Unfall auf der AB - wie gehts weiter?

Diskutiere Unfall auf der AB - wie gehts weiter? im Recht, Gesetz & Versicherung Forum im Bereich Ford Forum; Hallo zusammen, während ich seit Januar auf meinen neuen FoFo warte nutze ich derzeit unseren noch vorhandenen Zweitwagen (Kleinwagen, BJ 2013)....

  1. Flying

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    Hallo zusammen,

    während ich seit Januar auf meinen neuen FoFo warte nutze ich derzeit unseren noch vorhandenen Zweitwagen (Kleinwagen, BJ 2013). Dieser soll Anfang nächsten Jahres eigentlich zum Ende der Finanzierung an das AH zurückgehen.

    Seit 16 Jahren fahre ich sowohl von meiner Seite als auch fremdverschuldet unfallfrei, ich bin auch beruflich mit PKW unterwegs und habe entsprechende Fahrertrainings. Diese Fahrpraxis und meine Umsicht haben mich schon das eine oder andere Mal vor potenziell gefährlichen Situationen bewahrt und gestern sicher auch mindestens schlimmere Verletzungen verhindert. Da bin ich sehr dankbar.

    Tja gestern hat es mich nun aber doch endgültig erwischt und dann gleich ordentlich.
    Da ich auf Grund meiner guten Vorgeschichte relativ schlecht aufgestellt aufgestellt bin (keine Verkehrs-RS oder einen passenden Anwalt zur Hand) frage ich euch, was muss ich jetzt beim weiteren Vorgehen unbedingt beachten?

    Kurz der Unfallhergang:
    Die Autobahn war vor und hinter mir komplett frei, daher bin ich ca. 180 km/h auf der linken Spur gefahren, übrigens sogar mit Abblendlicht.
    Bei einer Autobahnauffahrt kamen kurz vor mir 2 Fahrzeuge in engem Abstand auf die AB aufgefahren.
    Da ich sehr vorsichtig bin habe ich den Fuß sofort vom Gas genommen und sicherheitshalber auf das Bremspedal gelegt, falls das hintere Fahrzeug direkt beim Auffahren nach links wechselt. Sieht man ja oft mal, doch er ist hinter dem führenden Fahrzeug geblieben.
    Als die Fahrzeuge fast auf meiner Höhe waren und ich mir sicher war dass es jetzt passt hat das hintere Fahrzeug plötzlich doch unmittelbar vor mir nach links gewechselt. Soweit ich mich erinnere auch ohne Blinker, sonst wäre ich vorgewarnt gewesen und hätte schon etwas machen können.
    So war es mir absolut unmöglich den Geschwindigkeitsunterschied (geschätzt noch 150-160 zu 80) wegzubremsen und ich musste nach links in die Lücke zur Leitplanke zielen. Dort habe ich die Bremse wieder geöffnet und wollte "durchrutschen".
    Ich hätte es fast geschafft dort ohne Kontakt durchzukommen, aber im letzten Moment machte das andere Fahrzeug nochmal einen Schlenker nach links und wir sind entsprechend aneinandergeraten.
    Fazit: Meine rechte Seite ab Höhe der A-Säule und seine linke Seite sind stark beschädigt. Im Klartext bei mir: Aussenspiegel, beide Türen, hinterer Kotflügel an der Kunststoffverbreiterung eingedrückt sowie die lackierten Kunststoffanbauten. Das wird eine ordentliche Summe werden.

    Zum Glück hat das dritte Fahrzeug angehalten und der Fahrer hat sich mir als Zeuge zur Verfügung gestellt.
    Da sich der (aus meiner und der Sicht des Zeugen) Verursacher samt seiner Familie komplett verweigert und aggressiv gezeigt hat ließ ich auch direkt die Polizei kommen. Mir wurden in der Zwischenzeit diverse Dinge angedroht, ich wurde als fremdenfeindlich beschimpft etc., ich habe mich trotzdem ruhig verhalten wie sich das gehört.
    Die Polizei hat dann die Schilderungen sowie die Personalien aufgenommen und von dem Herrn die 35€ kassiert. Dieser behauptete bis zuletzt ich wäre ein Lügner und wäre ihm in sein Auto gefahren etc....

    Da er keine Vers.-Daten dabei hatte und mir das von meiner Versicherung so gesagt wurde habe ich dann gleich seine über die Zentrale ausfindig gemacht und dort angerufen um meine Ansprüche anzumelden.
    Es soll nun ein Gutachter von seiner Versicherung kommen um mein Fahrzeug anzuschauen.
    Des Weiteren habe ich den Ansprechpartner von der Polizei und seine Daten an die Versicherung gegeben wie er es vor Ort gesagt hat, damit die das Aktenzeichen etc. bekommen.

    Verletzt wurde zum Glück Niemand, ich selbst merke ein wenig zwischen den Schultern von dem harten Einsatz am Lenkrad. Sollte das morgen noch vorhanden sein werde ich da auch vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen.
    Bis auf den nur noch halb vorhandenen rechten Aussenspiegel ist mein Fzg. auch fahrbereit, aber diesen muss ich unbedingt schon mal flicken lassen.

    Also wie geht es weiter?
    Erstmal mit dem Gutachter sprechen und schauen wie er das aufnimmt?
    Brauche ich unbedingt (jetzt schon) einen Anwalt oder kann ich noch darauf hoffen, dass es durch das Schadensbild, den Zeugen sowie den Polizeibericht gut für mich ausgeht?
    Werden die versuchen mir eine (absurde wie ich fände) Teilschuld anzuhängen?
    Wenn seine Versicherung zahlt, können die mir vorschreiben wo zu reparieren ist? Ich würde es gerne bei der Fabrikats-Werkstatt machen lassen um späteren Ärger möglichst gering zu halten.
    Weitere Fallen die mich erwarten?

    Mein Fahrzeug wäre ja VK versichert, aber ich gehe immer noch davon aus, dass meine Versicherung da eigentlich nichts zu zahlen hat.
    Was noch hinzu kommt, dass das Fzg. leider dann nicht mehr als unfallfrei durchgeht und ich sicher finanzielle Nachteile bei der Rückgabe oder dem Verkauf des Fahrzeugs zu erwarten habe.

    Macht mir bitte keine Angst, aber der berechtigte Hinweis auf Fallen ist gerne gelesen.
    Vielen Dank schon mal für das Lesen des Romans und für jede fundierte Hilfestellung!

    LG
     
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  3. Dirk81

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    Ich schreib jetzt mal kurz was dazu , kann sich aber jeder dazu einklincken der Lust dazu hat.

    1. Lass den Gutachter von der Gegenseite weg und mach selber eins; oder gib das Auto beim Händler ab der lässt dann seinen Gutachter daran
    2. Du bist der Geschädigte, du kannst entscheiden wo du die reparatur machen lässt, Hinterhof oder Vertragshändler
    3. Die Kosten für den Wertverlust zahlt meine Ich auch die Gegnerische Versicherung, dazu aber besser Anwalt hinzuziehen
    4. Wenn die gegnerische Versicherung sich weigert zu zahlen, obwohl im Polizeibericht steht das ER den Unfall verursacht hat, kannst dir immer noch Anwalt holen, zahlt dann seine Versicherung
    5. Das mit dem Rücken ist nicht schlimm, ordentlich Massage vom Physioterapeuten, dann klappt das wieder, zahlt die Versicherung. ( Hatte damals auch einen Unfall und der Therapeut hat es wieder hinbekommen, und das Umsonst; muss aber sagen das ich im KH genügend habe ).
     
  4. #3 Ghost-Driver, 26.05.2016
    Ghost-Driver

    Ghost-Driver Guest

    erstmal steht dir eine freie gutachterwahl zu , wenn im polizeibericht der unfallgegner als verursacher dasteht .
    wenn dem so ist , auf keinen fall den gutachter der gegnerischen versicherung akzeptieren weil die die reperaturkosten nur soweit wie möglich nach unten drücken !!!
    fahr , wenn möglich mit dem unfallfahrzeug in die werkstatt deiner wahl und die werden sich dann um alles andere kümmern .

    so wies aussieht und es sich alles so zugetragen hat wie geschildert und es auch noch eine zeugenaussage zu deinem gunsten gibt
    steht wohl die schuldfrage zu 100% fest , da der verursache , den nachfolgenden verkehr misachtet und den spurwechsel ohne richtungsanzeige vollzogen hat.
     
  5. #4 Meikel_K, 26.05.2016
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    Hauptsache, die Knochen sind noch heile! Vor etwa einem Jahr war ich ebenfalls an einem Unfall auf der Autobahn beteiligt. Allerdings gab es keinerlei Zweifel an der Haftungsverteilung und ich bin ohne Anwalt zurechtgekommen, weil der andere Unfallbeteiligte eingeschlafen war, mich von hinten seitlich gerammt hatte und das auch eingestanden hatte. In diesem Fall könnte die Versicherung aus der gefahrenen Geschwindigkeit eine Mithaftung ableiten wollen. Die Frage ist stets, ob das Ereignis für einen Idealfahrer unabwendbar gewesen wäre und die Rechtsprechung steht auf dem Standpunkt, dass der der Idealfahrer die Richtgeschwindigkeit einhält. Der Unfall sollte also unverzüglich auch der eigenen Versicherung gemeldet werden.

    Falls die gegnerische Versicherung später die Ansprüche kürzt, wird sich kaum ein Anwalt finden, der sich wegen des dann geringeren Streitwertes überhaupt bemüht. Den muss man von Anfang an beauftragen, damit es um den ganzen Schaden geht. Ich glaube, dass ich das in diesem Fall tun würde. Die Auslagen dafür werden ja - hoffentlich voll - ersetzt. Du kannst einen eigenen Gutachter beauftragen. Eine mögliche merkantile Wertminderung nach einem reparierten Unfallschaden wird im Sachverständigengutachten ausgewiesen. Der Gschädigte ist nach BGB zu entschädigen, wie es so schön heißt "Herr über das Restitutionsgeschehen" und muss sich auf kein Schadensmanagement der gegnerischen Versicherung einlassen.
     
  6. #5 Fordbergkamen, 26.05.2016
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    Ja mei, du hast keine RSV, na und...?
    Hast halt die letzten Jahre die Beiträge gespart die dir jetzt der Anwalt berechnen wird, also unterm Strich Plus Minus Null.
    Außerdem bezahlt die gegnerische Versicherung auch deinen Anwalt, den solltest du schleunigst aufsuchen. Wenn dir der Anwalt nicht innerhalb von 2 Tagen einen Termin gibt, vergess ihn und nimm einen anderen.

    Massage nach einem Unfall ist so eine Sache, lass dir die Massagen (sofern du GKV versichert bist) auf Kassenrezept verordnen. Die Kasse holt sich die Kohle dann beim Gegner wieder. Ich habe in solch einem Fall mal ein Privatrezept vom Doktor bekommen und bin drauf sitzen geblieben, gibt dazu genug Urteile dass es so ist. Hinterher ist man halt schlauer.

    Du bist dem Anderen nicht ins Heck gefahren, sondern er hat dich beim Spurwechsel übersehen, das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Hat ihm ja auch 35 Euro gekostet.
    Aber da man vor Gericht und auf hoher See nie wissen kann wie der Fall ausgeht... Eigene Versicherung vorsichtshalber informieren, besser ist das auf jeden Fall.

    Lass dich nicht auf den Gutachter der Versicherung ein, jag ihn vom Hof und besorge dir einen eigenen.
     
  7. Flying

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    Vielen Dank schon für die Kommentare.

    Die "Richtgeschwindigkeit" ist meine Sorge bei dem Ganzen, dass man versucht da einen Strick draus zu drehen. Andererseits denke ich, dass ein durchschnittlicher Autofahrer bei 130 km/h ebenfalls keine Chance mehr gehabt hätte wenn er so direkt ohne Vorwarnung vor mir rüberzieht. Normal fahre ich ja auch mit diesem Auto selten über 140, aber wie es der Teufel will musste ich dringend nach Hause, die AB war bis dahin leer und 180 sind ja auch keine 250. Hinzu kommt dass ich diese bereits reduziert habe sobald die Fahrzeuge rechts von der Auffahrt aufgetaucht sind.
    Die Polizei meinte vor Ort zu dem Anderen "ja und, er kann so schnell fahren wie er will, hier ist ja nicht beschränkt", auch eine interessante Sicht irgendwie.

    Wegen dem Gutachter: Wäre es denkbar, beide Varianten zu fahren? Also das Fahrzeug auch selbst in der Werkstatt abzugeben für einen Kostenvoranschlag und den bereits ausgemachten Termin mit deren Versicherung wahrzunehmen? Oder ist das Unsinn?
    Lasse ich das über die Werkstatt regeln, besteht die Gefahr später auf irgendwelchen Kosten sitzen zu bleiben?
    Ansonsten muss ich morgen versuchen den Termin wieder abzusagen und einen mit der Werkstatt (zu der ich eh muss) auszumachen. Was erwartet mich da überhaupt vorerst an Kosten für das Gutachten?

    @Meikel_K: Ich hatte ja bei meiner Versicherung angerufen und ich wurde nur gefragt ob ich denn der Verursacher wäre. Als ich sagte dass es nach meiner Auffassung nicht so ist wurde mir gesagt, dass sie dann nichts aufnehmen wollen/brauchen.
    Vermutlich hast Du Recht mit dem Anwalt, es passt mir halt aktuell gerade so ganz toll in den Kram einen Anwalt zu suchen und diesen auch vorerst auslegen zu müssen. Zumal ich ohnehin mit dem Autohaus noch eine Sache über einen Anwalt laufen habe (anderes Thema, daher auch kein Anwalt für Verkehrsrecht). :(
     
  8. #7 Joshi Badford, 26.05.2016
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    Joshi Badford Guest

    sagt den termin mit dem gutachter der gegnerischen versicherung ab .

    die werke deiner wahl soll das ganze durchziehen , dafür unterschreibst du dennen eine abtretungserklärung und du bist dann aus allem raus ,
    weil alles andere regeln die mit ihrem unabhängigen gutachter und die rechnungen gehen dann direkt an die gegnerische versicherung .
     
  9. #8 MaxMax66, 26.05.2016
    Zuletzt bearbeitet: 26.05.2016
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    - über 800,00 € einen freien KFZ-Sachverständigen aufsuchen (nicht von der gegnerischen Versicherung!)

    - unterhalb 800,00 € (Bagatellschaden) Kostenvoranschlag (mit Fotos) in der Werkstatt des Vertrauens

    - vor der Reparatur: schriftliche Reparaturkostenübernahmeerklärung von der gegn. Versicherung verlangen
    und die Werkstatt direkt mit der gegn. Versicherung abrechnen lassen

    - Deine Schadensersatzforderung ist sofort mit der Entstehung fällig, heisst, die Versicherung darf nicht zögern

    - sollte der Unfallgegner den Schaden nicht seiner Versicherung melden, selbst der gegnerischen Versicherung melden.
    Bei Fragen kann die Polizeidienststelle kontaktiert werden, am besten vorher und gleich das Protokoll kopieren lassen

    - Abrechnung auf Basis des Gutachtens wird bei dir nicht in Frage kommen, da du sicher den Schaden nicht
    selbst reparierst und den Wagen auch nicht in dem Zustand lässt.

    - bei erheblichen Sachschaden gibs Wertminderung, aber nur wenn nicht älter als 5 Jahre und nicht mehr als 100.000 km
    (stellt der Gutachter fest)

    - Nutzungsausfall geltend machen

    - Abrechnung über die Kaskoversicherung ist auch möglich, falls die geg. versicherung nicht oder nicht vollständig zahlt
    danach dann die Selbstbeteiligung und Rabattverlust (Höherstufung) von der gegnerischen Versicherung verlangen (Quotenvorrecht)
     
  10. #9 samsung, 26.05.2016
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    1: Geh zu einem Arzt, am besten schon gestern.
    2: Anwalt für Verkehrsrecht aufsuchen, SEHR WICHTIG !!!!) Ebenso am besten schon gestern!!
    3: Gutachter deiner Wahl beauftragen (Wenn du in der Werkstatt ein guter Kunde bist, fragen, ob die einen Gutachter kennen)
    4: Gutachter von der gegnerischen Versicherung ablehnen, du hast das Recht auf freie Gutachter Wahl! Aber, sei dir mal sicher, das sich das ganz in die Länge ziehen kann.

    Sämtliche Kosten muss die gegnerische Versicherung übernehmen, und, jede Wette, das die das Gutachten kürzen werden. War bei mir genauso, aber, dank Anwaltes habe ich letztendlich die ganzen Kosten bekommen.
     
  11. Flying

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    Vielen Dank erneut.

    Zum Thema Arzt möchte ich noch sagen, dass mir so nichts fehlt, es hat ja auch keinen richtigen bumms gegeben. Alles was ich merke ist quasi das extrem schnelle hin und her reißen an der Lenkung. Wer mal ein ordentliches Fahrertraining gemacht hat weiß vermutlich was ich meine. Und auch das ist heute schon fast weg. Ich werde trotzdem morgen zum Arzt gehen wenn ich auch nur noch ein klein wenig spüre.

    Da der Unfall gestern nach der Arbeit passiert und heute Feiertag ist wäre es früher auch unmöglich gewesen, Werkstatt, Anwalt oder Arzt aufzusuchen.

    Ihr habt mich überzeugt, ich werde morgen:
    - Den Termin mit dem Gutachter der gegnerischen Versicherung absagen (hatte da eh schon so ein "Gschmäckle")
    - Zur Werkstatt (Hersteller-Wkst. 1km entfernt) fahren und dort auch nach einem Gutachter fragen ob die mir da helfen können
    - Versuchen einen schnellen Termin bei einem Anwalt für Verkehrsrecht zu bekommen
    - Optional noch zum Arzt ausser 100% fit.

    @MadMax: Die gegnerische Versicherung hat von mir bereits den Schaden gestern gemeldet bekommen. Daher kommt ja überhaupt erst die Sache mit dem Gutachter von denen.
     
  12. #11 Joshi Badford, 26.05.2016
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    Joshi Badford Guest

    gute entscheidung
    und zum artz würde ich trotzdem gehn egal wie der körperliche zustand ist
    allein das seelische leiden und die beleidigungen als ausländerfeindlich bezeichnet
    zu werden muß abgegolden werden , am besten noch ne anzeige hinter , wegen beleidigung bzw übler nachrede .
     
  13. Flying

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    Joshi, die Motivation kann ich zwar verstehen, aber selbst nicht ganz verfolgen. Ich bin halt wirklich froh wenn das irgendwann (asap) erledigt und hoffentlich gut ausgegangen ist. Für irgendwelche Revanchen o.Ä. bin ich einfach ein zu netter Kerl, da haben sie auch wirklich ganz den falschen erwischt mit ihren Vorwürfen. Das Einzige was ich gar nicht leiden kann ist Ungerechtigkeit und ich werde alles dafür geben an mein Recht zu kommen.
    Und Ärger habe ich schon ausreichend mit dem Mist, da freue ich mich ja so ungemein drauf...

    Das war halt eine komplette deutsch-türkische Familie zu viert in dem Auto und ich habe damit kein Problem. Mir allerdings vorzuwerfen, ich wäre ein Lügner und würde das alles nur sagen weil sie keine Deutschen sind das war schon harter Tobak. Wenigstens eine Tochter war vernünftig (während die andere mich sogar schlagen wollte) und die hat dann auch mit mir alles besprochen und sich für die anderen entschuldigt.

    Das allerwertvollste ist der freiwillige Zeuge. Wenn ich den nicht gehabt hätte, dann würde ich wirklich Probleme bekommen.
    Im übrigen war der Spanier und ein wirklich netter Kerl. Dem haben die übrigens auch gleich vorgeworfen er wäre doch garantiert mit mir befreundet weil er meine Aussage ebenfalls so erzählt hat.

    Der Unfallverursacher hat es so nebenbei beim wieder auf die AB einscheren fast zum nächsten Unfall geschafft...

    Sachen gibt es, die kann man sich kaum vorstellen und will sie auch eigentlich gar nie erleben.
     
  14. #13 samsung, 26.05.2016
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    Geh trotzdem zum Arzt, auch wenn du dich gut "fühlst", alleine schon um alles abzuklären und dich genau zu untersuchen lassen. Auch um even. Spätfolgen vorzubeugen.
     
  15. #14 samsung, 26.05.2016
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    Oh... Ja, das kenne ich. Unfall mit "Ausländischen" Bürgern... Hatte mal das Vergnügen vor gut 10 Jahren. Wo mir eine junges Mädchen, ca. 20 Jahre alt, Türkischer Abstammung, auf einmal rückwärts gegen mein Auto fährt. Sie hatte sich geweigert, mir Ihre Daten zu geben. Dann fällt ihr nichts besseres ein, als ihren Vater anzurufen, und zur Unfallstelle sind dann ihre Brüder mit dem Vater gekommen. Haben alle auf mich eingeredet, das ich Schuld sei, und, die kennen da eine Werkstatt, die machen das etc...etc.. Dann habe ich nochmal nach den Daten gefragt, und als Antwort: Das geht mich nichts an und was weiß ich noch alles..
    Da blieb mir nichts anderes übrig, als die Polizei anzurufen. Mit Hilfe der Polizei habe ich dann die Daten bekommen.
    Und, sie hat einen Strafzettel bekommen: 35 Euro wegen Blockieren der Fahrbahn.. :lol:
     
  16. #15 Joshi Badford, 26.05.2016
    Joshi Badford

    Joshi Badford Guest

    die polizei hätte ich in dem fall schon gerufen bevor ihre verstärkung ankommt
     
  17. #16 MaxMax66, 27.05.2016
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    das ist gut! das deutet darauf hin, dass sie den Schaden übernehmen und du keinen Stress weiter hast...

    ich persönlich würde mit dem Anwalt warten, sollte die Versicherung bereit sein, die Kosten zu 100% übernehmen,
    kann es sein, du bleibst auf den Anwaltskosten sitzen, weil dieser in dem Fall nicht unbedingt notwendig ist...

    - - - Aktualisiert - - -

    gute Idee! wird wohl in Zukunft öfter vorkommen (muss ich mir merken) und man muss sich wirklich nicht alles gefallen lassen!
     
  18. #17 MaxMax66, 27.05.2016
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    das hat nichts mit Revanche zu tun, wenn sie dich am Unfallort schon als Lügner bezeichnen, obwohl du unschuldig bist,
    dann ist das für mich ein Ungerechtigkeit hoch 10. Das zeugt von wenig sozialer Kompetenz und wenig sozialer Intelligenz
    und passt meiner Ansicht nach (noch) nicht in unser Land!

    vielleicht lösen sich dank des Polizeiberichtes und einer kooperativen Versicherung auch alle Probleme in Luft auf
    und du hast bald ein gut repariertes Fahrzeug! Zumindest hoffe ich das für Dich!
     
  19. Flying

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    Ja das ist jetzt eine gute Frage.
    Der Verursacher hat ja alles komplett abgestritten. Kann dann trotzdem die Versicherung sagen wir übernehmen zu 100%?

    Ob es denn so kommt werde ich erst später erfahren. Meine Sorge ist dabei, dass es dann evtl. zu spät für einen Anwalt werden könnte.
    Kann man tatsächlich den Anwalt selbst bezahlen müssen wenn die Schuld eindeutig geklärt werden würde? :verdutzt:

    Bei der Versicherung habe ich eben angerufen, es ist überhaupt kein Problem meinen eigenen Gutachter zu nehmen, allerdings muss sie sehen ob der Termin noch abgesagt werden kann. Interessanterweise hatten wir noch gar keinen Termin ausgemacht...:skeptisch:
     
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  21. #19 MaxMax66, 27.05.2016
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    normalerweise sollte die Versicherung den Polizeibericht als Grundlage für die Entscheidung nehmen
    und der sollte ja in Deinem Fall eindeutig sein? Es sei denn, du hast irgendwelche unbedachten
    für dich negativen Angaben gemacht?

    das mit dem Anwalt sehe ich als Spagat. Ist die Versicherung willig, den Schaden zu gleichen,
    kannst Du ihn dir sparen, eiert sie rum > sofort einen einschalten

    hat die Versicherung schon was zur Schadenübernahme gesagt?
     
  22. Flying

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    Abgesehen von dem für mich unklaren Aspekt bzgl. der gefahrenen Geschwindigkeit habe ich natürlich keine Angaben gemacht die mir schaden könnten. Es gab ja auch nichts das gegen mich gesprochen hätte. Die Polizei war auch mir gegenüber ziemlich kurz angebunden, wirkte aber aber auf meiner Seite. Sie hat ihrem Kollegen in einer Situation auch so zugenickt und meinte was in Richtung "klarer Fall". Auch dass sie zu ihm gesagt haben hier ist nicht beschränkt und er könne nicht einfach die Spur wechseln sowie die Bezahlung der 35€ durch ihn stimmt mich positiv. Aber sie haben zu mir halt gar nichts gesagt wie sie die Situation einschätzen und ob er ihrer Meinung nach die (volle) Schuld trägt.

    Nein die Versicherung hat dazu nichts gesagt. Sie meinten nur er hat sich bei ihnen noch nicht gemeldet, aber sie haben ihn angeschrieben.
    Ansonsten nur, dass ich mir natürlich einen freien Gutachter suchen darf, klar können sie mir ja auch nicht verbieten.
     
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