Motorkompression

Diskutiere Motorkompression im Escort Mk7 Forum Forum im Bereich Ford Escort Forum; Ich habe mal eine Frage an die Experten. Ich habe vor rund 25.000 Kilometern die Kompression bei meinem 1.6er Zetec (Bj. 95) messen lassen....

  1. Leon

    Leon Guest

    Ich habe mal eine Frage an die Experten.

    Ich habe vor rund 25.000 Kilometern die Kompression bei meinem 1.6er Zetec (Bj. 95) messen lassen.

    Was herausgekommen ist, seht ihr ja in der Grafik. Aber keiner kann mir genau sagen, was daraus zu erkennen ist. Das da nicht alles "optimal" ist, sehe ich auch gerade so raus :D

    Aber was genau? Was sind die Soll-Werte bei diesem Motor?
    Wieso hat ein Topf 16,4 Bar und einer 25 Bar?

    Danke Euch.

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  3. MoSo

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    auch wenn ich jetzt nicht genau die vorgaben kenne, würde ich einfach mal darauf tippen das die zwei linien den sollwert zeigen, das würde auch erklären warum die zwei letzten (unter und über den wert) schwarz markiert sind.
     
  4. #3 M.Reinhardt, 15.02.2007
    Zuletzt bearbeitet: 15.02.2007
    M.Reinhardt

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    Hi!

    Also,ehrlich gesagt halte ich nicht so schrecklich viel von ner Kompressionsmessung am laufenden Motor.Es ist klar dass man schon auf Rücksichten hinsichtlich des Katalysators auf die alte Methode mit dem Kompressionsdruckschreiber und Messung am Zündkerzenloch verzichtet,aber dennoch erscheint mir die alte Messmethode aussagekräftiger.Die am Rechner/Tester ermittelte Kompression stellt den Kompressionswert rechnerisch dar-d.h. es wird aus der momentanen Verbrennungssituation des jeweiligen Zylinders auf die Beteiligung des einzelnen Zylinders an der Leistungsabgabe auf die Kompression hochgerechnet.
    Der "BeteiligungsWert" der nächst folgenden Verbrennung in einem Zylinder ist bei der dynamischen Messung am Tester immer auch abhängig davon wie der Zylinder der in der Zündreihenfolge vorher dran war gearbeitet hat.Hat also z.B. Zylinder 4 besonders gut verbrannt (aus welchen Gründen auch immer-es ist da ja nicht nur die Kompression beteiligt sondern Faktoren wie Zündung-auch Zündkerzenzustand- oder Einspritzmenge etc.) bekommt das Schwungrad beim drehen des Motors einen kräftigeren Kick,der dafür sorgt das auch die Leistungsabgabe des nächst folgenden Zylinder (Nr.2 bei Zündfolge 1-3-4-2) beeinflusst wird.
    Wer dem Bild auf dem Tester zuschaut,wird sehen dass die Werte ständig in Bewegung sieht.Das abgebildete Diagramm stellt nur die Momentaufnahme im Hundertstelsekundenbereich dar (je nach Drehzahl).
    Die manuelle Messung,vorausgesetzt Batterie und Starter sind okay, ist für die Bewertung der Zylinderdichtheit - deren Sinn ja eine Kompressionsmessung ist-meines Erachtens aussagekräftiger.Die zu erzielenden und vergleichbaren Werte sind mit niedergelegten Standards besser zu beurteilen.Eine Kompression von über 20bar ist eher für einen Diesel anzusetzen.
    In früheren Zeiten war eine Kompressionsprüfung (manuell) Bestandteil der Inspektion.Heute,bedingt durch andere Bauweisen,seltenen Kerzenwechsel lässt man das.Die Belastung durch unverbrannten Kraftstoff beim Einspritvorgang während der Prüfung ist nicht das gelbe vom Ei für den Kat. Da aber eine solche Prüfung nur selten,bei begründetem Verdacht durchgeführt wird,kann man das Risiko vernachlässigen. Es gilt da eher "einmal ist keinmal".
    Jeder mag da seine Meinung haben-ich versuche hier nur die Meine zu begründen.

    ...und tschüss-Micha
     
    MoSo gefällt das.
  5. Leon

    Leon Guest

    Hallo Micha.

    Danke für Deine durchaus ausführliche Meinung.

    Ich werde dann in nächster Zeit die Kompression mal selbst nach bewährter Methode messen.

    1. Alle Kerzen raus
    2. Sicherung der Kraftstoffpumpe raus
    3. "Uhr" reindrehen und mit voll getretenem Gaspedal den Anlasser ca. 5 Sekunden rödeln lassen.

    Das natürlich für alle 4 Töpfe.

    Korrigier mich bitte, wenn ich was vergessen/falsch aufgeführt habe.

    Weisst Du was zu den Soll-Werten des 1.6er?
     
  6. #5 Fordbergkamen, 15.02.2007
    Fordbergkamen

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    Hallo,
    dazu möchte ich auch noch etwas sagen.
    So wie ich das Diagramm deute war das ein Kompressions-Schnelltest für Faule.
    Es wird statt aufwendig die Kerzen raus zu schrauben eine Stromzange an den Anlasserkabel gehangen und die Stromaufnahme ausgewertet.
    Rechts im Bild ist die gesamt Stromaufnahme als Verlaufkurve dargestellt.
    Wenn du genau hinschaust sind dort die Spitzenwerte unterschiedlich.
    Und genau diese Spitzenwerte sind links in feiner Auflösung zu sehen.
    Der Senkrechte Balken ist mit "A" gekennzeichnet (Ampere), und nicht mit "BAR".
    Das was du links siehst sind also nur die unterschiedlichen Amperezahlen deines Anlassers für die einzelnen Zylinder, sagt also über die tatsächliche Kompression so gut wie nichts aus.
    Wenn du jetzt anfängst aus Stromaufnahme, Anlasser-Wirkungsgrad, Untersetzung, und noch tausend anderen Faktoren die tatsächliche Kompression zu errechnen, wirst du am Ende feststellen, das die Unterschiede garnicht so groß sind....
    Spar dir die Mühe mit dem Rechnen und mach nen ganz normalen herkömmlichen Test per Manometer, der sagt tausendmal mehr aus.
    Das Problem einer Katalysator Schädigung sehe ich persönlich bei einem Kompressionstest als nicht gegeben an.
    Da man den Anlasser drehen lassen kann ohne das dass Steuergerät den Einspritzimpuls auslöst kommt auch kein unverbrannter Kraftstoff in den Kat.
    Da ist jedes Anschieben/ziehen bei Startproblemen schlimmer.
    MfG
    Dirk
     
  7. #6 M.Reinhardt, 15.02.2007
    M.Reinhardt

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    @Leon

    So wie Du das vorhast ist es richtig.Einen schriftlich niedergelegten Sollwert für Deinen Motor habe ich nicht zu bieten.Alles innerhalb 9-13 bar sollte aber i.O. sein.
    Wichtiger ist allerdings dass die Zylinder mögl. gleichförmige Werte aufweisen.Sollte es grössere Abweichungen geben ist auch noch keine Panik angesagt.Lass dann den Motor warmlaufen und probier es nochmal.

    Servus,Micha
     
  8. Leon

    Leon Guest

    Na jut. Dann werde ich mal gucken, wo ich das entsprechende Messgerät herbekomme. Mir fällt gerade nur einer ein, der das haben könnte. Wenn er es nicht hat, fahre ich mal einen Oldtimerclub an - die haben sowas immer rumliegen :D ...und meiner geht ja bald unter die Youngtimer :lol:
     
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  10. #8 Fordbergkamen, 16.02.2007
    Zuletzt bearbeitet: 16.02.2007
    Fordbergkamen

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    Hallo,
    jetzt habe ich meinen Bleistift angespitzt und den Taschenrechner angeschmissen.
    Jetzt wird gerechnet, alles ohne Gewähr, mehr als Denkanstoß, für Hinweise bin ich immer Dankbar.
    Als Beispiel 1,8 Zetec, Bohrung 80,6 Hub 88 Verdichtung 10

    Durchmesser 80,6 ~ 50,99 cm2
    50,99 cm2 mit 9 Bar beaufschlagt ergibt 458 kg
    50,99 cm2 mit 10 Bar beaufschlagt ergibt 509 kg
    50,99 cm2 mit 11 Bar beaufschlagt ergibt 560 kg
    Wenn also zwischen 2 Zylindern ein unterschied von 2 Bar vorhanden wäre, wäre dies ein Unterschied von schlappen 100 kg.
    Wobei man jetzt wieder das Hebelgesetz mit einbeziehen müsste, da sich ja bei zunehmender Verdichtung der Hebelarm verkürzt, um das notwendige Drehmoment des Anlassers zu errechnen. (Dazu habe ich aber keine Lust)
    Die im Diagramm genannten Werte (linke Spalte) 16,4 - 25 Ampere beziehen sich mit Sicherheit auf den Stromanstieg über die Grundmarke (108,7).
    Der ganze >Druckunterschied< macht sich in 8,6 Ampere bemerkbar.
    Bei einer Stromaufnahme von ~ 120 Ampere keine 10%.
    Legt man nun diese 10% zu Grunde dürfte das Druckergebnis eine Schwankung im Bereich von 9.5 - 10.5 Bar haben, durchaus ganz normale Werte für einen Benziner.
    Außerdem möchte ich noch Anmerken, dass sich die Zylinderreihenfolge auf dem Diagramm auf die Zündfolge beziehen wird. Wobei der erste auch nicht unbedingt der erste sein muss.
    Jetzt bin ich mal auf Resonanz gespannt,
    MfG
    Dirk
    Bei der ganzen Stromaufnahme sollte man auch an die Batterie denken:
    Durch eine schwache Batterie wird die Stromaufnahme erhöht, da ja Watt / Volt = Ampere.
    Wenn also eine starke Batterie die Spannung besser hält, oder wenn die Bordspannung eh schon zB. 20 Volt beträgt, sind die Ampereunterschiede noch geringer.
    (nur am Rande, bin Schlosser. Elektriker müssen meine Meinung nicht umbedingt teilen...)
     
  11. Leon

    Leon Guest

    Klingt ja interessant. Die Batterie war zum Zeitpunkt des Tests ziemlich fertig. Ein paar Wochen später gab sie den Geist auf.

    Abver ich fahre nachher mal ein paar Bekannte ab, die so'n Ding zum Messen haben könnten.
     
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