Taunus 17M/20M (P5) (Bj. 64-67) Motor geht nach kurzer Fahrzeit aus

Diskutiere Motor geht nach kurzer Fahrzeit aus im Ford 12M/15M/17M/20M/26M Forum Forum im Bereich Ford Youngtimer / Oldtimer Forum; Guten Tag, das ist das erste mal das ich etwas in ein Forum schreibe und nicht nur mitlese. Bitte nehmt mir deswegen nicht Übel, falls ich jetzt...

  1. #1 Andre96, 30.07.2022
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    Guten Tag,
    das ist das erste mal das ich etwas in ein Forum schreibe und nicht nur mitlese. Bitte nehmt mir deswegen nicht Übel, falls ich jetzt etwas falsch mache oder falsch gemacht habe. Ich bin mit meinem Oldtimer am verzweifeln und bräuchte allmählich etwas Hilfe......

    Zu mir: Hobbyschrauber im Raum Osnabrück, 25 Jahre alt und seid ca. 5 Jahren Besitzer meines ersten Oldtimers.
    Zum Auto: Ford Taunus 20m P5 mit 2L 90 PS und Dreigang-Automatik. 6V Bordnetz. Bj. 1966

    Zu meinem Problem:
    Vor etwas mehr als einem Jahr fing alles ganz harmlos mit dem anstehenden TÜV an (bis dato war alles gut). Da wurde festgestellt das mein Taunus ein paar Rostlöcher hat. Das ganze ist im Endeffekt darin geendet das viele kleinere Schweißarbeiten durchgeführt worden sind und beide Schweller komplett neu gekommen sind. Als das alles gemacht worden ist, ich endlich TÜV hatte und viel Geld los geworden bin, fingen die Probleme an....

    Sobald ist etwas mehr als 15min Fahre und einen elektrischen Verbraucher anschalte, fängt der Motor an zu ruckeln, senkt die Drehzahl und geht aus. Dafür reicht ein Blinker oder sogar das Bremslicht.
    Es war ein langer Weg bis ich herausgefunden habe das es ein elektrisches Problem ist, seitdem der Fehler aufgetreten ist, habe ich folgende Teile ausgetauscht:
    -Zündkabel
    -Zündspule
    -Zündverteiler durch elektronische Zündung (1-2-3 Ignition) ersetzt
    -Unterdrucksystem komplett geprüft
    -Benzinpumpe neu
    -neue Batterie
    -neue Plus und Masse Kabel an Batterie
    -Luftfilter
    -Vergaser gesäubert und eingestellt
    ....etliche kleinere Sachen

    Wenn ich den Wagen starte, ist alles perfekt. Motor läuft sauber und Fahren kann man die ersten Minuten auch ohne Probleme. Aber sobald er richtig warm ist, fängt es an. Wenn ich keinen Elektrischen Verbrauche betätige kann man theoretisch auch gut fahren. Man darf nur nicht blinken und muss mit der Handbremse bremsen :D
    Zeitgleich habe ich permanent ein klacken im Radio, da dort die Spannung einbricht. (12V Radio, wird mit einem Wandler von Blaupunkt betrieben, da 6V Bordspannung). Durch den Spannungswandler reagiert das Radio empfindlicher auf Spannungsschwankungen. (Blinker und co. reichen um es zu provozieren. Bei laufenden Motor ist es permanent)

    Das Klacken bekomme ich auch nicht weg und vermute das es alles zusammen hängt.
    Wenn ich das Radio mit Spannungswandler vom Auto trenne (+) und es direkt mit der Batterie verbinde, funktioniert alles ohne Probleme.
    Ist das Radio ganz normal angeschlossen und ich gebe mit einem Kabel direkt von der Batterie zusätzlich 6V dazu, bestehen die Probleme trotzdem.
    Natürlich habe ich seid dem einem Jahr, seitdem das Problem besteht schon einiges ausprobiert, Thema Masse und sämtliche Verbindungen nachgeschaut.
    Gebe ich direkt 6V von der Batterie auf die Zündspule läuft der Motor wieder, aber das Klacken im Radio verschwindet nie.

    Ich bin so langsam am Verzweifeln und komme selber nicht mehr weiter.....
    Ich hoffe hier im Forum hat jemand noch eine Idee oder kennt einen Spezialisten für Elektrik in so einem alten Fahrzeug.
    Ich selbst habe noch niemanden gefunden der mir weiterhelfen konnte.....

    Ich hoffe man kann alles verstehen und nachvollziehen.
    Vielen Dank im Voraus und ein Schönes Wochenende (:
     
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  3. #2 Caprisonne, 31.07.2022
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    Lima und Regler :gruebel:
    Schon mal drüber nachgedacht auf 12 v umzubauen ?
     
  4. #3 thomasm67, 01.08.2022
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    Hallo Andre,
    also außer dem Taunus (allerdings mit 4-Gang-Schaltgetriebe) haben wir noch etwas gemeinsam, nämlich, dass ich zum ersten Mal in dieses Forum schreibe. Ein bißchen was zu mir gibt es in meinem Profil nachzulesen. Wer mehr wissen möchte: einfach fragen. :)
    Auch ich habe eine 6V-Anlage verbaut und kenne die damit verbundenen Probleme, dass die Elektrik im Laufe der Zeit gealtert ist und die Widerstände der Kabel und Übergänge sich erhöht haben. Ist zwar bei 12V genauso, fällt dort aber aufgrund der doppelten Spannung und dem halben Strom nicht so ins Gewicht. Wenn die Ersatzteilsituation und die Preise anders wären, würde ich auch ernsthaft über einen 12V-Umbau nachdenken.
    Naja, vielleicht irgendwann mal...
    Bin übrigens nebenher noch am Tüfteln, meine Blinkanlage mittels Spannungswandler auf 12V umzubauen.
    Aber nun zum Thema:
    Beim ersten Durchlesen habe ich spontan an den LiMa-Regler gedacht. Glaube ich aber eher nicht. Eventuell in Kombination mit anderen Problemen.
    Und noch ein paar Fragen:
    - Treten die Probleme nur auf, wenn der Wagen im Leerlauf läuft? (In der Regel ist das so, wenn man auf die Bremse tritt ;))
    - Was passiert, wenn du in normaler Fahrt z.B. das Gebläse anschaltest und was passiert dabei im Leerlauf?
    Wenn die Probleme nur im Leerlauf auftreten, solltest du mal versuchsweise die Leerlaufdrehzahl etwas erhöhen.
    Dies wäre dann auch die Erklärung dafür, dass die Probleme erst auftreten, wenn der Motor warm gelaufen ist, da die Startautomatik beim kalten Motor ebenfalls die Leerlaufdrehzahl erhöht.
    Wenn ich das richtig lese, ist auch alles in Ordnung, wenn du die Zündspannung direkt von der Batterie nimmst.
    Das könnte auf einen hohen Spannungsabfall auf dem Weg zur Zündspule hindeuten. Der reguläre Weg laut Schaltplan von der Batterie zur Zündspule ist nämlich recht lang. Von der Batterie über einen Zwischenstecker zum Zündschloss, dann vom Zündschloss zum Sicherungskasten und von dort über das Lichtrelais zur Zündspule.
    Vielleicht mal "einfach" bei eingeschalteter Zündung an den verschiedenen Punkten die Spannung messen.
    Alternativ oder zusätzlich mal probeweise das Lichtrelais überbrücken also ein Ende eines Drahtes an die Zündspule und das andere an den oberen Teil der Sicherungen 5,6,7. Wenn das hilft, die Kontakte am Lichtrelais mal eingehend reinigen und mit Kontaktspray behandeln.
    Voraussetzung für diese Tipps ist natürlich, dass bei deinem Wagen nichts verbastelt und noch nach dem Original-Schaltplan verdrahtet ist.

    Eine, meiner Meinung nach unschöne Lösung, wäre es, hier ein Relais dazwischenzuschalten, deren Spule du mit dem vorhandenen Kabel der Zündspule ansteuerst. Der Schaltkontakt des Relais schaltet dann die Spannung von der Batterie zur Zündspule. Aber das bitte nur, wenn sonst nichts hilft.

    Zum Thema mit dem Radio:
    Da dieses Phänomen wohl immer da ist, denke ich dass es mit dem anderen Problem nichts zu tun hat.
    Vielleicht mal den Spannungswandler ersetzen. (gibt es mit 120W für ca. 30 Euronen bei Amzn) Aber erst, wenn das andere Problem gelöst ist. Vielleicht löst sich das mit dem Radio ja doch von selbst.
     
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  5. #4 Andre96, 04.08.2022
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    Vielen dank für die schnelle Antwort :)
    Nachdem ich mein Problem hier ins Forum geschrieben habe, hatte ich wieder Blut geleckt und wollte das der Taunus endlich wieder läuft.
    Ich habe mir den Tipp zu herzen genommen, das der Fehler mit dem Radio und der vom Motor nicht zusammen hängen. Also eben schnell einen neuen Spannungswandler bestellt und siehe da, das Radio Funktioniert wie am ersten Tag :)
    Dann direkt ne Probefahrt gemacht, aber wie es zu erwarten war, fängt das Problem mit dem Motor wieder an. Gerade 15min am fahren, angehalten, stehe auf der Bremse und Blinke. Fängt der Unrunde Motorlauf wieder an. Dann schnell wieder nachhause und angefangen zu messen.
    An der Zündspule liegen noch mindestens 5,5V an, eher 5,7V, wenn alle Verbraucher die das Auto hat angeschaltet sind.
    Masse auch ausprobiert, Fehler bleibt.
    Die Zündspule habe ich schon einmal getauscht, aber die alte Behalten. Eben schnell die alte Zündspule wieder eingebaut und was soll ich sagen, Fehler ist weg :rofl:
    Eine neue Hochwertige Zündspule habe ich jetzt bestellt und inzwischen ca.2 Stunden den Wagen bewegt ohne Probleme.

    Zu den weiteren Tipps, damit hier alles vollständig ist:

    12V Umbau:
    Die Elektrik ist nicht verbastelt gewesen, brauchte nur etwas Aufmerksamkeit. Da ich mit dem Wagen nicht täglich fahre, stört mich die "schlechte" Lichtleistung nicht und sonst bin ich im großen und ganzen mit 6V sehr zufrieden. Sie braucht halt etwas mehr Aufmerksamkeit wie 12V.

    Blinkanlage:
    Ich habe bei mir das alte Blinkrelais gegen ein elektronisches ausgetauscht, das hat wahre Wunder bewirkt. Man sieht den Blinker jetzt auch perfekt bei Tageslicht und die Blinkfrequenz ist etwas höher. Hätte nicht gedacht, das es so viel bringt.

    Lima Regler:
    Der Lima Regler arbeitet noch Tadellos, nur die Lima an sich liefert nur noch 6,5-6,6V. Das ist etwas wenig in meinen Augen, da habe ich in Zukunft evtl. was zutun. Aber die Ladekontroll-Anzeige ist sobald der Motor warm ist aus und bleibt auch aus.

    Elektrik im Fahrzeug:
    Habe den Weg vom Zündschloss bis zur Zündspule verfolgt und keinen Spannungsfall irgendwo messen können. Ich konnte aber auch wenn der Fehler aufgetreten ist, ihn nicht dadurch beseitigen direkt 6V von der Batterie drauf zu geben. (Hatte ich zwar geschrieben, jetzt nochmal probiert und hat nichts gebracht. Scheint wohl einmal beim probieren ein Zufall gewesen zu sein)

    Leerlauf:
    Der Fehler ist nur im Leerlauf aufgetreten und dort fast ausschließlich wenn eine Fahrstufe eingelegt ist (dadurch wird die Motordrehzahl um einiges gesenkt). Die Drehzahl ist aber passend eingestellt, wenn sogar nicht etwas zu hoch. Ist mit dem Taunomatikgetriebe etwas kompliziert, da ein schönes Mittelmaß zu finden. Damit er mit eingelegter Fahrstufe schön läuft (im Stand) und im normalen Leerlauf nicht viel zu hoch dreht.

    Aber wie schon geschrieben, beide Fehler scheinen behoben zu sein. Jetzt heißt es viel Probe fahren und hoffen das nach fast einem Jahr Stillstand der Taunus wieder oft auf der Straße ist :)
     
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  6. #5 transe79, 04.08.2022
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    es gibt zündspulen für 6 oder 12 volt anlage
    und es gibt zündspulen die mit vorwiderstand zu betreiben sind
     
  7. #6 Andre96, 04.08.2022
    Andre96

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    Ich hab eine Zündanlage von 123-Ignition verbaut. Ich habe mir dort auch jetzt eine passende 6V Zündspule bestellt.
    Ich habe nie einen Vorwiderstand an der Zündspule gesehen, wann muss dort denn einer rein?
     
  8. #7 Caprisonne, 04.08.2022
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    Die 123 Ignition braucht glaub eh eine besondere Zündspule
    Da kann man nicht mir der Alten für Unterbrecher dran gehen .
     
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