KA 1 (Bj. 96-08) RBT Kühlerlüfter läuft auf höchster Stufe bei kühleren Außentemperaturen nach Thermostatgehäusetausch

Diskutiere Kühlerlüfter läuft auf höchster Stufe bei kühleren Außentemperaturen nach Thermostatgehäusetausch im KA Mk1 Forum Forum im Bereich Ford KA Forum; Hallo zusammen, wir haben an unserem Stadtauto folgendes Phänomen, NACHDEM am Ka 1,3l 69 PS (Bj. 2006) in einer freien Werkstatt das komplette...

  1. PV2

    PV2 Neuling

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    Hallo zusammen,

    wir haben an unserem Stadtauto folgendes Phänomen, NACHDEM am Ka 1,3l 69 PS (Bj. 2006) in einer freien Werkstatt das komplette Kühlerthermostatgehäuse (inkl. Thermostat und Temperaturfühler) wegen Undichtigkeit getauscht wurde (Ford Originalteil).

    Der Kühlerlüfter läuft bei kühleren Außentemperaturen nach einiger Zeit (erst bei warmen Motor) auf höchster Stufe, was er vor der Reparatur definitv nicht so gemacht hat. Man merkt es beim Ka an einem unrunderen Leerlauf auf Grund der höheren Last und natürlich an dem Staubsaugergeräusch aus dem Motorraum. Das gab es vor der Reperatur nur, nachdem man mal bei sehr heißen Temperaturen gefahren ist, sonst maximal die kaum wahrnehmbare Kühlerlüfterstufe 1.
    Das Problem ist, wie so häufig, dass es sich nicht immer vorführen lässt und somit die freie Werkstatt auch nur überprüft, ob der Kühlerlüfter irgendwann anläuft und nach einer gewissen Zeit wieder ausgeht.
    Und hier ist das Kuriose, dass der Lüfter das bei den jetzigen warmen Tagesaußentemperaturen auch ganz normal macht: Er geht nach einer Weile Warmlaufen auf Stufe 1 und geht nach ca. 1 Minute wieder aus.
    Aber: Wenn man mal abends bei kühleren Außentemperaturen fährt, geht der Kühlerlüfter nach einer Weile an einer roten Ampel auf höchster Stufe heulend an und geht im Stand auch nicht wieder aus. Erst, wenn man wieder ein bisschen fährt, bis zur nächsten roten Ampel, an der der Kühlerlüfter nach 20s wieder voll aufdreht.

    Klimaanlage ist dabei stets aus und die Innenraum-Luftverteilung auch nicht auf der Frontscheibe.

    Ich kann es mir echt nicht mehr erklären, warum der Lüfter teils bei heißen Außentemperaturen normal gesteuert wird, aber bei kühlen Außentemperaturen „um sein Leben schreit“.
    Gibt es eventuell noch einen zweiten Temeratursensor zum Abgleich mit dem Kühlertemperatursensor?

    Was ich bereits gemacht habe:
    a: Entlüftungsversuch mit offenem Ausgleichsbehälterdeckel bei laufendem Motor.
    b: Am Ausgleichsbehälter kommt Kühlwasser bei laufendem Motor an und Volumenstrom steigert sich auch mit der Motordrehzahl -> Wasserpumpe sollte also funktionieren.
    c: Luft direkt am Thermostatgehäuse „rausgelassen“, indem ich den kleinen Schlauch, der zum Ausgleichsbehälter führt, gelöst habe. Auch mal ein bisschen an den Kühlerschläuchen gedrückt zum „Luft rauspressen“ -> Danach jeweils gefühlt ein besseres Verhalten, aber irgendwann tritt das Lüfter-Phänomen wieder auf.
    d: Tausch vom Ausgleichsbehälterdeckel, da der Alte schon ziemlich gammlig aussah und eventuell den falschen Druck „einstellt“.
    e: Den bereits neuen Temperatursensor, der bei dem neuem Thermostatgehäuse dabei war, nochmals getauscht gegen einen weiteren neuen Temperatursensor, da Verdacht auf falsches Signal. Aber am Ende doch gleiches Verhalten mit der stupiden Lüfterregelung.
    f: Thermostat vom neuen Thermostatgehäuse sollte ordnungsgemäß funktionieren, da nach 5-10min Warmlaufenlassen die großen Kühlerschläuche warm durchströmt werden (da läuft der Kühlerlüfter auch noch nicht).
    g: Auch habe ich mal den Motor gestartet, ohne dass der Stecker auf dem Thermostattemperatursensor saß. Dann lief der Kühlerlüfter sofort auf höchster Stufe, nachdem man den Motor gestartet hat, also wahrscheinlich als Notprogramm komplett ohne Regelung. So ist das Lüfterverhalten mit gestecktem Stecker ja nun auch wieder nicht, das Signal sollte also (irgendwie) verarbeitet werden.

    d und e sind ja keine kostenintensiven Sachen, aber ich habe keinen Bock, nochmal 200€ für den Tausch des Thermostatgehäuses zu zahlen, nur auf reinen Verdacht hin, dass da was schiefgelaufen sein könnte.


    Fragen:
    1. Beim Thermostatgehäusetausch kann man doch aber eigentlich nicht viel falsch machen, wenn man sich das Konstrukt mal anschaut, oder? Oder könnte die Werkstatt irgendwo nachlässig gewesen sein (Kanäle verstopft oder so etwas)? Aber dann würde ja auch kein Wasser am Ausgleichsbehälter ankommen. Kann ich mir daher eigentlich allesé nicht vorstellen.
    2. Kann irgendwoher noch Luft kommen, da siehe oben „c“ ja anfangs funktioniert? Nach Abgasen riecht es jedenfalls nicht, Zylinderkopfdichtung sollte also intakt sein.
    3. Die Frage von weiter oben nochmal: Gibt es eventuell noch einen zweiten Temeratursensor zum Abgleich mit dem Kühlertemperatursensor?
    4. Habt ihr sonst noch eine Fehlerdiagnose-Idee? Ich hätte jetzt nur noch die Idee, beim Ford-Händler Fehlerspeicher und die Temperaturen von dem Temperatursensor checken zu lassen :-/
    5. Hat man einen Gewährleistungsanspruch bei freien Werkstätten auf Nachbesserung? Aber ich kann es halt nicht nachweisen, dass das Lüfterverhalten erst nach der Reparatur so ist (auch wenn es tatsächlich so ist, da es uns direkt nach der Reparatur aufgefallen ist und vorher definitv nicht so war) und vorführen, ist, wie oben beschrieben, auch nicht immer möglich.

    Danke euch schonmal!
     
  2. #2 Gast002, 01.07.2018
    Gast002

    Gast002 Guest

    ist sehr merkwürdig und eigentlich nur durch einen kabelbruch/kurzschluß
    am sensor oder relaisstromkreis erklärbar
    bei luft im system wäre es eher so das der lüfter ausbleibt
     
  3. PV2

    PV2 Neuling

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    Ok, gut zu wissen mit der Luft und dem Ausbleiben des Lüfters. Macht ja auch infofern Sinn, dass der Sensor dann ja keine 106+°C meldet, sondern irgendeine geringere Lufttemperatur. Meine Theorie war hier eher, dass er bei keinem Wasserkontakt ins Notprogramm fällt „lieber mal volle Kanne Lüfter an“. Aber ist dann ja eher nicht so.

    Die Theorie mit der Außentemperatur würde eher auf den eventuellen Wackelkontakt zutreffen.
    Zwei Dinge wundern mich da nur:
    1. Das komische Lüfterverhalten war erst nach der Thermostatgehäusereparatur. Ist ja eher nur Mechanik am Motorblock. Klar, man rüttelt eventuell am Stecker vom Temperatursensor. Eventuell wurde dann das Kabel so gelegt, dass der Wackelkontakt begünstigt wird.
    2. Wenn der Lüfter volle Kanne losheult, ist es ja nicht so, dass er schon dauerhaft läuft, sondern erst nach 20s an einer roten Ampel angeht und auch dann nach 1min Fahrt wieder ausgeht, bis man wieder 20s steht (ohne Fahrt geht er aber nicht mehr aus). Also nicht so, als wenn das volle-Kanne-Lüfter-Notprogramm ohne Temperatursignal läuft. Sondern eher, als wenn die Karre überhitzt, was ich wiederum aber nicht glaube, da sie ja bei den jetzt heißen Außentemperaturen ganz normal funktioniert und da der Lüfter auch nur mal etwas läuft und nicht gleich auf voller Stufe (Wassertemperaturanzeige gibt es im Ka ja nicht, aber die rote Temperaturlampe habe ich zum Glück noch nie gesehen).
    Eventuell ist es aber hier bei geringeren Außentemperaturen so, dass der Wackelkontakt genau in dem Temperaturfenster liegt, das der Motorraum im Stand bekommt und bei der Durchströmung während der Fahrt wieder unterschreitet. Aber auch nur wieder eine vage Theorie von mir :-/.

    Wo liegt denn das Relais und kann man das irgendwie ohne viel Aufwand überprüfen lassen von einem Mechaniker?
    Das Kabel vom Temperatursensor müsste man ja relativ leicht vom Stecker her zurückverfolgen können, oder?
    Die Mechanik von dem ganzen Kühlkreislauf habe ich mittlerweile durchdrungen, die Elektronik habe ich aber bis jetzt noch außer Acht gelassen. Ich habe nur auch kein Multimeter zum Durchmessen zur Hand, weswegen ich gerne einen KFZ-Mechaniker schon an die möglichen Ursachen hinleiten möchte.
     
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