Übernahme von SF Klassen, Zweitwagen

Diskutiere Übernahme von SF Klassen, Zweitwagen im Recht, Gesetz & Versicherung Forum im Bereich Ford Forum; So, da die Forenregeln besagen, dass hier möglichst keine Namen/Marken/etc. genannt werden sollen, versuch ichs mal ohne... bitte entschuldigt...

  1. #1 yoshware, 16.08.2011
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    So,

    da die Forenregeln besagen, dass hier möglichst keine Namen/Marken/etc. genannt werden sollen, versuch ichs mal ohne... bitte entschuldigt den Kauderwelsch ;).

    Ich frage, weil alle Infos die ich im Internet (und diesem Forum) gefunden habe, mir bisher nicht ausreichten oder zu unkonkret erschienen.

    Folgender Sachverhalt

    Ein Autofahrer, nennen wir ihn Boris, kauft sich zum ersten mal ein Auto, hat den Führerschein aber schon über 9 Jahre (Führerschein mit 16 in den USA gemacht, übersetzen lassen, fertig :D).

    Er will die Haftpflichtversicherung (u. TK, 150 € SB) über ein Familienmitglied als Zweitwagen laufen lassen, nehmen wir mal an, es sei die Mutter
    Die Mutter ist momentan mit seinem Erstwagen bei - sagen wir - 50% eingestuft, bei einer großen Internetversicherung mit wenig Service, aber günstigen Beiträgen.

    Somit kommt Boris in den Genuss sehr günstiger Versicherungszahlungen.

    1. Kann Boris die günstige Einstufung übernehmen, wenn er sich nach einer Weile selbst versichert?
    2. Wie lange muss er dafür sein Auto als Zweitwagen der Mutter versichert haben? Ist das überhaupt relevant?
    3. In welche SF Klasse wird er dann eingestuft? (Keine Unfälle vorausgesetzt)
    4. Oder sollte sich Boris lieber gleich selbst versichern, da er so (Unfallfreiheit vorausgesetzt) schneller in den Prozenten sinkt?


    Ich weiß, dass dies für jede Versicherung unterschiedlich ist, aber vielleicht kann ja jemand mal seine Erfahrungen berichten.
     
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  3. #2 Fröschi, 16.08.2011
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    Also bei meiner Versicherung galt immer folgende Regel: Es wurde einfach die theoretische Anzahl der unfallfreien Jahre angenommen, im Falle von Boris 9 Jahre, da er solange den Führerschein hat. Ob der US-Führerschein mit 16 das beeinflußt, k.A. ...
    Und es muß überhaupt ein übernahmereifer Vertrag existieren und das geht auch nur in direkter Verwandschaft, also Eltern --> Kinder oder so...

    Ist übrigens die LVM, die das so handhabte, und diese Info ist auch schon ein paar Jahre alt - hab es selbst so praktiziert ;-)


    Gruß Torsten
     
  4. #3 Meikel_K, 16.08.2011
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    Mit wessen Erstwagen? Mit ihrem?

    Nur, wenn diese eine Versicherung eine Zweitwagenregelung hat. Dann kann sie den Zweitwagen zum gleichen Rabattsatz wie ihren Erstwagen dort versichern. Im Hintergrund läuft aber ein normaler SF 1/2 ("unechter" Anfänger) los und nur die wird auch bescheinigt. Die 50% kann man beim Versicherungswechsel nicht mitnehmen. Das gilt auch für andere Versicherer, die z.B. in solchen Fällen mit SF-2 o.ä. anfangen.

    Er kann nur mintehmen, was er im Hintergrund angespart hat, also SF 1/2 im ersten Jahr, SF-1 im zweiten, u.s.w. Falls er einen ungenutzten Vertrag (Motorroller o.ä,) hat, kann er auch den hinterlegen, dann spart sich's schneller.

    Im Prinzip nicht, er stellt sich ja nicht schlechter als mit SF 1/2 - er zahlt nur weniger Beiträge, bis der Vertrag selbst einen eigenen guten SF hat. Wichtig ist aber die Prämie unterm Strich und jede Gesellschaft bewertet Risiken anders. Sich z.B. mit einem bereits vorhandenen Motorrad-Vertrag woanders selbst zu versichern und mit dem Motorrad wieder bei SF 1/2 anzufangen, kann im Einzelfall unterm Strich günstiger sein.

    Wenn es diese Gesellschaft ist, von der ich jetzt mal annehme, dass sie es ist, sollte man noch ein paar Dinge wissen:
    - der Erstwagen muss dort gar nicht versichert sein
    - Fahrer unter 24 sind dort ausgeschlossen (hier kein Problem)
    - die Rückstufungsstaffeln im Schadensfall können dort ungünstiger sein als bei anderen Gesellschaften, daher unbedingt einen Tarif wählen, der den Vertrag bei bis zu 1 Schaden pro Kalenderjahr echt unbelastet lässt
     
  5. #4 HeRo11k3, 16.08.2011
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    Nein. Die Direktversicherung, die Zweitwagen zum gleichen Prozentsatz wie Erstwagen versichert, teilt dem nächsten Versicherer nur mit "3 Jahre hier versichert, kein Schaden" (zum Beispiel) und der stuft dann entsprechend ein.

    Das ist unter Umständen dann relevant, wenn er selbst am Anfang in SF0 eingestuft werden würde. Die meisten Versicherer, die ich kenne, stufen SF0->SF1/2->SF1 herab (jeweils am Jahresende, wenn der Versicherungsvertrag im Jahr vorher 180 Tage lang aktiv war) also ist der Vertrag erst im dritten Jahr bei SF1.

    Ein Zweitwagen wird aber mit SF1/2 gestartet, ist also schon im zweiten Jahr bei SF1.

    Ist hier aber egal, da Boris 25 (16+9) ist und länger als drei Jahre Führerschein hat - dann beginnen die meisten Versicherer eh mit SF1/2.

    Im Normalfall so als hätte er mit SF1/2 angefangen.

    In den Prozenten bzw. Schadenfreiheitsklassen wird er selbst versichert auch nicht schneller sinken. Je nachdem, auf wen das Auto zugelassen werden soll, kann es trotzdem günstiger sein, da manche Versicherer einen Aufschlag verlangen, wenn der Halter nicht der Versicherungsnehmer ist. Oder wenn Boris als Versicherungsnehmer alle anderen Fahrer ausschließt, seine Mutter aber mindestens Boris zusätzlich als Fahrer eintragen lassen muss.

    Meikel_K hat es schon gesagt, ich möchte es nochmal betonen:

    Wichtig ist, was unterm Strich steht.

    SF10=50% bei einer Gesellschaft kann in Extremfällen teurer sein als SF1/2=140% bei einer anderen Gesellschaft. Speziell dann, wenn Boris vielleicht noch eine Versicherung findet, die SF1/2 mit 120% einstuft, oder ein Sicherheitstraining mit einbringen kann, wenn er das Auto selbst versichert, oder von anderen Rabatten (öffentlicher Dienst? Student? BahnCard?) profitieren kann, die Boris' Mutter nicht nutzen kann.

    Da hilft nur: Fahrzeugpapiere raus und rechnen. Fast jeder Versicherer hat einen Online-Rechner.

    MfG, HeRo

    P.S: Beachtet, ob bei einem Unfall mit dem Zweitwagen die SF-Klasse des Erstwagens mit steigt. Kann eigentlich nicht sein, wenn der Erstwagen nicht bei der gleichen Versicherung sein muss, aber der Teufel steckt ja bekanntlich im Kleingedruckten...
     
  6. #5 yoshware, 16.08.2011
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    Ja, war ein Tippfehler


    Das müsste die Mutter also noch erfragen...
    Auf dem Onlineportal kann man das durchrechnen die 50% der Mutter angeben.
    Dann kostet die Versicherung des Zweitwagens (also Boris' Auto) nur noch etwa die Hälfte von dem ursprünglichen Betrag den Boris zahlen müsste, hätte er seine Mutter nicht...


    Also kann er auch 20 Jahre (oder so) in der Versicherung der Mutter bleiben, irgendwann bei 30% ankommen und dann "rauswechseln"?

    musser vielleicht nicht, isser aber
    Richtig, hier kein Problem
    gut zu wissen
     
  7. #6 dor Dom, 17.08.2011
    dor Dom

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    Grundlegend ist es bei den meisten Versicherungen gleich, es werden nur die Schaden freien Jahre angerechnet, ohne Berücksichtigung in welcher SF Klasse du angefangen hast (also wenn es eine Sondereinstufung war)

    Bei den meisten Versicherungen würdest du wenn du die Versicherung auf dich nimmst mit der sogenannten "Führerschein Regelung" einsteigen, d.h. mit der SF 1/2 = 140 %, somit ist ein Fahrzeug fast nicht bezahlbar.

    Such dir lieber eine Versicherung, die eine sogenannte "Eltern Kind Regelung" hat, da steigst DU mit der SF3 = 85% ein und bist somit gleich selbst für deine Versicherung verantwortlich, der einzige Hacken an der Geschichte ist, das deine Mutter oder Vater mit dem Erstfahrzeug zur nächsten Hauptfälligkeit auch zu der Versicherung wechseln muss, aber dies sollte eventuell kein Problem sein, denn dann macht Sie das halt 1 Jahr und wechselt dann wieder zurück, sollte es Ihr zu teuer sein, nur hast du den Nutzen gezogen und steigst gleich günstig ein.

    Gruß Dom
     
  8. #7 HeRo11k3, 17.08.2011
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    Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob wir von den gleichen Dingen reden, wenn wir Zweitwagenregelung sagen. Daher mal als Zusammenfassung - es gibt drei Möglichkeiten:

    1) "Normale" Zweitwagenregelung - bieten soweit ich weiß alle Versicherer an: Zweiter Vertrag beginnt bei SF1/2 statt SF0. Ist relativ sinnfrei, denn mit SF1/2 kann man auch mit drei Jahren Führerschein und/oder über 23/25 einsteigen, dafür sehr leicht zu bekommen - man muss nur irgendwo einen Erstwagen versichert haben, der bei SF2 oder besser steht.

    2) "Erweiterte" Zweitwagenregelung - bieten soweit ich weiß fast alle Versicherer an: Zweiter Vertrag beginnt bei SF2 statt SF0. Ist häufig an Bedingungen geknüpft wie "Fahrer nur Familienangehörige" oder "Alle Fahrer über 23" oder "beide Autos müssen bei derselben Gesellschaft sein". Das ist auch das, was Dom mit "Eltern-Kind-Regelung" meint, denke ich.

    3) "Zweitwagen-wie-Erstwagen"-Regelung - da kenne ich genau einen Versicherer, der das (offiziell) anbietet. Hier wird tatsächlich der Zweitwagen in die gleiche SF-Klasse eingestuft wie der Erstwagen, die Bedingungen sind aber auch recht scharf. (Und der Versicherer war immer recht teuer, wenn ich Vergleiche gemacht habe)

    In allen drei Fällen kann Boris natürlich dem Rechner die 50% seiner Mutter angeben, aber wenn seine Mutter die 50% für den Zweitwagen einsetzen will, muss sie den Erstwagen (in den Fällen 1 und 2) "neu starten" :) (auch das kann sich lohnen, etwa wenn der Zweitwagen viel mehr gefahren wird als er Erstwagen)

    Was Boris mitnehmen kann, wenn er den Anbieter wechselt, ist ja inzwischen geklärt, denke ich :) und das ist in allen drei Fällen gleich.

    MfG, HeRo
     
  9. #8 dor Dom, 17.08.2011
    dor Dom

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    Nicht ganz !!

    Die sogenannte Sondereinstufung Zweitwagen mit SF2 ist die wo Mutter VN (Versicherungsnehmer) ist und Er der Partner (zweiter Nutzer)

    Die "Eltern Kind Regelung" ist so, das Er (Boris) auch gleich VN ist, somit die Versicherung gleich auf Ihn läuft :)

    Gruß Dom
     
  10. Henne

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    Ich habe mir sagen lassen, dass es einen großen deutschen Versicherer gibt, da folgendes anbietet:

    Führerschein über 3 Jahre = SF 1/2 = 70%

    im Prinzip sind die Prozente ja wichtig und nicht die SF Klasse! SF klasse ist beim Wechsel des Versicherers relevant!
     
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  12. #10 HeRo11k3, 31.08.2011
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    Im Prinzip sind die Prozente egal, wichtig sind die Euros, die man am Ende zahlen muss :)

    Einen Versicherer, der SF 1/2 mit 70% bewertet, kenne ich auch nicht. Kann aber sein, es gibt da die wildesten Einstufungen :)

    MfG, HeRo
     
  13. #11 RONINSAN, 01.09.2011
    RONINSAN

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    Mir ist eher der Versicherungsumfang wichtig:)
     
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