Steinschlag durch Vordermann (Baustellenfahrzeug) - Wer zahlt?

Diskutiere Steinschlag durch Vordermann (Baustellenfahrzeug) - Wer zahlt? im Recht, Gesetz & Versicherung Forum im Bereich Ford Forum; Hallo, folgender, angenommener Fall: Ein PKW fährt auf der Landstraße hinter einem herkömmlichen Kipplaster her. Dieser ist beladen (mit Schutt...

  1. #1 Baumi182, 12.02.2014
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    Hallo,

    folgender, angenommener Fall:

    Ein PKW fährt auf der Landstraße hinter einem herkömmlichen Kipplaster her. Dieser ist beladen (mit Schutt oder ähnlichem).

    Durch einen Steinschlag erleidet der hinterherfahrende PKW zwei Abplatzer im Bereich der Motorhaube und des Daches. Beides sind gravierende Steinschläge, bis auf die Grundierung. Mit auspolieren wird das nix. Selbst eine Smart-Repair wird schwierig. Im schlimmsten Fall müssen die Teilflächen neu lackiert werden.

    Meine Meinung dazu war bisher, dass es sich eben um das "Betriebsrisiko" beim Bewegen von Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen handelt und der Halter des PKW selbst für den Schaden aufkommen muss.

    Eine andere Person sagte jetzt, dass sowas von der Haftpflicht des vorausfahrenden Baustellenfahrzeuges übernommen werden muss.

    Ich bin der Überzeugung, dass man doch damit niemals bei der gegnerischen Versicherung durchkommt oder? :gruebel:
    Die werden einem doch von doppeltem Sicherheitsabstand und "besonderer Umsicht" erzählen.

    Hat jemand damit Erfahrungen?
     
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  3. #2 ViperGTSRC, 12.02.2014
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    Hier ist ganz wichtig zu unterscheiden ob der Steinschlag durch die Räder hoch gewirbelt oder von der Ladung verloren wurde.

    Sind die Steine hochgewirbelt worden trifft den Fahrer kein schuldhaftes Verhalten. Deshalb muss er dafür auch nicht haften. Das ist dann ein Fall von Betriebsrisiko beim fahren im Straßenverkehr.

    Verliert er jedoch Steine von der Ladung so hat er seine Pflichten hinsichtlich der Ladungssicherung missachtet. Dazu gehört auch die Reinigung aller Flächen.

    Dann ist sehr wohl der Fahrer dafür haftbar. Dies muss man aber explizit belegen können.
     
  4. #3 devilmen_78, 12.02.2014
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    Genau so sieht es aus. War aber früher anders.......
     
  5. #4 scorpio kombinator, 12.02.2014
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    gut erklärt :top:

    Nachweis: Ein Zeuge langt.
     
  6. Rathi

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    Unter dem Hinweis das ich von österreichischem Recht rede:

    Auch ein hochgewirbelter Stein eines vorausfahrenden LKW kann ihm zum Verhängnis werden.
    Wenn er aus einer Schottergrube kommt ist er (theoretisch) verpflichtet die Reifen nach eingefahrenen Steinen abzusuchen.
    Tut er das nicht ist er schuld wenn ein Stein ein nachkommendes Fahrzeug trifft.

    Die Beweislage daß der Stein auf der Straße lag und nicht schon mitgenommen wurde ist wohl etwas schwierig für den Brummifahrer.

    Wer als LKW-Fahrer ständig alle Reifen absucht werfe den ersten Stein... :lol:
     
  7. #6 RedCougar, 12.02.2014
    RedCougar

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    Das ist so nicht korrekt. Wenn der Verursacher zweifelfrei feststeht und dieser sich nicht angemessen (z.B. zu schnell) im Straßenverkehr bewegt hat, dann muss der Verursacher auch bei einem Schaden durch aufgewirbelte Steine (z.B. Windschutzscheibe kaputt) haften.

    Wenn Ladung von einem LKW herunterfällt, egal ob große oder kleine Steine, Bretter, Kisten etc., dann haftet immer der Verursacher.
     
  8. #7 Wolle1969, 12.02.2014
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    Nicht angemessen oder zu schnell sind weite Begriffe.
    Wer kann das beurteilen? Wenn er zu schnell war, warum bin ich dann hinter ihm?
    Was anderes wäre es bei nem Kavalierstart auf einer Strecke mit Rollsplit.
     
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  10. Pommi

    Pommi Guest

    Diese Rechtslage ist auch in Deutschland. Zählt aber nur bei Zwilingsreifen. Und wenn ich mich nicht irre, in Österreich genauso. Es geht dabei nämlich nicht um die kleinen Steinchen in den Profilrillen, sondern um die Steine, die zwischen den Zwillingsreifen stecken. Grund: Die Steine, die dazwischen stecken bleiben, liegen in der Regel nicht einfach so auf de Straße. Aus dem Grunde haben Bagger mit Zwillingsreifen fast immer so einen Gummieinsatz zwischen den Zwillingsreifen.

    Deshalb ist es in der Regel zumindest in Deutschland so, dass bei Steinen ab einer bestimmten Größe (also solche, die sich in der Regel zwischen Zwillingsreifen einklemmen können) die Beweislage beim LKW-Fahrer liegt. In der Regel sind das dann aber auch keine Steinschläge mehr. sondern größere Schäden.
     
  11. Jelli

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