Wer WÄRE Schuld ?

Diskutiere Wer WÄRE Schuld ? im Recht, Gesetz & Versicherung Forum im Bereich Ford Forum; Hallo ich hätte da mal eine Frage. Folgende Situation hat sich heute abgespielt. Ich fuhr durch eine 30 Zone die sich ( Siehe Zeichnung ) von...

  1. marc`o

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    Hallo ich hätte da mal eine Frage.


    Folgende Situation hat sich heute abgespielt.


    Ich fuhr durch eine 30 Zone die sich ( Siehe Zeichnung ) von 2 Straßen zu einer verengt.

    (ich = Rot)

    http://i12.photobucket.com/albums/a227/dusterfly/strae.png

    ( Nein es war auch keine Vorfahrtstraße für ihn )


    Ich kam von Rechts der Fahrradfahrer von Links. Es war kein Radweg oder ähnliches. Eine ganz normale Straße halt. Als ich auf diese „ Kreuzung „ Zufuhr sah ich den Radfahrer schon von Links und er hat mich 100% auch gesehen. Da wir ja alle in der Fahrschule waren, wissen wir Rechts vor Links – ausnahmen ausgeschildert -. Ich fuhr also mit genau Tempo 30 ( Hab letzten fast eine Katze da überfahren, von daher wirklich genau 30):verdutzt: Ich fuhr also weiter bis ich auf einmal merkte das der Radfahrer keine Reaktion zeigt und einfach weiter fährt. Ca. 10 Zentimeter haben gefehlt damit er mir in die Seite knallt. Er fing direkt an zu meckern also Öffnete die Tür und fragte ob er wüsste das wir hier in Deutschland sind und er die StVO kennen würde. Sein Kommentar war „ Das die STVO nicht gilt in so einen Fall und ein Auto als Stärkeres Fahrzeug dem Schwächeren platz machen müsse.:rasend::rasend:
    Ich hab ihn dann gesagt das er ganz schnell verschwinden soll.


    Ich kann mich erinnern das es in der Fahrschule hieß das man auf Radfahrer acht geben soll und schon mal auf seine Vorfahrt verzichten sollte, allerdings bei so einer Dreistigkeit doch nicht? Wäre ich nicht so aufmerksam gewesen, wäre das zu 100% ein Unfall geworden.
     
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  3. #2 MixMaster, 18.03.2010
    MixMaster

    MixMaster geisteskranker Benutzer

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    nuja also wenn nix beschildert is und es eine 30er Zone is, is schon so das du vorfahrt hast...

    das mit Auto und Fahrrad is müll... aber letztlich verzichte liebr auf die Vorfahrt...
    lass ma der Hirni knallt dir in dein Auto, er kauft sich für 50€ nen neues Rad und du hast die "S*****e" udn hast die Rennerei damit dein auto wieder flott wird...

    und machne leute denken sowieso die sind die einzigen auf der straße... mir hilft dann immer schön doof grinsen udn net winken... >.<

    mfg Norman
     
  4. Erebus

    Erebus Koffein-Junkie

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    Die Regelung "Rechts vor Links" kann im Zusammenspiel Auto - Fahrrad nur bedingt gelten. Von einem erwachsenen Radfahrer kann man sicherlich erwarten, dass er die geltenden Verkehrsregeln kennt. Aber wie sieht es zum Beispiel bei einem 10-jährigen Kind aus? Vielmehr gilt in solchen Fällen vorrangig das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme, was insbesondere für die "stärkeren" Verkehrsteilnehmer (Kfz) im Umgang mit den "schwächeren" Teilnehmern (Radfahrer/Fußgänger) gilt.

    Wäre es in diesem Fall zur Kollision gekommen, hättest Du Dir Dein Vorfahrtsrecht mit großer Wahrscheinlichkeit "einrahmen" lassen können, denn jeder Richter hätte Dir zumindest den Großteil der Schuld, wenn nicht gar die gesamte Verantwortung, in die Schuhe geschoben. Deshalb bei Radfahrern und Fußgängern immer mit dem Schlimmsten rechnen und lieber auf die Bremse treten, auch wenn man augenscheinlich das Recht auf der eigenen Seite wähnt.

    Btw.: Ich weiss wovon ich hier schreibe, denn hier in Münster haben Radfahrer den gleichen Status wie die heiligen Kühe in Kalkutta...:)
     
  5. marc`o

    marc`o Benutzer

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    Nur zur Info: Der Mann war locker 45! Bei kleinen Kindern achte ich sowieso wie ein Luchs drauf. Schon oft gehabt das die einfach rüberziehen.Aber von einen Mann mittleren Alter kann man soetwas ja wohl erwarten.
     
  6. Erebus

    Erebus Koffein-Junkie

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    Ich habe schon verstanden, dass der Radfahrer ein Erwachsener war. Das ändert aber nichts daran, dass Du als der motorisierte Verkehrsteilnehmer eine erhöhte Sorgfaltspflicht gegenüber den unmotorisierten Verkehrsteilnehmern hast. Nach geltender Rechtsprechung zieht der Autofahrer nahezu ausnahmslos immer den Kürzeren.
     
  7. #6 Olli2000, 19.03.2010
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    Ok, in Münster sind Fahrradfahrer wohl besonders geschützt.
    Ich kenne folgenden Fall:
    Ein Fahrradfahrer kommt ohne zu schauen von rechts aus einer untergeordneten Straße und fährt einen Bekannten ins Auto. Der hat den Radfahrer natürlich gesehen aber konnte nicht mehr bremsen. Der Radfahrer hat dann auch solche Sachen wie "Schwächerer Verkehrsteilnehmer" usw.erzählt. Hat aber nichts genutzt. Er hatte letztendlich 100% Schuld.
    Zur Info: es ist nicht schlimmes passiert, nur Kratzer im Lack und eine kleine Beule, Fahrradfahrer paar Kratzer am Arm und blaue Flecken. Er wollte aber ordentlich Schmerzensgeld (oder der Anwalt!). Auto war mit angemessenen Tempo unterwegs, Fahrrad der Verkehrssituation zu schnell!
     
  8. #7 Fröschi, 19.03.2010
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    Schwächere und stärkere Verkehrsteilnehmer....
    Irgendwie sind diese Sorte Radler doch suizidgefährdet, oder??? :lol::top1:


    Gruß Torsten
     
  9. #8 OHCTUNER, 19.03.2010
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    Wenn es hart auf hart kommt , Vorfahrt darf nicht erzwungen werden wenn ein Unfall die Folge sein könnte !
     
  10. #9 wwwiesel, 19.03.2010
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    Naja, wie schon gesagt wurde, das Recht nicht erzwingen, aber dann den Fahrradfahrer anzeigen wegen Verkehrsgefährdung ;-)
     
  11. #10 Andreas_S., 19.03.2010
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    Hallo zusammen

    Eine besondere Sorgfaltspflicht besteht bei Radfahrer auf jeden Fall und das besonders bei Kindern. Das bedeutet aber nicht, daß Radfahrer narrenfreiheit geniessen. Auch für sie gilt die StVO.

    Das war, so wie geschildert, ein eindeutiger Vorfahrtsfall und somit ist in der Regel die Schuldfrage klar.

    Was man sich aber immer vor Augen führen soll, ist die Tatsache, das Unfälle mit schwächeren Verkehrsteilnehmern sehr oft mit Personenschäden verbunden sind. Die Vorstellung auch unverschuldet jemanden verletzt oder getötet zu haben ist etwas das die meißten von uns schwerlich psychisch verarbeiten könnten.

    Erst gestern hätte ich mit dem Motorrad eine Radfahrerin umfahren können, die mich als Abbieger rechts überholen wollte. Das im fließenden Verkehr ohne Radweg. Sie hat es einfach drauf ankommen lassen. Hätte ich gegengehalten, wäre der Crash unvermeidlich gewesen.

    Das Suizidpotential bei Radfahrern ist enorm, aber ich will da einfach nicht mitspielen. Ach ja, beratungsresistent sind die meißten Verkehrsteilnehmer auch noch.

    Das spassigste war als Fußgänger eine Radfahrerkontrolle der Rennleitung zu erleben. Es ging um das Überfahren einer roten Ampel. Ich habe selten solche Pöbeleien gehört. Radfahrer sind öko und damit immer im Recht scheint der allgemeine Tenor von vielen zu sein.
     
  12. #11 MucCowboy, 19.03.2010
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    Das ist auch meine Ansicht. Demnach warst Du im Recht. Aber jetzt kommt die Aufweichung dieser klaren Sache, wenn's vor Gericht geht, weil Dir da die höhere Rücksichtnahme gegenüber "Schwächeren" abgefordert wird. Also: Recht haben und Recht bekommen....

    Also trotz Vorfahrt vielleicht doch mal bremsen. Wenn er vor Schreck selber stürzt, ist es sein Problem. Wenn er Dir reinknallt, hast Du mehr als genug Ärger. Wenn nix passiert ist, kannst Du ihn mit Fug und Recht auf gut-bayerisch einen Deppen nennen. Das befreit, wirst sehen ;)

    Grüße
    Uli
     
  13. #12 ViperGTSRC, 21.03.2010
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    Also alle die hier genannten Dinge sind ja richtig - nur alle zusammengewürfelt :

    Gegenseitige Rücksicht und ständige Voraussicht - ok

    schwächere VT schützen - ok

    Vorfahrt nicht erzwingen - ok

    aber wenn ein erwachsener Radfahrer rechts vor links missachtet - da gibts kein "aufweichen" - denn es gibt noch ein grundsatz in der stvo :

    man darf sich grundsätzlich erstmal auf das einhalten der norm durch andere VT verlassen, sofern nicht begründete Anzeichen dafür vorliegen, dass dieser sie nicht einhält und eine Gefährdung nicht ausgeschlossen ist. (irgendein OLG urteil)

    nach eurer schilderung, müsste man sonst trotz vorfahrtstraße an JEDER einmündung und einfahrt erstmal langsamer werden oder anhalten, weil ja jemand die vorfahrt missachten könnte.

    wenn man natürlich sieht: der kommt und kommt und kommt - dann haben wir diesen o.g. fall (er begeht aber trotzdem den verstoß)
     
  14. #13 MucCowboy, 21.03.2010
    MucCowboy

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    Und genau darum geht es hier, nach der Schilderung des Threadstarters.

    Grüße
    Uli
     
  15. #14 ViperGTSRC, 22.03.2010
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    ...ist bezogen auf den radfahrer !
     
  16. #15 Andreas_S., 22.03.2010
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    Hallo zusammen

    Wenn ich eine Kollision vermeiden kann, dann habe ich das auch zu tun, wenn ich damit nicht mich selbst oder andere gefährde. Wenn ich also merke, daß mir einer die Vorfahrt nimmt, dann muß ich entweder so weit vorne sein, daß er mich rammt und nicht umgekehrt oder bremsen.
    Alles andere kann vor Gericht unschöne Nebenwirkungen haben.

    Der Entscheidende Satz war:
    Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Sachen.
     
  17. Pommi

    Pommi Guest

    Also, ich fahre mit 40 durch eine gut ausgebaute Vorfahrtstraße, dann kommt von rechts aus einer abschüssigen Seitenstrasse ein Fahrradfahrer vor mein Auto gebrettert. Wenn ich dann nicht mehr bremsen kann, bin ich Schuld?

    Schon mal was von Reaktionszeit gehört? Oder dass der Radfahrer ohne bremsen mir in die Seite donnert, mit bremsen erwische ich ihn, und dass soll ich innerhalb von einer halben Sekunde durchrechnen?

    Wie heisst es doch so schön: Erst lesen, dann denken, dann posten.

    Ich hatte einen ähnlichen Fall, nur umgekehrt. Ich war mit den Fahrrad unterwegs und mir hat ein Bauhofauto (so ne Art Tuk-Tuk, eine Dreiradkarre) die Vorfahrt genommen. Diesem bin ich dann in den linken Kotflügel gedonnert und über die Motorhaube geflogen. Mir ist nichts passiert ausser 2 blauen Flecken, Fahrrad war aber Schrott. Jetzt soll ich also schuld gewesen sein, weil ich ihm rein bin und nicht er mir?

    MfG

    Pommi
     
  18. #17 Andreas_S., 23.03.2010
    Andreas_S.

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    Hallo Pommi

    Lies Du erst einmal meinen Beitrag durch, denke dann nach und schreibe im Anschluß.

    Habe ich etwas von automatisch schuld geschrieben. Ich finde da nichts.

    Das Problem ist die Beweislage.
    Und wenn vor Gericht dann zufällig nur Aussage gegen Aussage steht, dann viel Spaß.
     
  19. Pommi

    Pommi Guest

    Es ging mir um diese allgemeinen Aussagen, die hier ständig getroffen werden.

    Die von dir: entweder er knallt mir rein oder ich habe Probleme.

    Bei solchen Sachen wie Beschrieben geht es immer noch meistens nach Ausgangslage. Kaum ein Gericht wird einem unterstellen, dass er den Fahrradfahrer absichtlich angefahren hat, nur weil der die Vorfahrt missachtete.

    Fakt in dem Fall ist: Fahrradfahrer hat Vorfahrt misachtet. Punkt aus. Also ist zuerst mal der Fahrradfahrer schuld. Dann wird geschaut, ob der Autofahrer den Unfall hätte verhindern können. Und genau in so einem Fall wird fast jedes Gericht dazu kommen, dass es nicht möglich ist. Bei 30 Km/h legt man in der Sekunde etwas über 8 Meter zurück, dass ist mehr, als eine normale Straße breit ist. Also genug Zeit für den Fahrradfahrer, vor mich zu kommen, aber zu wenig, um evtl. rechtzeitig zu bremsen.

    Und 30 auf einem Fahrrad ist selbst für ungeübte keine Unmöglichkeit. Spitzenfahrer fahren einen Durchschnitt von 45 - 50, Spitze auf gerader Strecke über 70. Selbst ich schaffe noch locker meine 50 in der Spitze.
     
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  21. #19 Andreas_S., 24.03.2010
    Andreas_S.

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    Hallo Pommi

    Es geht mir hier nicht um die Schuldfrage, die ist hier eindeutig. Da sind wir uns einig. Die letzendliche Bewertung liegt aber nicht in den Händen des Verkehrsteilnehmers. Und da sehe ich inzwischen das Problem. Wir haben in den letzten Jahren einige Urteile im Verkehrsrecht hinnehmen müssen, die so nach "gesunden Menschenverstand" nie hätten gesprochen werden dürfen.

    Deswegen noch einmal meine Warnung:
    Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei.

    Du hast bei Deinem geschilderten Unfall die Erfahrung nicht gemacht, das alles gedreht und gebogen wird und warst auch noch der schwächere Verkehrsteilnehmer.

    Ich selbst fahre auch viel Fahrrad (Tourenrad, Rennrad, Mountainbike). In der Stadt gefahrene Geschwindigkeiten von über 30km/h sind für Radfahrer wirklich kein Problem.
    Nebenbei bin ich in Hockenheim in einer Projektgruppe zum Thema Radverkehr tätigund in engem Kontakt zu Polizei, Verkehrswacht, Rathaus und anderen Gruppen. Im Bekanntenkreis habe ich viele Anwälte, die sich zum Teil auch mit Verkehrsrecht beschäftigen.
    Heidelberg, daß sich auch gerne Ökohauptstadt nennt, ist für Radfahrer ein Paradies, für andere Verkehrsteilnehmer der Horror. Mit diesem Hintergrund
    warne ich eindringlich davor, die Situation nur aus der laienhaften juristischen Sicht des Verkehrsteilnehmers zu beurteilen. Bei Nachfragen gegenüber den Experten habe ich manches Mal ganz schön schlucken müssen.
     
  22. MTC

    MTC ---

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    Vorab: Ich bin evtl nichtmehr auf dem Stand der Dinge, aber so kenne ich es/habe ich es gelernt.

    Die Diskussion im Bezug auf die Sorgfaltspflicht der Radfahrer:

    Soweit ich mich erinnere, MÜSSEN Kinder unter 10Jahren auf dem Fußweg fahren. Ist dieser nicht vorhanden, müssen die (glaube ich) in Begleitung fahren.

    10Jahre entsprechend ungefähr Schulklasse 3 oder 4.
    Ich habe damals in der Grundschule einen sogenannten "Fahrradschein" gemacht. Dies war ein Pflichtprogramm der Schulen, was immer in der 3.Klasse stattfand.

    Inwieweit das (noch) durchgeführt wird und ob es Deutschlandweit Pflicht ist, weiß ich nicht.

    Damit wusste aber jeder 10Jährige, was "Rechts-Vor-Links" bedeutete.

    Das heißt letztendlich, dass jeder/jede, der/die über 10Jahre alt ist, diese Regelung kennen muss und somit voll schuldfähig im Falle der Missachtung.

    Der Radfahrer, die Vorfahrt missachtet hat, hätte diese Regelng kennen müssen.

    Im übrigen gilt ÜBERALL im öffentlichen Raum die STVO. Darüber hinaus auch auf besonders ausgeschilderten Bereichen (z.B. Parkhäusern und Parkplätzen von privaten Einrichtungen).
     
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