Überhitzung an den Zündkerzen / erhöhte Drehzahl

Diskutiere Überhitzung an den Zündkerzen / erhöhte Drehzahl im Fiesta Mk1/2 Forum Forum im Bereich Ford Fiesta Forum; Guten Tag allerseits! Kürzlich wurde ich auf der Suche nach einem Alltagsfahrzeug fündig und kaufte einen sehr gut erhaltenen Fiesta 1,4l MK-II...

  1. #1 Ralf p.H., 19.05.2017
    Zuletzt bearbeitet: 19.05.2017
    Ralf p.H.

    Ralf p.H. Neuling

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    Fiesta MK-II 1,4l-i 1988
    Guten Tag allerseits!

    Kürzlich wurde ich auf der Suche nach einem Alltagsfahrzeug fündig und
    kaufte einen sehr gut erhaltenen Fiesta 1,4l MK-II EZ-1988 mit
    Zentraleinspreizung, Scheckheftgepflegt und nur (echten) 100.000km.
    Das Fahrzeug hat in den vergangenen Jahrzehnten wohl oftmals lange Zeit
    unbenutzt gestanden und wurde in den vergangenen Jahren auch nur
    sporadisch bewegt.

    Vor einigen Tagen - nach etwa 2.000km Alltagsbetrieb - stieg schlagartig
    (der Wagen hatte drei Tage geparkt) die Leerlaufdrehzahl an, die mir
    (gefühlt) zuvor schon ein wenig hoch erschien. Nach wenigen Kilometern
    Fahrt, stellte ich ihn in meiner Garage ab, ohne daß jedoch die
    Wassertemperatur zwischenzeitlich beängstigend angestiegen wäre.
    Rauchentwicklung unter dem Ansaugtrakt.

    Gestern begann ich mit der Fehlersuche.
    Symptome:

    - Der Zylinderkopf wird augenscheinlich viel zu heiß, besonders um die ersten zwei Zylinder herum.

    - Sobald der Motor etwas wärmer wird, unruhiger Motorlauf, aber guter Durchzug.

    - Die Kühlwassertemperatur liegt etwas(!) über dem zuvor Erfahrenen und schwankt leicht, aber wirklich nur wenig. Sie steigt normal an.

    - Der Lüfter schaltete bisher nur einmal (beim ersten Herumprobieren, nach dem Abstellen und dem bewussten Eingeschaltet-lassen der Zündung) hinzu.


    Nach einer groben Durchsicht (Allgemeine Überprüfung, Kraftstoffsystem, Luft, Öl, Kühlung, Stecker, Schläuche, etc.), erneuerte ich zunächst den Kraftstofffilter (die langen Standzeiten).

    Da die Datenbanken (hier in Schweden) unterschiedliche Angaben über die zu verwendenden Zündkerzen enthielten (Übergangsmodell?) entschloss ich mich, neue Kerzen mit einem geringeren Wärmewert einzubauen; sie sollen mir bei der Reparatur und den Probefahrten die Beurteilung erleichtern.

    Tatsächlich fand ich (kalter Motor) die Befestigungsmuttern an den Stehbolzen Ausaugkrümmer-Zylinderkopf im Bereich Zylinder 1-2, etwas "lose". Ich zog die Reihe gefühlvoll gleichmäßig nach.

    Ebenso waren die Stehbolzen der Einspritzanlage (oder spricht man hier auch von Vergaser?) auffallend... sagen wir... wenig fest.

    Die Funktionen der Temperaturgeber wurden im Bereich 5°C-100°C(Wasser) und 30°C-70°C(Luft) in der Küche überprüft. Ich setze eine gewisse Trägheit meines Thermometers voraus und denke, die ermittelten Widerstände sind in Ordnung so.

    Den Schlauchanschluss der Kurbelgehäuseentlüftung zum Ansaugkrümmer, verschloss ich sicherheitshalber.

    Nun suche ich generell weiterführende Informationen zu diesem Einspritzsystem.

    - Welche Spannungen sollen bei den Gebern anliegen? Bei dem Wassertemperaturgeber waren es gestern 4.5V.

    - Wie überprüfe & reinige ich ggf. die Einspritzdüse? Als ich das Fahrzeug erhielt, war das Luftfiltergehäuse innen stark verölt (alt) und der Bereich um die Zentraleinspritzung sieht nicht eben sauber aus.

    Heute will ich mal nach den Zylinderkopfschrauben schauen und deren Anzugsdrehmoment überprüfen - ich traue dem Braten nicht, weiß der Geier was daran herumgeschraubt wurde.
    Gleichwohl; Anzeichen für Schmierölverdünnung fand ich bisher nicht.

    Dann werde ich mit Startgas gezielt nach Undichtigkeiten im Ansaugtrakt suchen, weiß aber nicht, inwieweit die Steuerung versucht ein Mehr an zündfähigem Gemisch zu kompensieren und inwieweit ihr das in Echtzeit gelingt.

    Ach - der Katalysator ist wohl unlängst erneuert worden.

    Ich hoffe das Problem gut genug beschrieben zu haben, um von Euch vielleicht den einen oder anderen Schubs in die Richtige Richtung zu erhalten, und mache mich mal wieder ans Werk.


    Vielen Dank für Euer Interesse,
    Grüße, Ralf

    EDIT: Gelöst
    13:30 auf die schnelle mit ölfingern , ich berichte später
     
  2. #2 Ralf p.H., 20.05.2017
    Ralf p.H.

    Ralf p.H. Neuling

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    Guten Morgen.

    Es war Sabotage.

    In den zwei oder drei Nächten, in denen das Auto anderswo stand, hat eine Maus einen Unterdruckschlauch, fein säuberlich der Länge nach, von unten, angeknabbert. Der Täter ist flüchtig.

    Daß sich nun Nagegetier, meißt an Zündkabeln, vom kälteren Herbst an in den Winter hinein genüßlich tut, passiert häufig - aber um diese Jahreszeit?

    Die Suche hat so lange gedauert, weil meine Aufmerksamkeit sich auf den Bereich um die Ansaugkrümmer konzentrierte, der Wildverbiß aber an dem langen Schlauch, der unter der Batterie an einem Unterdruckschalter endet stattfand.
    Ich nehme mal an, er schaltet ein Absperrventil?

    Für's Archiv:

    Die anliegende Versorgungsspannung an Wasser- und Lufttemperaturgebern ist um die 4.5V.

    Die Suche nach Nebenluft-Fehlerquellen (via Startgas etc.), so zeigte sich, ist bei betriebswarmem Motor am effektivsten.

    Der Lochfraß war, ob seiner langen Ausführung, sehr wirksam. Wäre dessen Querschnitt deutlich kleiner gewesen, hätte sich der Motorlauf auch sukzessive in kaum merklicher Weise verschlechtern können. Das sollte man im Hinterkopf behalten.
    Das Ganze ist schon recht empfindlich und man fragt sich, warum der Unterdruckschalter nicht näher am Geschehen sitzt, sondern an der Batterie...

    Nun läuft der Fiesta besser als zuvor (Klar: Da waren ja noch die anderen kleinen Mängel) und schnurrt wie ein Kätzchen.

    In 1.000km schaue ich mal nach, wie die kälteren Kerzen ausschauen.

    Grüße,
    Ralf
     
    FocusZetec gefällt das.
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