Sammlung verbreiteter, unbelegter Fakten über E10

Diskutiere Sammlung verbreiteter, unbelegter Fakten über E10 im Allgemeines Forum im Bereich Ford Forum; Auch wenn es absolut gegen den Trend ist (und ich Anfeindungen von sämtlichen E10-Hassern auf mich ziehen werde), möchte ich ein paar Argumente...

  1. #1 Agamemnon, 25.03.2011
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    Auch wenn es absolut gegen den Trend ist (und ich Anfeindungen von sämtlichen E10-Hassern auf mich ziehen werde), möchte ich ein paar Argumente sammeln, die unbelegt und auch offensichtlich falsch immer wieder zum Thema E10 verbreitet werden. (Unter anderem von Produkten des Axel Springer-Verlags, wo die großen Buchstaben B I L und D draufstehen) ;)

    Auch wenn meine Ausführungen alle theoretisch sind, versuche ich mich bei sämtlichen Ausführungen auf nachweisbare Fakten zu stützen.

    Ich weiß, dass E10 auch andere negative Auswirkungen hat (stärkere Beansprung von Dichtungen etc.), es geht mir hier nur um populistisch (schon fast propaganda-artig) verbreitete, unbelegte Argumente, die immer wieder von E10-Hassern verbreitet werden, um die Verunsicherung der Bevölkerung zu schüren.


    Ich bitte euch, den Spam hier in diesem Thema zu vermeiden.


    1. Behauptung: Für E10 wird minderwertiges Benzin mit ca. 88 Oktan verwendet, um zusammen mit dem Ethanol-Anteil auf insgesamt 95 Oktan zu kommen

    Natürlich kann (bzw. teilweise muss) der Oktan-Wert des Kraftstoffanteils verringert werden, wenn der Ethanol-Anteil mit höherem Oktan-Wert vergrößert wird, um die gleiche Gesamt-ROZ zu erreichen.
    (ROZ = Research-Oktan-Zahl)

    "Minderwertig" ist in diesem Zusammenhang aber ein unangebracht wertender Begriff, weil die Oktanzahl alleine überhaupt nichts über die Qualität des Kraftstoffs aussagt.

    Außerdem beträgt die Oktanzahl (ROZ) von Ethanol nur 108,6 (!) anstelle oft genannter Werte von 120 oder gar 130. (Quelle: Oktanzahl )


    Rechnen wir das ganze nun auf Basis dieser bestätigter Zahlen einmal durch:

    0,10 * 108,6 + 0,90 * x = 95
    10,86 + 0,90 * x = 95 | -10,86
    0,90 * x = 84,14 | /0,90
    x = 93,49 (Oktanwert des Benzin-Anteils)

    Die Oktanzahl des Benzin-Anteils muss mindestens 93,49 betragen, aber auch nur dann, wenn tatsächlich die Höchstmenge von 10% Ethanol beigemischt wird.
    In der Praxis liegt die Beimischungs-Quote von E10 aber eher bei 8,5-9%, daher muss die Oktanzahl nochmal ein wenig höher liegen, da diese beim fertigen Gemisch insgesamt ja immer mindestens 95 betragen muss.

    Die selbststernannte "Qualität" des Benzinanteils liegt also immer noch deutlich über Normal-Benzin Niveau. Und selbst das konnte man mit jedem Auto, das eigentlich Super benötigt, zur Not gefahrlos tanken.

    Ein Wert von 88 Oktan ist offensichtlich Grimms Märchenstunde entnommen.
     
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  3. #2 Agamemnon, 25.03.2011
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    2. Behauptung: Mit E10 steigt der Verbrauch um mindestens 5%, teilweise sogar deutlich mehr!

    Immer wieder gern genommen, der Verbrauch steigt mit E10 in astronomische Höhen. Nehmen wir hier als Beispiel mal 6% Mehrverbrauch, das liegt nur ganz knapp über den 5 % und damit lässt es sich ganz gut rechnen.



    Ein Fahrzeug verbraucht im Durchschnitt 8 Liter E5 auf 100 km. Da E5 aus 95% Super-Benzin und 5% Ethanol besteht, macht das 7,6 Liter Super und 0,4 Liter Ethanol.

    Das gleiche Fahrzeug soll nun bei identischen Rahmenbedingungen 6 Prozent mehr E10 verbrauchen. Dies wären 8,48 Liter E10 auf 100 km.

    Umgerechnet auf die einzelnen Bestandteile sind dies 7,632 Liter Super und 0,848 Liter Ethanol.

    Wie soll das funktionieren?
    Selbst wenn man den Super-Kraftstoff mit einer nicht brennbaren Flüssigkeit strecken würde, dürfte nicht mehr Benzin verbraucht werden als vorher. Es ist physikalisch schlicht und ergreifend einfach nicht möglich.
     
  4. #3 Agamemnon, 25.03.2011
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    3. Behauptung: Wir haben in Deutschland gar nicht genügend Flächen zum Anbau für die zur Ethanolgewinnung benötigten Pflanzen, außerdem steigen damit die Lebensmittelpreise

    Eine weitere Aussage, die immer gern verbreitet wird.


    Quelle zum Gesamt-Benzinverbrauch in Deutschland (Stand 2006, Tendenz ist seit Jahren sinkend): Autoflotte online - Benzinverbrauch ist stark gesunken

    "Der Benzinverbrauch in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich um 4,1 Prozent auf 22,5 Mio. Tonnen zurückgegangen. Wie der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) jetzt mitteilte, flossen dagegen zwei Prozent mehr Diesel durch die Zapfhähne als in 2005. Insgesamt waren es 29 Mio. Tonnen. Hauptgrund für die gegenläufige Entwicklung sei der immer stärker werdende Trend zu sparsamen Diesel-Neuwagen. Auch würden 70 Prozent des Diesels von Gewerbekunden verbraucht, die 2006 von der Konjunkturbelebung profitierten, so der MWV. (rp)"

    22,5 Mio Tonnen Benzin insgesamt, 90% davon E10 - man benötigt also ab sofort pro Jahr 2,2 Millionen Tonnen Ethanol, vorher etwa 1,1 Million Tonnen. Es müssen daher 1,1 Millionen Tonnen Ethanol mehr produziert werden.

    Das sind 1,1 Milliarden kg, umgerechte macht das etwa 1,4 Milliarden Liter (Ethanol ist ja leichter als Wasser).

    Aus dem Ertrag von 1 Hektar Zuckerrüben (rund 65 Tonnen Zuckerrüben mit einem Zuckergehalt von 18%) kann man aktuell etwa 7.500 Liter Ethanol gewinnen. (Siehe http://www.kws.de/global/show_document.asp?id=aaaaaaaaaadneah )

    Ergibt einen zusätzliche Anbauflächen-Bedarf von 186.667 Hektar. Ganz bestimmt keine Kleinigkeit, zugegeben.

    "In Deutschland beläuft sich der für Ackerbau nutzbare Boden auf eine Fläche von ca. 12 Mio. ha."

    Jedes Jahr werden in Deutschland rund 10% der Anbaufläche, also etwa 1 Million Hektar, durch Subventionen brach liegen lassen. Hintergrund ist, dass die EU die Rohstoffpreise auf diese Art und Weise künstlich hoch halten will (sonst verdienen die Bauern ja zu wenig).


    Die brachliegende Fläche reicht also locker aus, um den Ethanol-Bedarf für E10 gleich mehrfach zu decken.
     
  5. #4 Mondeo-Driver, 25.03.2011
    Zuletzt bearbeitet: 25.03.2011
    Mondeo-Driver

    Mondeo-Driver ... fährt wieder Ford

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    Man sollte sich auch die Frage stellen wieso Ackerfläche brachliegt. Jeder Boden, das weiss bzw sollte man noch aus der Schule kennen, muss eine Weile brachliegen damit sich wieder Nährstoffe im Boden ansammeln können. Das wird nur nirgends erwähnt.

    PS.: Bevor hier jemand nach Beweisen kräht, hier die Quelle ;)
    http://www.dein-bauernhof.de/ackerbau/stilllegungsflaechen/index.html

    Nö damit werden nur Ernteausfälle abgefangen, die durch die Regeneration des Bodens entstehen.
     
  6. #5 Polenta, 25.03.2011
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    @Agamemnon
    Wurdest Du von der Regierung engagiert, um User in Auto Foren im Internet zu bekehren???

    Beispiel Mehrverbrauch:
    Ein Mehrverbrauch von 5% ggü E5 wurde in Praxistests nachgewiesen, allerdings nur bei bestimmten Voraussetzungen (Volllastbetrieb). Ansonsten liegt der Mehrverbrauch zwischen 2% und 5%.
    Jetzt kommst Du, nimmst die 5% (was ja schon die Höchstgrenze war), schlägst nochmals satte 20% drauf und rechnest von nunan mit 6% Mehrverbrauch! Das kann's ja nicht sein.

    Mit anderen Worten: Du nimmst als Argumentationsgrundlage den höchstmöglichen Wert, packst nochmals eine Schippe obendrauf und darauf basieren Deine Argumente. Du kritisierst einen bestimmten Verlag, weil dieser Deiner Meinung nach Falschmeldungen über E10 verbreitet. Und was machst Du?

    Ich glaube nicht, dass Du mit Deinen Argumenten auch nur einen E10 Verweigerer (und davon gibt es viele) von E10 überzeugen konntest.... ausser Dich selbst vielleicht!
     
  7. MarkBo

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    Da es ja um unbelegte Fakten geht:

    Man kann von der Bezeichnung E10 (wenn man die richtigen Formeln kennt), auf die Illuminati als Urheber des Kraftstoffs kommen.:lol:
     
  8. TiPhie

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    @ Agamemnon:

    Mir zeigt vor allem, Teil 3 Deiner Argumentation, dass Du keine Ahnung von der Preisbildung in der Landwirtschaft und NAhrungsmittelindustrie hast!


    1. Ob die Flächen knapp sind oder nicht, lassen wir mal dahingestellt. Da kannste die Zahlen nämlich so oder so rechnen - wie Du sie gerade brauchst!

    2. Regenerationsfähigkeit ist ein sehr wichtiger Punkt! Die lässt sich zum Beispiel auch durch den Anbau stickstoffbindender Pflanzen (z.B. Erbsen, Lupinen, Luzerne) erreichen, aber:

    Guck Dir mal die Entwicklung der Ackerflächennutzungsstruktur seit Erlass des Gesetzes zum Vorrang erneuerbarer Energien bzw. dessen Novellierungen an! Da haste einen deutlich erkennbaren Zuwachs an Anbauflächen für Mais und Zuckerrüben. Wenn Du Dir gewisse Gegenden mit ner hohen Dichte Biogasanlagen anguckst, wirste feststellen, dass da nur noch Mais steht! Nichts anderes. Das hat mit dem Gas- und dem Flächenertrag zu tun. Auf eine detaillierte Rechnung verzichte ich an dieser Stelle mal, weil gesunder Menschenverstand ausreichen sollte, um folgendes zu verstehen:

    Mit einer Biogasanlage lassen sich höhere Gewinne einfahren als mit beispielsweise Milchviehhaltung. Der Grund: Die geregelte Vergütung für Strom nach EEG! Bauern liefern dementsprechend mehr Mais an den Anlagen ab, da hier höhere Preise erzielt werden können. Durch den Flächenbedarf der Anlagen schnellen die Pachtpreise in der Umgebung von Biogasanlagen in die Höhe. Dass Mais teilweise über 50 km durch die Gegend gekarrt wird, ist dabei keine Seltenheit! Außerdem darfst Du nicht vergessen, dass es große Stromanbieter gibt, die Flächen teilweise für ein Vielfaches des eigentlichen Verkehrswertes aufkaufen, um dort beispielsweise Windparks aufzubauen. Diese Fläche sind statistisch gesehen Brachflächen (=Subventionen).

    Und nun der Transfer auf die Rübenerzeugung zur Ethanolgewinnung. Wer zahlt mehr? Die Zuckerfabrik oder der Ethanolerzeuger?? Was sich daraus ergibt, das darfst Du Dir gerne mal in aller Ruhe überlegen!!
    Aber ich gebe Dir einen kleinen Tipp: Wende das Biogasprinzip analog an!

    - alles klar? ;)



    Über den Mehrverbrauch müssen wir gar nicht diskutieren, da Du gewisse Faktoren wie die feinfühlige moderne Elektronik gar nicht beachtet hast... Da kannste rechnen so viel Du willst: Das wird sich auswirken!


    Und ich finde es ehrlich gesagt merkwürdig, dass hier jemand anfängt, Argumente "für" E10 zu sammeln. Wenn die Leute nicht wollen, dann wollen sie nicht, dabei sollte man es belassen und nicht versuchen, sie auf so fadenscheinige Weise vom Gegenteil zu überzeugen.
    Und noch etwas: Wenn wir beide einen Vertrag abschließen, dass Du für die Behebung jedes Schadens an meinem Auto aufkommst, der durch E10 entstanden sein könnte, dann tanke ich das Zeug!
    Auf die Idee, dass man sich das nicht leisten kann, biste scheinbar ja noch nicht gekommen?!

    Das mag jetzt etwas schroff geklungen haben! Ich möchte in diesem Forum niemanden persönlich angehen, aber langsam bin ich es echt leid, dass immer wieder Leute meinen, sie müssten versuchen mich zu "bekehren"! Und da Du diesen Thread eröffnet hast, kriegst Du das jetzt auch volle Breitseite ab ;)
     
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  9. #8 Grautschow, 26.03.2011
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    Ist doch schön wenn ihr es nicht tanken wollt. Immerhin eure Entscheidung.
    Ihr seid intelligent genug um euch eure eigene Meinung zu bilden.


    Fatal finde ich allerdings, daß viele die Lügen oder falschen Tatsachen aus Unwissenheit oder aus Eigennutz (welcher das auch sein mag) als Wahrheiten annehmen.

    Man, was hab ich da schon für Märchen gehört...
    Ein Brüller war, daß E10 nach 2 Monaten nicht mehr zündet! :lol:
    Aber viele glauben das!:verdutzt:

    Das hat jetzt nix mit dem E10 Sprit zutun.
    Es zeigt nur immer wieder wie leicht es sich einige machen.

    Aber wer andere für sich denken lässt hat schon verloren.
    Die Geschichte hat es oft genug bewiesen.

    Ich betone nochmal, daß das nicht auf E10 bezogen ist!
    Ich lehne E10 auch ab! Aber wahrscheinlich aus ganz anderen Gründen.

    Wahrscheinlich wollte Agamemnon auch Niemanden von euch "bekehren"!

    Meine Meinung zu E10:
    Technisch für viele die jetzt schon E5 tanken unbedenklich.
     
  10. #9 jogie79, 26.03.2011
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    Eins ist Fakt kein Hersteller gibt eine schriftliche Garantie das das Fahrzeug E 10 Tauglich ist,und er für schäden aufkommt.

    Noch besser ist Volvo dort gilt die Freigabe nur Für Fahrzeuge wo die Wartungsvorschriften eingehalten worden sind,heisst kein schekheft oder nicht lückenlos keine E10 Freigabe.
    http://www.volvocars.com/de/top/about/customer_care/pages/faqs.aspx#kraftstoff
     
  11. #10 Fordflieger, 26.03.2011
    Zuletzt bearbeitet: 26.03.2011
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    Ich tanke es auch nicht, eher tanke ich Super Plus. Aber wenn ich ein Hersteller wäre, ich wurde NIEMALS solche Garantien vergeben.

    Warum?

    Weil sich locker genug Leute finden die auf einmal Probleme bemerken, von denen die vorher nichts mitbekommen haben. Einfach nur weil es "im Hinterkopf" durch Medien etc. ist.

    Das Problem was dann entstehen kann und wird, Leute beschweren sich, das häuft sich weiter an. Solange bis der Hersteller deswegen in den Medien ist.
    Der Hersteller kann dann sowas wie

    a) Alle Autos reparieren und gut blechen
    b) Nichts reparieren und einen großen Rufschaden davontragen
    c) Gutachten von den Fahrzeugführeren verlangen und dadurch auch Rufschädigend agieren

    machen

    Und Fakt ist einfach, man bekommt auf NICHTS (oder fast nichts) was z.B. wie mein Escort 14 Jahre alt ist eine neue Garantie die besagt das in so einem speziellen Schadensfall repariert wird. Zumal immer das Problem besteht, ob das Kundenfahrzeug tatsächlich durch E10 hops gegangen ist und nicht ein schleichender Schaden da sein Werk vollbracht hat.
    Was wieder Gutachterkosten bedeutet.

    War es ein Vorschaden und klagt der Hersteller die Gutachterkosten (die er, sage ich mal, so kulant für die Prüfung ob es E10 war übernommen hat) ein, weil die wohl kaum einer selbst bezahlen will, gibt es auch wieder Rufschädigung.

    Und beziehen wir das dann mal auf alle Altfahrzeuge. Der Hersteller wäre als dumm zu bezeichnen sowas zu machen.


    Es wäre zwar schön, aber das wird einfach nicht passieren. Tanken würde ich es aber persönlich trotzdem nicht.
     
  12. #11 Carcasse, 26.03.2011
    Zuletzt bearbeitet: 26.03.2011
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    Ich glaube nicht, daß die Pro Argumente vom TE persönlich kommen.;)
    Ist doch ok wenn auch mal die Pro Seite angesprochen wird. Zumal es nur um Fakten geht. Da fällt mir subjektive bzw. objektive Betrachtungsweise ein.

    Da werden früher oder später entsprechende Kontrollmechanismen anlaufen. Versprochen! :boesegrinsen:

    @Fordflieger: Weil das Substantiv dazu als Schimpfwort gewertet wird. ;)
     
  13. #12 MucCowboy, 26.03.2011
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    100%ige Zustimmung. Dein Beitrag klingt nicht "abgeschrieben", sondern man merkt Du weißt wovon Du redest.

    Nicht alle laut Kataster bestehenden Brachflächen sind achtlos unbestellte Felder. Windkraft- und Solarstromanlagen sind nur einige Beispiele für Agrar-fremde Nutzung, die dann im Sinne der Landwirtschaft als "Brachfläche" ausgewiesen wird. Weitere Gründe sind absichtliche Stilllegungen dank EU-Subventionen oder wegen Unwirtschaftlichkeit durch zu große Entfernung vom Betrieb, usw usw. Es ist also irreal, einfach zu verlangen, für Ethanol alle laut Kataster ausgewiesenen Brachflächen wieder zu bestellen.

    Es darf jedoch bezweifelt werden, dass dies notwendig sein wird, denn...
    (Ich schlage jetzt die Brücke zur Ökobilanz von E10)
    Woher kommen also große Teile des zu erwartenden Mehrbedarfs an Zuckerrüben? Aus Billigproduktionsländern, beispielsweise aus Südamerika. Mineralölkonzerne arbeiten weltweit, im Gegensatz zum kleinen Biogas-Kocher um die Ecke. Dort unten scharren sie mit den Hufen, Zuckerrüben an den europäischen Kraftstoffbedarf verkaufen können, zu Preisen die für sie sehr hoch, für die EU-Konzerne dagegen sehr billig sind. Viel billiger wie hier jeder Landwirt produzieren kann. Diese Rüben werden kann über die Weltmeere zu uns geschippert, was ja sooooo umweltverträglich ist. Und mehr noch: wenn das Geschäft erst richtig anläuft, brauchen die dort zusätzliche Anbauflächen. Was muss dafür weichen? Der Regenwald. Und das ist ja auch gaaaanz im Sinne der ökologischen Anstrengungen, gell?

    Es darf mindestens bezweifelt werden, dass diese Entwicklung im Sinne von E10 als Öko-Verbesserungs-Mittel ist. Und es darf mindestens bezweifelt werden, dass unsere hochgeschätzte Regierung in der Lage war, so weit zu denken.

    Grüße
    Uli
     
  14. #13 Zetecfocus, 27.03.2011
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    Dieser PRO E10 Thread spricht für sich, die Intention des TE ebenfalls.

    Brach liegende Stellen haben seinen Sinn....ökologische Landwirtschaft....einfach mal seine Hausaufgaben machen, danach sich mit der EU Diktatur in der Landwirtschaft durchforsten und danach neue objektive Positionen finden.

    Die Argumentation mit der Widerlegung des Mehrverbrauchs hinkt so bösartig, dass es schon schmerzt.....und beleidigt den Intellekt jeglichen Mitteleuropäers.

    Wie so oft im Leben, geht es um Pro und Kontras. E10 und höher erfüllen all das nicht, weswegen man es einsetzt Punkt, also muss es vom Markt.

    Die Jammerei der Ölindustrie und Öllobby geht mir am Allerwertesten vorbei, die machen so fette Mrd Gewinne....die können mich mal.
     
  15. #14 Agamemnon, 27.03.2011
    Zuletzt bearbeitet: 27.03.2011
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    Es sind ja doch ein paar Antworten gekommen.

    Zu allererst: Ich möchte hier niemanden bekehren!!!
    Ich selbst habe noch kein E10 getankt und werde es auch nicht tun!
    Mit geht es darum, dass ganz besonders in Autoforen (und auch hier) nicht selten Unwahrheiten verbreitet werden, um die Argumente der notorischen E10-Hasser zu unterstreichen.

    Zu allererst: Nachgewiesen wurde in dem von dir genannten Test (übrigens durchgeführt von der AUTO BILD) gar nichts. Für einen Nachweis muss es sich um eine Testreihe handeln, die signifikante Ergebnisse liefert.

    Zweitens: Ich habe nirgends dem Ergebnis dieses Versuchs gesprochen! Darum geht es doch auch überhaupt nicht, sondern darum, dass Leute in Foren Zahlen dieser Größenordnung nennen und als "Norm-Mehrverbrauch bei E10" verbreiten. Beispiele gefällig?

    Beide aus diesem Forum:

    "Um die 5%", "5 oder mehr Prozent", ist es da nicht legitim, mit mathematischen Mitteln zu zeigen, dass schon 6% Mehrverbrauch physikalisch gar nicht möglich sind?

    Ich wiederhole nochmal: Ich störe mich an o.g. Behauptungen, die manche Leute fortwährend weiterverbreiten!

    Thema Monokulturen, Ausweichen der Landwirte auf Rohstoffe zur Biogaserzeugung usw. habe ich nirgends geleugnet und/oder schöngeredet.

    Hast du eigentlich gelesen, was genau ich geschrieben habe?

    Ich schrieb: "Wir haben in Deutschland gar nicht genügend Flächen zum Anbau für die zur Ethanolgewinnung benötigten Pflanzen, außerdem..."

    Fakt ist: Die Flächen haben wir sehr wohl. Dass es (mehr oder weniger) gute Gründe gibt, sie nicht zu nutzen, steht auf einem anderen Blatt. Nur eine großflächige Regenwaldrodung, wie gelegentlich behauptet, wird es nicht deshalb geben, weil in Deutschland mehr Ethanol dem Benzin beigemischt wird.



    Ich sammle keine Argumente FÜR E10, sondern (wenn du so möchtest) Argumente gegen "erfundene" Argumente gegen E10.

    Das zeigt mir eindeutig, dass du nicht verstanden hast, worum es hier geht.

    Danke, wenigstens einer, der es verstanden hat.


    Soso, du kennst also meine Intention - hast wohl genau gelesen, das freut mich, prima!

    Oh, zu früh gefreut - du hättest wohl doch etwas genauer lesen sollen...

    Wo hinkt der genau? Dann belege doch bitte einmal, dass es tatsächlich, Zitat "5 oder mehr Prozent" Mehrverbrauch durch E10 gibt. Wie auch immer du das machen möchtest, es sei dir freigestellt.

    O.g. Aussage, behaupte ich mit meiner Rechnung widerlegt zu haben. Und auf welche Art diese Rechnung der Intellekt jeglichen Mitteleuropäers (warum eigentlich keine Nord-, West-, Ost- oder Südeuropäer?) beleidigen soll, hätte ich gleichzeitig auch gerne erklärt, wenn du schon einmal dabei bist.

    Das klingt eher nach einer persönlichen Beleidigung gegen mich.

    Wer jammert denn über E10, die Ölindustrie etwa? Geben Shell und Total große Pressenachrichten heraus, in denen sie sich darüber beschweren, dass E10 Schäden an Tankfahrzeugen oder den Lagertanks der Tankstellen verursacht?
    Nein, von denen hört man meiner Meinung nach ziemlich wenig über das Thema.

    Es jammern einzig und alleine die Autofahrer.


    Nochmal für alle: Ich will niemanden für E10 überzeugen, sondern bloß einige (meiner Meinung nach) an den Haaren herbeigezogene Behauptungen der E10-Gegner näher beleuchten.
     
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  16. #15 Loki_GER, 27.03.2011
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    Loki_GER boykottiert E10

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    Ohne das ich jetzt Lust hätte großartig nachzurechnen ... :)

    ... aber du machst da, glaube ich, gerade einen Fehler.
    Du berechnest einzig den Mehrverbrauch zwischen E5 & E10 und legst dabei für beide Gemische den gleichen Brennwert zugrunde, was so nicht funktionieren dürfte. Der Energiegehalt von reinem Ethanol ist geringer als der von Super (95) und somit wird, bei gleichen Rahmenbedingungen, ein Auto das mit einem Benzin/Ethanol Gemisch E5 betrieben wird für eine Strecke X mehr Kraftstoff verbrauchen als ein Auto das mit einem Benzin/Ethanol Gemisch E10 betrieben wird.

    Wenn du also den genauen Mehrverbrauch errechnen möchtest müsstest du den Brennwert beider Gemische (E5/E10) unter gleichen Bedingungen berechnen und daraus dann die maximal zurücklegbare Strecke ... und erst dann könntest du den genauen Mehrverbrauch in % errechnen.

    Mir ehrlich gesagt zu kompliziert, da bleibe ich lieber bei der Aussage der Industrie die von bis zu 3% redet (BMW) ... zumal es mir erst an hinterster Stelle um den Verbrauch geht. ;)
     
  17. #16 Agamemnon, 27.03.2011
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    Ich lege nicht den gleichen Brennwert zugrunde, sondern der Mehrverbrauch. Und dieser ergibt sich direkt aus dem Unterschied zwischen den beiden Brennwerten (woher auch sonst?).

    Daraus berechne ich dann die Mengen an Benzin und Ethanol, die verbraucht würden, wenn der Mehrverbrauch tatsächlich "5 oder mehr Prozent" betragen würde, in diesem Fall dann willkürliche 6%.
     
  18. TiPhie

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    Soory, aber nach Deiner Einleitung war das etwas missverständlich! Wenn Du schreibst, dass Du mit falschen Fakten aufräumen möchtest (finde ich super, echt!) und dann den Satz in dieser Form veröffentlichst, klingt das etwas merkwürdig/widersprüchlich.
    Und ich finde es wichtig, dass man auch das, was auf einem anderen Blatt steht, in diesem Zuge nennt. Denn genau darauf kommt es ja an, dass wenn man etwa richtig stellen will, man auch umfassend kommentiert. Wenn Du aber einfach nur schreibst (sinngemäß, stark vereinfacht, wie ich dich verstanden habe):

    Es ist falsch, dass es in Deutschland nicht genügend Flächen gibt. Wir haben 10% Brachfläche, die man ja dafür nutzen könnte.

    Wenn man das so stehen lässt, ist Deine Aussage noch falscher als die Falschaussage, dass wir zu wenig Flächen haben. Verstehst Du, worauf ich hinaus will??;)
     
  19. #18 Scorpio2.9_xf, 28.03.2011
    Scorpio2.9_xf

    Scorpio2.9_xf Benutzer

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    E10 nach 4 Tagen schon teilzersetzt!

    Nach 4 Tagen schon sieht ungerührtes E10 aus wie Pisse.
    Darum haben namhafte Mineralölgesellschaften auch ein sog. E10 Rührprotokoll eingeführt, fragt mal Eure Tankpächter....die haben extra eine autom. Bewegungseinrichtung im Erdtank oder, wenn sie es noch nicht haben,
    müssen die es nach einer festgelegten Richtline alle paar Tage einmal im Kreis pumpen.
    Das ist Fakt.

    Ihr glaubt es nicht:

    Hier bitte den Thread lesen.

    E10 zersetzt sich im Zeitraffer.

    http://bugfans.de/forum/antrieb/e10-eignung-t1207-30.html

    Nichts davon kommt mir in den Tank, da meine Wagen durchaus auch mal 4 Tage und länger stehen, glaubt Ihr ich will dann meinen Tank leerpumpen?!?!?
    Dito Motorräder und Rasenmäher.

    Viele Grüße

    Olaf
     
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  21. #19 Agamemnon, 28.03.2011
    Agamemnon

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    Wie genau zersetzt sich das E10 denn da? Hast du Informationen über eine chemische Analyse, die in dem von dir verlinkten Thread nicht erwähnt wird?

    Alles, was man da sehen kann, ist eine Farbveränderung.
    http://up.picr.de/6538090sid.jpg

    Unterziehe mal normales Benzin einem ähnlichen Test. Du wirst dich wundern ;)

    Ich rede nicht von Feldern, die nach mehreren Jahren intensiver Bewirtschaftung mal ein Jahr brach liegen, damit der Boden sich erholen kann.

    Falls du die Zahlen gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass die Nutzung eines kleinen Teils der Brachfläche genügen würde, um genügend Ethanol zu erzeugen. Und da es sich bei Brachflächen (neben den für Windkraft oder Solarenergie genutzten Flächen) auch oftmals um Felder handelt, die schon seit Jahren nicht landwirtschaftlich genutzt werden, ist eine Nutzung hierzu grundsätzlich ja möglich, oder?
     
  22. TiPhie

    TiPhie auf Gratwanderung

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    Mir musst Du nicht sagen, was reichen würde! Das weiß ich wohl.
    Es geht um die falschen Entwicklungsimpulse, die dadurch gegeben werden! Es lässt sich nun einmal einfach nicht leugnen, dass Pachtpreise in die Höhe gehen etc pp. und das sind Tendenzen, die man bei Biogas beobachten konnte und ich sage nichts weiter als dass der Zuckerrübenanbau diese Problematik verschärfen wird.

    Bei Flächen, die über längere Zeit aus der Nutzung genommen sind, hast Du das Problem, dass die irgendwann als Grünland gelten und nicht mehr umgebrochen und als Ackerflächen genutzt werden dürfen...
    Da ist nichts mit mal eben schnell...


    Dazu kommen Dinge, die hier noch gar nicht angesprochen wurden: Anbaupausen
     
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