Steuergerät "einfahren"

Diskutiere Steuergerät "einfahren" im Allgemeines Forum im Bereich Ford Forum; Hallo, auch wenn ich jetzt von den erfahrenen Usern Prügel beziehe - ich frage trotzdem ;) Ich habe hier öfter im Forum gelesen, dass man das...

  1. mito

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    Hallo,
    auch wenn ich jetzt von den erfahrenen Usern Prügel beziehe - ich frage trotzdem ;)
    Ich habe hier öfter im Forum gelesen, dass man das Steuergerät nach einem Reset oder langem Batterie abklemmen wieder einfahren soll. Also eine Weile Stadtverkehr, dann Autobahn, dann Landstraße ... Das klingt mir ziemlich nach Voodoo und mit 'nem Edding den Rand einer CD schwarz malen.
    Ganz im Ernst - Was soll das Steuergerät denn lernen?
    Was wäre denn, wenn ich ein Auto von 'ner Oma kaufe, die immer geschlichen ist? Müsste ich die Karre dann auch erst resetten :lol:
     
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  3. JBS

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    Nein müsstest du nicht, aber du müsstest den Wagen langsam einfahren.

    Wenn die Oma immer nur "geschlichen" ist, keine Autobahn, nur zum Aldi und zurück.

    Naja, dann hast du nicht lange was vom Auto, wenn du dann direkt beim 1. mal durchziehst.


    Mein auto gehörte auch einer ü 70 Omi und ich denke, so wie der Wagen jetzt läuft etc. hab ich Ihn gut "umgepolt"


    Was das Steuergerät neu lernt?


    Leerlauf werte, verschleiss status etc.

    Hast du das schonmal gemacht?

    Der Wagen läuft wie ein Eimer scheisse wenn du den nach dem Batterie abklemmen etc. wieder anwirfst.

    Theoretisch müsste man das nicht neu anlernen, es "lernt" ja eh beim Normalen alltags gebrauch.

    Nur Ford macht das halt, um seinen Kunden ein voll funktionstüchtiges Auto auszuliefern.

    Wie würdest du es finden, wenn du ein Auto für 80.000€ Kaufst und die dir dann ne Anleitung in die Hand drücken in der steht das du das Steuergerät noch selbst "programmieren" musst. ;)
     
  4. mito

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    Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich. Es ist mir schon klar, dass ich eine solche Karre dann nicht gleich quälen sollte. Aber das sind doch dann eher Dinge von Motor und Getriebe und nicht Elektronik, oder?

    Was soll denn da "umgepolt" werden. Ich kann doch aus dem Oma-Auto keine WRC Karre machen und umgekehrt. Das liegt wohl eher daran, dass der (Sorry) ganze Rotz mal rausgeblasen wurde.

    Kann ich nicht bestätigen.

    Na was denn nun? Hat Ford das programmiert/angelernt und gut ist - auch nach Batterei abklemmen, oder nicht ...
    Also richtig erleuchtet bin ich noch nicht.
     
  5. N-Jay

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    ich hab da ehrlich gesagt wenig ahnung von, aber meine erfahrung bisher war:
    wenn ich längere zeit "piano" gefahren bin, also eher sparsam, hat der motor sich auf sparsames fahren eingestellt ("kennfelder umgestellt" oder sowas hab ich mal in dem zusammenhang aufgeschnappt)
    irgendwann mal wieder zwei-drei sprints auf 100 gemacht, geht das auto am nächsten tag auch im normalbetrieb etwas spritziger und leichter auf die 100, auch überholen ging wieder schneller.
    aber ob steuergerät oder "freiblasen" den unterschied ausgemacht haben, kann ich leider nicht beurteilen.
     
  6. #5 MucCowboy, 02.09.2008
    MucCowboy

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    So, dann mal die Erklärung zur ursprünglichen Frage, bevor noch mehr hier durcheinandergerührt wird ;)

    Durch das Abklemmen der Batterie geht im Steuergerät der flüchtige Speicher verlören, so wie der RAM im PC. In diesem Speicher legt das Steuergerät die Fehlercodes und sogenannte Laufzeit-Korrekturtabellen ab. Was ist das?

    Das Steuergerät regelt ständig die Mengen und Zeitpunkte von Einspritzung und Zündung. Für diese Berechnung - die übrigens raaaasend schnell erfolgt, pro einzelner Zündung (!) sind 20 - 50 Rechenschritte nötig - verwendet es eine Reihe von Input-Daten:
    > was der Fahrer befiehlt (Drosselklappe, Bremse, Kupplung)
    > was aktuell zum Motor kommt (Lufttemperatur, Luftmasse)
    > was der Motor aktuell macht (Stellung von Nockenwelle, Kurbelwelle, Fahrgeschwindigkeit, Temperatur und noch viel mehr)
    > und vom Werk eingespeicherte Wertetabellen, die sog. Kennfelder.

    Diese Wertetabellen gehen vom Normalzustand des Motors aus. Aber im Laufe des Alters hat der Motor Verschleiß, also passen diese Tabellen nicht mehr ganz. Woran merkt das die Steuerun? Ganz einfach: sie misst, was hinten rauskommt - wörtlich gesehen: die Lamdasonde analysiert den Restsauerstoff im Abgas, also wie gut die Verbrennung war. Ist sie schlecht, regelt die Steuerung entsprechend nach und prüft wieder - und wieder - und .....

    Wenn da jetzt mehr als 50 mal ein Nachregeln nötig ist (sogenanntes LTFT - Long Term Fuel Trim), dann speichert das Steuergerät einen Korrekturwert in diesen flüchtigen Speicher, der ab sofort zur Berechnung mit herangezogen wird. Im Laufe der Zeit baut sich so eine Tabelle aus solchen Werten auf, eben die besagte Korrekturwerttabelle. Dies ist die Selbstlernfähigkeit des Steuergerätes. Damit passt es sich lang anhaltenden Veränderungen im Motorbetrieb an. Meist wegen Verschleiß, schlechtem Öl, dünnerer Luft (wegen Höhenlage), dauerhaft anderem Kraftstoff, aber auch wegen anderem Fahrverhalten.

    Warum ist der Speicher nicht permanent sondern flüchtig? Auch ganz einfach: damit man ihn einfach resetten kann. Batterie ab oder die 3A-Sicherung ziehen - und schon ist das Modul im Urzustand. Läuft er dann eigentlich ganz gut, ist kaum Verschleiß.

    Dieses empfohlene Einfahr-Procedere ist also kein Voodoo, sondern hilft dem Motorsteuergerät, nach einem "Flash" (Reset) sich wieder dem tatsächlichen Motorverhalten anzupassen und fortan optimal zu regeln.

    @JBS: Was Dein Oma-Auto betrifft: Das Steuergerät hättest Du ganz schnell wieder auf Werkszustand bringen können, 3A-Sicherung raus und rein und fertig. Nur Dein Motor ist auf lange Zeit nicht vernünftig heißgefahren und hochgedreht worden. Das kann zu Ablagerungen führen, die erst mal weg müssen. Auch eine Art von Einfahren. Bei aller Technik, der Motor selber ist auch ein "Gewohnheitstier".

    Grüße
    Uli
     
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  7. N-Jay

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    ah, okay, danke für die ausführliche erklärung! jetzt versteh ich auch endlich mal, was da eigentlich passiert:top1:
     
  8. mito

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    @ MucCowboy
    Respekt für die gute und ausführliche Erklärung.

    Ich ziehe daraus folgende Schlüsse:

    1. kein Voodoo :rotwerden:
    2. für meine neue Karre ist das Anlernen nicht nötig.

    Wenn ich mit meinen knapp 500 km beim Basteln (Radio, Freisprecheinrichtung etc.) laufend mal die Batterie abklemme, muss ich nicht laufend diese Prozedur machen, weil bei 500 km wohl noch kein relevanter Verschleiß aufgetreten sein sollte, der Auswirkungen auf das Motormanagement hat. Also halt ich erst mal die Füße still und warte auf viele schöne km mit meinem FoFi.
     
  9. titus

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    Auch von mir ein dickes Dankeschön für die kompetente Erklärung!

    Wie lange braucht er denn, bis er wieder vernünftige Werte hat, und könntest Du mir ähnlich fundiert die Glaubensfrage beantworten, ob es bei lediglich lamda-geregelten Gasanlagen (z.B. Venturi, ohne Abgfriff Motorsteuergerät) Sinn macht, ihn auf Gas lernen zu lassen?

    Danke!
     
  10. #9 Ford-Magenta, 06.11.2010
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    also welche sicherung müsste man ziehen wo genau ist die ?
    und wenn ich beispielsweise ultimate tanke mit 102 oktan und der mit 95 oktan standard ja währe dann müsste ich für kurze zeit ja mehr leistung haben oder is das theoretisch falsch ? oder geht das anlernen zu schnell?
     
  11. #10 HeRo11k3, 07.11.2010
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    Laut Bedienungsanleitung: Einige Kilometer. An meinem alten Toyota habe ich das mal beobachtet (hatte da eine Lambdaanzeige eingebaut) und da war es tatsächlich meistens weniger als ein Kilometer, bis der Lambdawert bei konstanter Last meistens gestimmt hat, die Übergänge bei Lastwechsel, Volllastanreicherung, Schubabschaltung waren nach 5km meist auch korrekt.

    Im Prinzip sollte die Gasanlage so eingestellt sein, dass bei korrektem Einspritztiming im Benzinbetrieb auch das Timing im Gasbetrieb stimmt. Wenn dem nicht so ist, würde ich den Umrüster nerven...

    Was heißt denn "ohne Abgriff Motorsteuergerät"? Das Steuergerät der Gasanlage muss doch zumindest die Einspritzung abschalten, da wird es doch wohl die Signale zu den Einspritzventilen irgendwie verwerten - wäre doch doof, quasi ein komplettes zweites Motormanagement einzubauen...

    Das ist theoretisch falsch.

    Ultimate hat eine höhere Oktanzahl als Super, das heißt, man könnte den Motor höher verdichten (mechanische Änderung) oder höheren Ladedruck fahren (bei Turbos) ohne dass die Verbrennung klopft. Solange man das nicht tut (und der Motor wirklich so abgestimmt ist, dass er seinen optimalen Zündzeitpunkt mit Super erreicht) bringt eine höhere Oktanzahl keine Mehrleistung.

    Ultimate hat keinen höheren Energiegehalt als Super. Es wird außerdem auch immer noch die gleiche Menge Luft gebraucht, um die gleiche Menge Sprit zu verbrennen und damit die gleiche Energie freizusetzen.

    MfG, HeRo
     
  12. titus

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    he, ich weiß auch mal was:

    sequentielle anlagen tun dies, da sie die zylinder einzeln versorgen, bei flüssiggaseinspritzung nutzt man die verdampfungskälte wie beim intercooler um die niedrige energiedichte mit mehr gas auszugleichen, was sogar zu etwas mehrleistung führen kann.

    geregelte venturis (idr bis euro2/d3) regeln nur den gasdurchfluss im schlauch zum ansaugtrakt (idr einer, bei großen v-motoren o. 2 verdampfern auchmal 2), in dem es sich ohne rücksicht auf das stg mit der luft vermischt. sie greifen nur lamda ab, foppen aber ggf. das steuergerät, welches sich sonst wundern würde, dass es bzgl einspritzmenge machen kann was es will (und sollten den sprit bei abgeschalteten einspritzventilen weiter zirkulieren lassen.)

    nachvollziehbar scheint mir der o.g. gedanke aber insbes. bei hoher verdichtung und klopfregelung , da gas >> 100 oktan aber eben erhablich geringere energiedichte.

    bmw enduros haben übrigens automatisch o. per pin kennfelder für super+ und asiatische klingelbrühe und damit ganz erheblich verschiedene leistung. hat der mondeo nicht auch nen weltmotor?-)
     
  13. #12 MucCowboy, 08.11.2010
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    Hallo,

    danke nachträglich für die Anerkennung meines Erklärungsbeitrages. Ehrlich gesagt: nach 2 Jahren wieder gelesen und er gefällt mir selber ;)

    Erfahrungsgemß so etwa 20 bis 50 km, je nachdem wie "durchschnittlich" die Fahrweise in dieser Strecke ist. Und wichtig: der Motor sollte vollständig warmgefahren werden, damit er normale Betriebsbedingungen einnimmt, daher nicht unter 20 km.

    Gasanlagen benutzen die Sensorik des Benzin-Motormanagements, von daher ist eine Gas-Steuerung immer auch mit der Benzinsteuerung verbunden (Abgriff). Andernfalls müsste die Gassteuerung sämtliche Input-Sensoren selbst noch einmal verbaut haben. Das macht keiner und das geht auch zumeist garnicht. Zudem wurde ganz richtig gesagt: es gibt ein Steuersignal an die Benzinsteuerung, die Benzineinspritzung auszusetzen, wenn Gas aktiv ist.

    Zum Anlernen: Das Einblasverhalten von Gas unterscheidet sich grundlegend vom Einspritzverhalten unter Benzin. Ebenso wie die Gas-Steuerung die Gas-Ventile selber ansteuert, hat es auch eigene Anlern-Fähigkeiten. Bei einem bivalenten Motor muss man also immer aufpassen, welche Antriebsart man da "trainiert".

    Sorry, vom neuen Fiesta weiß ich es nicht, da hat sich zu viel geändert seitdem. Im Zweifelsfall tut es ein Abklemmen der Batterie auch.

    Nun, nach dem 1 km war die Lamdasonde auf Betriebstemperatur. Mehr auch nicht. Das sagt aber nichts über die Betriebsbedingungen des gesamten Antriebsstrangs und über die bislang gesammelten Messwerte der anderen Sensoren aus, geschweige denn über den Fortschritt beim Aufbau der eingangs genannten Korrekturwerttabelle.

    Oje. Ich greife mal nur die Punkte raus, die mit dem Thema dieses Threads auch noch was zu tun haben. ;)

    Jedes halbwegs moderne Steuergerät hat ein Input-Signal, dass die Einspritzung deaktiviert. Genau dieses Signal wird von Gas-Anlagen aller Hersteller benutzt, damit die Benzinventile zu bleiben, sobald das System auf Gas schaltet. "gefoppt" wird da garnichts, denn gleichzeitig pausiert auch die Einspritzberechnung im Steuergerät. Andernfalls würde sich das Steuergerät quasi "offline" zu Tode regeln und dann bei Rückfall auf Benzin mit völlig verdrehter Berechnung und total vollgemüllten Korrekturtabellen weitermachen wollen.

    Ford-Motoren sind zwar i.d.R für Super-Kraftstoff ausgelegt, können aber überall auf der Welt fahren. Und das auch ohne "Notbehelf" über getrennte Kennfelder á la BMW. Dazu haben sie bis ca. 1996 eine manuelle Oktanumschaltung, danach eine automatische Vor- und Fehlzündungs-Erkennung, ab ca. 2000 zusätzlich weiter verbessert durch den Klopfsensor.

    Grüße
    Uli
     
  14. titus

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    *g* wieso sind bmw-mopeds in der mongolei ot??

    im ernst: nochmal danke, insbes. da ich nun weiß, dass ich schneewittchen (1.6 xr3i efi cab) mit ehemals toter, jetzt neuer batterie nun auf gas fahren kann.

    wenn jemand verschieben oder einen eigenen thread draus machen will - gerne.

    imHo werden bei einigen sequentiellen und gerade für die exoten jedenfalls keine kpl neuen kennfelder programmiert, sondern nur die einspritzsignale variiert (wie beim billig-chippen?), weshalb man desöfteren liest, dass sie auf gas sehr viel besser laufen als auf sprit.

    aber bleiben wir bei meiner wenig modernen venturi, die sicherlich nur die ventile abschaltet: was spricht dagegen, was hab ich davon, dass ich ihn von anfang an mit der geänderten klopffestigkeit und energiedichte lernen lasse?
     
  15. #14 NuMmEr 6, 12.11.2010
    Zuletzt bearbeitet: 12.11.2010
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    mir kam jetzt gerademal ne frage auf...

    wenn man das steuergerät anlernen will/ muss, sollte der motor dann schon im betriebswarmen zustande sein oder ist das in dem fall egal da man ihn ja eh warm fährt?

    hat sich glaub ich auch von allein geklärt :pfeifen::verrueckt:
     
  16. #15 MucCowboy, 12.11.2010
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    Es gibt Fragen, die aus Gedankengängen heraus entstehen, denen ich irgendwie nicht mehr folgen kann :gruebel::rolleyes: Keine Ahnung, ob's an mir liegt oder... :lol:

    Nix für ungut. ;)

    Das Motorsteuergerät "lernt" von dem Moment an, wenn Du die Zündung einschaltest, und zwar so lange, bis Du sie wieder ausschaltest. In der Regel ist da auch eine Kaltlaufphase dabei. Richtig toll ist die für den Anlernvorgang natürlich nicht, aber unvermeidbar. Deshalb hab ich ja oben ausdrücklich gesagt: ganz warmfahren.

    Grüße
    Uli
     
  17. #16 NuMmEr 6, 13.11.2010
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    ja, kennst das doch sicherlich auch, man liest was, überlegt...
    dann schreibt man und sobald man es abgeschickt hat machts klick ;)

    bin dann selber auch noch drauf gekommen.
    aber weshalb ist es für den anlernprozess nicht vorteilhaft?
    freilich, da sind andere werte aber das gehört nun mal doch eben dazu,oder?
     
  18. #17 OHCTUNER, 13.11.2010
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    Ist vollkommen Wurst , hab mein Steuergerät schon öfters resettet und dann einfach am nächsten Morgen wie immer gefahren und fertig !
    Kann durchaus je nach Wegstrecke mehrere Tage dauern bis das anlernen abgeschlossen ist , man kann im normalen Alltag selten komplett alle Fahrzustände abspulen , heute ist zb. das 1. Mal Autobahn nach Resette angesagt , man merkt vom anlernen eh kaum was , das Steuergerät schießt sich nur noch auf die Fahrweise ein , mehr nicht !
     
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  20. #18 MucCowboy, 14.11.2010
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    Ich liebe solche qualitativ hochwertigen Kommentare ;)
    Wir diskutieren hier nicht darüber, was man tun KANN sondern was man tun SOLLTE. Die Motorsteuerung ist robust genug, um auch ohne pflegliche Behandlung nicht gleich in's Jenseits abzufliegen.

    @shaim: vergleiche das mal mit dem Eichen einer Waage. Das sollet man ja auch bei möglichst einheitlichen Bedingungen tun, also z.B. wenn die Waage genau im Lot steht und es eine bestimmte Umgebungstemperatur hat. Natürlich kann man die Waage auch bei Frost eichen, aber dann liegt sie etwas daneben. So ähnlich verhält es sich hier auch. Natürlich kann das Motorsteuergerät auch lernen, wenn die Maschine kalt ist oder wenn man mit Vmax über die Bahn bügelt. Aber das sind halt Extremwerte, die ein verschobenes Lernergebnis bringen. Der Unterschied zur Waage ist, dass das Steuergerät permanent weiterlernt und nach und nach solche verschobenen Werte ausbügelt. Es dauert halt nur deutlich länger. Eine Werkstatt hat nicht tage-lang Zeit, Dir das Steuergerät neu anzulernen. Daher die Hinweise, wie es am schnellsten vernünftig gemacht wird.

    Grüße
    Uli
     
  21. titus

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    Nochmal etwas zum ursprgl Beitrag: Bei dem ollen Essi ist's ein Unterschied wie Tag und nacht, nachdem er definitiv etwas länger als 50 km gelernt hat. Hatte anfangs obwohl Öl, Kerzen, Kabel etc neu erst mal viel zu hohen LL, aus dem er sich aber kaum ohne Verschlucken anfahren ließ, grausames Konstantfahrtruckeln, was sich dann aber gab. Ein paar Tankfüllungen später in nem Innenstadtstau dann nochmal das gleiche Spiel, hielten mich wohl für einen recht proletarischen Fahranfänger...der dann aber sehr schnell lernte:)

    Bestätigt also, dass er besondere Umstände, Lastzustände, etc. erst dann lernt, wenn sie auftreten.

    Jetzt würde mich aber immer noch interessieren, ob ich was davon habe, wenn ich ihn gleich auf Gas angelernt hätte, denn ich bilde mir ein, dass er sich nachdem ich ihn nur noch auf sprit warm fahre, gerade prima ans Gas gewöhnt. bzw. auf einer Referenzstrecke, wo er Anfangs bis zu einem gewissen Punkt auf Sprit gut über 180 kam, auf Gas aber nur an 160, ist allmählich fast kein Untscherschied mehr. Endgeschewindigkeit auf Gas möchte ich den Ventilen nicht zumuten. Wäre aber noch interessant, ob er durch die Gasfahrten auf Sprit jetzt verloren hat. Na jedenfalls werd ich über die Wintermonate gut die Batterie joggen.

    Fest steht: Anlernen ist kein Vodoo, dauert bei dem ollen Ding noch recht lange, lässt einen anfangs an einen unbekannten Defekt glauben und nervt!o)
     
Thema:

Steuergerät "einfahren"

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