Zeitverträge...

Diskutiere Zeitverträge... im Recht, Gesetz & Versicherung Forum im Bereich Ford Forum; Bei meiner Firma die übrigens eine weltweit führendes Unternehmen ist ...werde ich meiner Meinung nach nicht richtig behandelt...ich habe 3 Jahre...

  1. #1 Wiesel87, 01.11.2008
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    Bei meiner Firma die übrigens eine weltweit führendes Unternehmen ist ...werde ich meiner Meinung nach nicht richtig behandelt...ich habe 3 Jahre bei dieser Firma eine Ausbildung gemacht.
    Nach der Ausbildung als Facharbeiter weiter gearbeitet....
    im Juni 06 bekam ich mein ersten Zeitvertrag...ein Jahr...darauf folgten etliche weitere Zeitverträge...mal nen Monat mal 4 mal 2 Wochen und immer so weiter...bis jetz...

    Ich bin der Meinung das sowas unrechtmäßig ist...
    oder nich?
     
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  3. #2 Schmitti, 01.11.2008
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    Hallo nach einem Jahr können sie den Vertrag mermals verlängern maximal aber nur bis zusammen 2 Jahre danach ist schluß oder sie müssen dich übernehmen

    gruß Schmitti (Bertiebsratz fragen )
     
  4. #3 Onkel Henry, 01.11.2008
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    Eine verlässliche Auskunft wird dir nur ein Anwalt für Arbeitsrecht geben können und dürfen.
    Jedoch wenn ich mich recht entsinne, dann kannst du nach dem zweiten Zeitvertrag einen Festvertrag beanspruchen.
     
  5. #4 Dorminator, 01.11.2008
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    in der tat kann nicht beliebig oft verlängert werden,bzw is die zeit begrenzt...genaues kann ich dazu nicht sagen.
    aber sollte es zb soweit kommen,das der vertrag nicht mehr verlängert wird und man geht an dem tag,wo man eigentlich dann nicht mer bei der firma ist,trotzdem zur arbeit und der chef unterbindet es nicht,dann hat man ohne eine verlängerung,eine festanstellung
     
  6. #5 RedCougar, 01.11.2008
    Zuletzt bearbeitet: 01.11.2008
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    Ich nehme mal an, du redest von befristeten Arbeitsverträgen. Ein Zeitarbeitsvertrag ist nämlich was anderes.

    Das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (TzBfG) sagt dazu ganz eindeutig folgendes:

    Ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass dein Arbeitgeber dies nicht weiß. Erst recht nicht, wenn es ein weltweit führendes Unternehmen ist. Oder liegt vielleicht ein sachlicher Grund für die Befristung bzw. Verlängerung vor? Dann wird obiges nämlich ausgehebelt.

    Man müsste auf die Feinheiten und genaueren Modalitäten deines Arbeitsvertrages einen Blick werfen und dass sollte dann jedoch ein Fachanwalt für Arbeitsrecht tun.
     
  7. #6 Wiesel87, 01.11.2008
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    Wie definiert sich ein sachlicher Grund?
    Mir wird immer gesagt die können die Auftragslage nich einschätzen....

    Eine faule Ausrede!
    wie gesagt...weltweit führendes Unternehmen
     
  8. #7 RedCougar, 01.11.2008
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    Tjaaaaa ... dazu kann dir sicherlich nur ein wirklicher Fachmann etwas sagen, z. B. welche Gründe durch ein Gericht anerkannt wurden und welche nicht.

    Wenn du also wirklich gegen das Verhalten deiner Firma vorgehen willst, bleibt dir ein Beratungsgespräch beim Fachanwalt nicht erspart. Bevor du das aber in Erwägung ziehst, würde ich mir auch die möglichen Konsequenzen für dich überlegen. Zum einen muss man im Arbeitsrecht alle anfallenden Kosten selbst tragen (unabhängig davon wer gewinnt) und zum zweiten könnte es den endgültigen Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten. Ich weiß ja nicht, ob du das wirklich willst.
     
  9. #8 Pommi, 01.11.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 01.11.2008
    Pommi

    Pommi Guest

    Bist du dir da sicher mit den Kosten? Mein Informationsstand ist der, dass Klagen vor dem Arbeitsgericht für den Arbeitnehmer kostenfrei. Aus dem Grunde, dass sich auch ein geringfügig Beschäftigter gegen Willkür und so seines Arbeitgebers wehren kann. Für Privatklagen gibt es nämlich keine Gerichtskostenübernahme von Amtes wegen.

    Okay, oben geschriebenes einfach aus dem Gedächtnis streichen. Ist etwas länger her, dass ich was mit den Arbeitsgericht zu tun hatte.

    Aber der link hier ist interessant: http://www.arbeitsrecht-ratgeber.de/arbeitsrecht/arbeitsgericht/content_03.html
     
  10. #9 Fordbergkamen, 01.11.2008
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    Hallo,
    gleiches Problem hatte eine Bekannte auch.
    Sie ist im ÖFFENTLICHEN DIENST beschäftigt und hat über (glaube ich) 11 Jahre befristete Verträge bekommen.
    Immer sachlich begründet, sprich "Schwangerschaftsvertretung für Kollegin XY", Projektarbeit etc...
    Inzwischen hat sie einen Festvertrag bekommen.
    Bei dem heutigen Arbeitsmarkt gilt eben das Motto: Freß oder Stirb
    Wenn sie dich dann irgentwann mal ganz vor die Tür setzen, kannst du immer noch klagen.
    MfG
    Dirk
     
  11. Scream

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    Schon mal was von einer Rechtschutzversicherung gehört? ;)

    Sollte man sicherheitshalber immer haben!
     
  12. #11 RedCougar, 03.11.2008
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    Ohne ihn jetzt zu kennen, aber es sollte mich wundern, wenn Wiesel87 eine Arbeitsrechtsschutzversicherung hat. Davon mal ab, ist das Risiko den Arbeitsplatz gänzlich zu verlieren (weil der Vertrag einfach nicht mehr verlängert wird), nicht durch eine Rechtsschutz abgesichert ;)
     
  13. #12 Scream, 03.11.2008
    Zuletzt bearbeitet: 03.11.2008
    Scream

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    Das stimmt natürlich. Mir ging es aber um so Sachen wie "das er alle Kosten übernehmen muss". Das ist wenn ein Rechtsfall eintritt (z.B. Firma weigert sich nach mehr als dreimaliger Vertragsverlängerung, die darüber hinaus die 2 Jahre Zeitraum überschreiten, nach wie vor Wiesel unbefristet zu übernehmen!) dann nicht der Fall. Und gegen sowas kann man dann wohl klagen. Geht aber wie gesagt nur wenn so ein Fall (den ich in Klammern geschrieben habe) auch wirklich zutrifft. Und, sind wir mal ehrlich, kann sich so ein Geplänkel ja gut und gerne über 1-2 Jahre hinwegziehen und ob man dann noch so glücklich in der Firma ist bezweifel ich mal.

    Allerdings hat man ja selber durchaus seine Rechte, von denen man in extremen Situationen unter Umständen Gebrauch machen sollte. Man braucht dann eben auch nur ein starkes Nervenkostüm!
     
  14. #13 Andreas_S., 18.11.2008
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    Hallo zusammen

    Arbeitsrechtlich kann man sich erstinstanzlich selbst vertreten. Damit fallen keine Anwaltskosten an. Rechtsberatung und Vertretung vor dem Arbeitsgericht bieten zum Beispiel auch Gewerkschaften an. Dies ist bei mir im Beitrag enthalten. Das wäre eine Alternative zur Rechtschutzversicherung.

    Fazit:
    Rechtsberatung ist in diesem Fall unumgänglich. Auch namhafte Firmen schiessen manchmal arbeitsrechtliche Böcke. Aber immer bedenken, das erfordert viel Durchhaltevermögen, da in der Regel solche Prozesse vom Arbeitgeber nicht vergessen werden. Ich drücke Dir die Daumen.:top1:
     
  15. #14 sunburnt, 02.12.2008
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    Ab inne Gewerkschaft!!

    Genau aus solchen Gründen bin ich Gewerkschaftsmitglied, Rechtsberatung und Vertretung vorm Arbeitsgericht inklusive.

    An deiner Stelle würde ich mich an den Betriebsrat wenden und denen mal ein wenig auf den Zahn fühlen. Soweit ich weiß, können sie dich nach der Ausbildung erstmal 1 Jahr befristet übernehmen, wollen sie dich weiter behalten, ist Festvertrag angesagt.

    Du hast eigentlich auch einen kleinen Fehler gemacht, nämlich den befristeten Verträgen zugestimmt...
     
  16. #15 RedCougar, 02.12.2008
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    Wo hast du denn die Information her? Wie der korrekte Gesetzestext lautet, kannst du der ersten Seite entnehmen

    Da gibt es nur einen Haken bei: Wenn man den befristeten Arbeitsverträgen nicht zustimmt, gibt es normal nur eine Alternative ... gar keinen Arbeitsvertrag.

    Willkommen in der Wirklichkeit :cooool:
     
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  18. #16 Andreas_S., 02.12.2008
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    Hallo zuammen

    Genau deshalb ist eine Rechtberatung nötig. Neben dem Arbeitsrecht gibt es noch tarifliche- und Betriebsvereinbarungen, die die Zulässigkeit einer Nichtverlängerung bzw. Kündigung beeinflussen können. Also ab zum Betriebsrat und einem Rechtsanwalt, wenn nicht in der Gewerkschaft.
     
  19. #17 sunburnt, 05.12.2008
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    Langsam, langsam....

    Erstmal schlau machen, wie´s mit Tarifvertrag aussieht. Wenn´s ein großes Unternehmen ist, wird´s zu 85% unter einem Tarifvertrag arbeiten, deshalb gehe ich davon aus, dass er einen Tarifvertrag unterschrieben hat. In solchen Fällen verdi, IGM, etc. ansprechen.
    Sollte er keinen Tarifvertrag bekommen haben, obwohl das Unternehmen dem tarifgebundenen AG-Verband angeschlossen ist und den Tarifbestimmungen unterliegt, tja, dann gibt´s kaum eine Chance.

    In der IGM heißt´s z.B. für Azubis nach bestandener Prüfung 1 Jahr befristete Übernahme, danach unbefristet, wenn kein Grund zu einer Kündigung besteht.

    Tarifverträge sollen keine Gesetzte aushebeln, sondern im Sinne des AN "verbessern". Inwieweit sie das tun, steht auf einem anderen Blatt.
    Und natürlich vorher noch Betriebsvereinbarungen angucken.

    Also, wie Andreas_S. schriebt, ab zum Betriebsrat und dann gucken, ob Schritt zum Anwalt nötig ist.
     
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