ecke der Sonnenblende. Alles in allem verteilt Friedrich zurzeit insgesamt 413 kg Eigengewicht auf seine Gliedmaßen.

    Sekunde 0,3
    Friedrich hat jetzt ein etwas leichteres Schicksal: Er ist mit Fliegen beschäftigt, er ist noch unterwegs zu den Hindernissen. Seine gebrochenen Knie kleben am Armaturenbrett, mit den Händen hält er krampfhaft das Lenkrad fest, das sich unter seinem Griff elastisch biegt, und ihn um weitere 5 km/h abbremst. Sekunde 0,4
    Friedrich ist noch immer unterwegs, sein Becken stößt gegen den Lenkradkranz. Friedrich ist in diesem Moment nur etwa 100 kg schwer. Die Lenksäule biegt sich unmerklich nach oben. Da kommt der furchtbare Moment, indem der schwerste und stabilste Teil des Wagens, der Motor, an den Baum kracht.

    Sekunde 0,5
    ist soeben vorbei. Motor und Friedrich stehen still. Nur der Kofferraum fährt noch mit 50 oder 60 km/h. Die Seitenwände des Wagens überholen sich selbst. Die Hinterräder bäumen sich zwei drei Meter hoch auf. Aber der Wagen interessiert uns jetzt nicht: Was ist mit Friedrich in dieser Zeit passiert?
    Friedrich kam im Verlauf einer Zehntelsekunde zum Stillstand. Sein Gewicht wuchs auf 973 kg an. Mit dieser erbarmungslosen Gewalt wurde er auf die Lenksäule geschleudert. Das Lenkrad, an dem er sich noch immer fest hielt, brach unter dieser Stoßkraft wie eine morsche Brezel zusammen. Mit der Kraft von rund 870 bis 920 kg (je nach Starke des Volants) dringt die Lenksäule als stumpfe Lanze in seine Brust. Gleichzeitig rammt der Kopf mit einem betäubenden Schlag die Windschutzscheibe. Hätte sich Friedrich nicht mit so übermenschlicher Kraft am Lenkrad festgehalten, dann würde er vielleicht auch 1.300 kg schwer geworden sein, in diesem Moment. Und dabei wären ihm die festgeschnürten Schuhe von den Füßen geflogen

    Noch eine oder zwei Zehntelsekunden, dann ist Friedrich tot.

    Nach sieben Zehntelsekunden steht der Wagen still. Das Unglück ist vorbei.
    Sagen sie einmal "einundzwanzig" das ist eine Sekunde. Und nun sagen sie "zwanzig":
    Das ist die Zeit in die Ewigkeit für Friedrich gewesen...
     
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  3. Leon

    Leon Guest

    Hab da auch was...

    Eine Geschichte zum Nachdenken!

    Andi schaute kurz noch einmal auf seinen Tacho, bevor er langsamer
    wurde:
    79 innerhalb einer Ortschaft. Das vierte mal in gleicher Anzahl von Monaten.
    Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden ?
    Als er sein Auto auf 10 km/h abbremste fuhr Andi rechts ran.

    Der Polizist, der Ihn angehalten hatte stieg aus seinem Auto aus, mit
    einem dicken Notizbuch in der Hand.
    Christian ? Christian aus der Kirche ? Andi sank tiefer in seinen Sitz.

    Das war nun schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle
    erwischt einen Typen aus seiner eigenen Kirche. Einen Typen, der etwas angespannt war,
    nach einem langen Tag im Büro. Einen Typen, der morgen Golf spielen wollte.
    Als er aus seinem Auto sprang erblickte er den Polizisten, den er jeden
    Sonntag in der Kirche sah. Er hatte erst nur den Mann in Uniform gesehen.

    "Hi Christian. Komisch, daß wir uns so wieder sehen!"
    "Hallo Andi." Kein Lächeln.
    "Ich sehe Du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um
    meine Frau und Kinder zu sehen."

    "Ja, so ist das." Christian, der Polizist schien unsicher zu sein.
    "Ich bin die Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke
    auch,daß ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe."
    Andi war nervös und ungeduldig. " "Verstehst Du, was ich meine ?"
    "Ich weiß, was Du meinst. Ich weiß auch, daß Du soeben ein Gesetz
    gebrochen hast."

    Aua. Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern.
    "Bei wieviel hast Du mich erwischt?"
    "Siebzig. Würdest Du Dich bitte wieder in Dein Auto setzen?"
    "Ach Christian, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho
    geschaut, als ich Dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h
    geschätzt!"
    Andi konnte mit jedem Strafzettel besser lügen.

    "Bitte Andi, setz Dich wieder in Dein Auto."
    Genervt quetschte Andi sich durch die noch immer offene Türe. Ein Knall.
    Türe zu. Er starrte auf sein Armaturenbrett. Christian war fleißig am
    schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte Christian nicht
    Führerschein und Papiere sehen ? Was auch immer der Grund war, es würden einige
    Sonntage vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten
    setzen würde.
    Christian klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Andi
    öffnete das Fenster, maximal 5cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu
    nehmen. Christian gab ihm den Zettel durch. "Danke." Andi konnte die
    Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Christian setzte sich
    wieder ins Auto ohne ein Wort zu verlieren. Andi wartete und schaute durch
    seinen Spiegel zu. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß wieder kosten ?
    Hey! Warte mal! War das ein Witz? Dies war kein Strafzettel. Andi las:

    "Lieber Andi, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre alt war
    starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren.
    Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei.
    Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder liebhaben. Ich hatte nur eine und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann.
    Tausend Mal habe ich versucht diesem Mann zu vergeben.
    Tausend Mal habe ich gedacht, ich hätte es geschafft.
    Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muß immer wieder an sie denken.
    Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Andi.
    Mein Sohn ist alles was ich noch habe.
    Gruß Christian"

    Andi drehte sich um und sah Christians Auto wegfahren. Er fuhr die Straße
    wieder runter. Andi schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Erst ganze
    15 Minuten später fuhr er langsam nach Hause, betete um Verzeihung und zu
    Hause angekommen nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm
    und drückte sie ganz fest.

    Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Dies ist eine sehr
    wichtige Nachricht, bitte gib sie weiter an alle anderen Freunde.

    Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber. Vergiß nie, Autos
    kann man wieder kaufen - so viele man will. Menschenleben aber ....

    Schon komisch, man bekommt 1000 "Witze" per Email zugeschickt und sie
    verteilen sich wie ein Feuer, aber wenn man anfängt nachdenkliche Briefe
    zu versenden, die auf das Leben anspielen, denken die Menschen zweimal
    nach bevor sie diese verteilen.


    Polizeipräsidium Karlsruhe
    Beiertheimer Allee 16
    D-76137 Karlsruhe
     
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  4. #3 Sunny2510, 03.09.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.09.2007
    Sunny2510

    Sunny2510 Guest

    da hab ich auch was für euch.... das hab ich heute an der arbeit mitbekommen.

    ich saß heute morgen in der zentrale... da kamen ein mann und eine frau rein und haben gefragt wo das standesamt wäre. hab denen gesagt im alten rathaus und dann sind die beiden rüber. ne halbe stunde später waren unten in der zentrale ein paar kollegen, weil der hausmeister am we geburtstag hatte, um ihm zu gratulieren.
    dann kamen die zwei vom standesamt wieder und sind durchs neue rathaus wieder durchgelaufen zum ordnungsamt... naja und dann meinte die eine "ach das sind doch "dieunddie"" und ein anderer dann gefragt wer
    und dann hat sie erzählt, dass die tochte von denen vor 2wochen geheiratet hat und die ausm norden kommen und nächste woche samstag in rotenburg kirchlich heiraten wollten... letzte woche waren die dann mitm auto von oben hier her unterwegs und hatten nen unfall... beide tot und jetzt wollen die eltern, dass die beiden an dem tag beerdigt werden, wo sie normal kirchlich getraut werden sollten

    ich kann euch sagen... das hat mir gänsehaut bereitet.
     
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